Trotz Winterkrone: Grödig will nicht aufsteigen

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Der SV Grödig überwintert in der Regionalliga West als Tabellenführer.

Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf Anif. Trotzdem plant der Klub nicht den Wiederaufstieg in den Profifußball.

"Zum einen müssen wir dafür einmal Meister werden. Zum anderen gibt es noch viele andere Hürden zu überspringen. Und ich will ganz ehrlich sein – Stand heute werden wir für die kommende Saison nicht um eine Bundesliga-Lizenz ansuchen", so Manager Christian Haas in der "Sportzeitung".

Die Gründe

Und das, obwohl im Falle eines Aufstiegs der direkte Durchmarsch in die höchste Spieklasse möglich wäre. Denn zur Saison 2018/19 wird die Bundesliga bekanntlich auf zwölf Teams aufgestockt.


"Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das kein Thema ist. Die Reform ist für uns natürlich eine Chance und ganz wichtig", so Haas. "Wenn alles über die Bühne gegangen ist wird auch die zweite Liga wieder für Vereine wie Grödig interessant. Aber in der kommenden Saison spielen dort immer noch zehn Profiklubs – und da können wir momentan einfach nicht mithalten."

Der 39-Jährige erklärt seine These: "Um halbwegs mithalten zu können, braucht man in der Ersten Liga eine Budget von etwa zwei Millionen Euro. In der Regionalliga stemmen wir gerade 500.000. Die liegen auf dem Tisch. Wenn ich dann Fernsehgeld und ein paar Sponsoren dazurechne, komme ich auf etwa 1,2 Millionen. Das macht einfach keinen Sinn. Alle, die anderes behaupten, lügen sich doch selbst an."

Haas befürchtet Gemetzel

Außerdem befürchtet er in der nächsten Saison ein Wettrüsten um die drei Aufstiegsplätze. "Vier, fünf Teams werden 'All in' gehen, um den Zug nach oben erwischen zu können. Das wird ein Gemetzel, bei dem die Verlierer vielleicht total auf der Strecke bleiben werden. Und zu denen will ich nicht gehören."

Weiters erklärt Haas, dass der Besuch bei einigen Regionalliga-Spielen gegen Gegner aus der Umgebung besser sei als in der Bundesliga.

Aufgegeben hat er den Traum vom erneuten Aufstieg in die Bundesliga aber nicht: "Vielleicht springt noch der eine oder andere Sponsor auf, dann gibt es noch eine Chance. Unsere Deadline ist Ende Jänner. Dann weiß jeder endgültig, wo der Weg hingeht."

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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