Kalajdzic: "Anderes Tempo als bei der Admira"

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Bis zum letzten Gruppen-Spieltag musste Sasa Kalajdzic bei der U21-EM 2019 warten, ehe er erstmals die Chance von Beginn an bekam.

Beim 1:1 gegen Deutschland war es dann soweit. Und der Admira-Angreifer wurde eine der Hauptfiguren der Partie.

Nachdem er unmittelbar vor dem Treffer der Deutschen einen Schuss von Husein Balic am langen Eck fast ins Tor drücken konnte, nur um Zentimeter verfehlte, war er es, der keine zehn Minuten später von DFB-Goalie Nübel mit dem Knie im Gesicht getroffen wurde, woraufhin es Elfmeter gab.

„Bin ich irgendwo angeschwollen?“, fragt der 21-Jährige, als er sich nach dem Spiel den Journalisten stellt. Seine Frage wird verneint. Daraufhin erklärt der Angreifer, dass er die Attacke im Spiel eigentlich nicht als Foul erlebt habe, sogar überrascht gewesen sein, dass es Strafstoß gab.

"Die muss ich reinhauen!"

Zwei Mal fiel der Zwei-Meter-Hüne vor der Pause noch auf. In der 33. Minute scheiterte er aus kürzester Distanz per Kopf an Nübel, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzte er einen Kopfball an die Stange.

„Die zwei Kopfbälle muss ich reinhauen. Zumindest einen davon. Es tut mir leid“, gibt sich Kalajdzic sehr selbstkritisch. Nachsatz: „Ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss.“ Auch der eine oder andere Laufweg wirkte nicht wirklich gut auf seine Kollegen abgestimmt.

Kein Wunder, sieht man sich die Länderspiel-Bilanz des Youngsters an – die Partie gegen Deutschland war erst sein sechstes Spiel für Österreich. „Ich bin stolz, dass ich mein Startelf-Debüt geben konnte“, sagt er.

"Die Hymne war ein unglaublicher Moment"

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Es waren ganz besondere Momente, die der Stürmer in den vergangenen Wochen erleben durfte. „Ich hatte bei der Hymne eine Gänsehaut, das war ein unglaublicher Moment“, schwärmt er.

Diese Erfahrungen machen natürlich Lust auf mehr: „Es war richtig toll, bei so wichtigen Spielen dabei zu sein. Ich bin extrem glücklich, wie es gelaufen ist. Hoffentlich wird es irgendwann mit dem A-Team soweit sein, dass wir uns qualifizieren.“

"Ich kann da mitspielen"

Dass es bis dahin auch für ihn persönlich noch ein weiter Weg ist, wurde ihm im Duell mit den Altersgenossen aus Deutschland klar: „Das Tempo ist schon nochmal ein anderes als bei der Admira. Das habe ich an den Krämpfen gemerkt. Bis dahin, glaube ich, habe ich meine Sache aber gut gemacht.“

Deswegen gibt ihm das Spiel auch Mut: „Ich habe gemerkt, dass ich da mitspielen kann, dass ich mir das zutrauen kann. Nur das Tempo ist halt ein anderes, man muss regelmäßig auf diesem Niveau trainieren.“

Apropos: Wie sieht es denn eigentlich mit einem möglichen Transfer aus? Klubs aus Deutschland sollen ja schon vor der Partie auf den „Langen“ aufmerksam geworden sein, vor allem Union Berlin und der VfB Stuttgart.

Kalajdzic, dem Admira-Sportchef Amir Shapurzadeh in Udine auf die Beine geschaut hat, hält sich bedeckt: „Das ist der Job meines Managers. Mal schauen, was passiert. Ich weiß es noch nicht. Ich werde jetzt mal versuchen, irgendwie Schlaf zu finden.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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