Gregoritsch: U21-Sieg "nervlich wie eine Geburt"

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Es war das erwartet knappe Spiel gegen eine erwartet starke Mannschaft mit dem schlussendlich besseren Ende für Österreich.

Das U21-Team setzte sich am Dienstagabend in einer Nervenschlacht knapp mit 3:2 (Spielbericht) gegen die Altersgenossen aus Russland durch und fixierte somit den Aufstieg ins Playoff der vier besten Gruppenzweiten.

Cheftrainer Werner Gregoritsch litt an der Seitenlinie mit: "Nervlich war es so ähnlich, wie damals, als meine Frau den Michael (Sohn, Anm.) zur Welt gebracht hat", sagt der 60-Jährige unmittelbar nach Schlusspfiff im ORF.

Zweimal Ausgleich, dreimal Führung

Österreich wie Russland brauchten einen vollen Erfolg, um die Chance auf die Reise nach Italien im kommenden Jahr aufrecht zu halten. Die Hausherren mit den vom A-Team abgestellten Maximilian Wöber und Konrad Laimer verschwendeten keine Zeit.

Das Team begann druckvoll und setzte den Russen früh zu. Adrian Grbic war es, der nach 13 Minuten zum 1:0 traf. Wolf und Maximilian Ullmann kombinierten an der Flanke, Grbic verwertete die Flanke des LASK-Profis per Kopf. Für die Hausherren war es ein Beginn nach Maß.

Doch die Russen beendeten die Euphorie jäh. Um genau zu sein lediglich zwei Minuten nach dem Führungstreffer. Kapitän Philipp Lienhart und Co. ließen sich von einer Verlängerung per Ferse überraschen, Chalov tauchte alleine vor Alexander Schlager auf und zeigte keine Nerven (14.).

Hannes Wolf erzielte das zwischenzeitliche 2:1
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Die ÖFB-Elf brauchte also erneut ein Tor. Nach Seitenwechsel erwischte Österreich wieder den besseren Start. Wolf trat an, ließ mit technischer Finesse zwei Russen stehen und verwertete in der 48. Minute ins lange Eck. Die rot-weiß-rote Elf schien auf Kurs - und kassierte erneut den raschen Ausgleich. Wieder erzielten die Russen nahezu postwendend den Ausgleich. Wieder war es der in der russischen Torschützenliste aktuell voran liegende ZSKA-Moskau-Stürmer Chalov, der in der 52. Minute die Lücke in Österreichs Abwehr fand.

Russland hatte nun Oberwasser, die Osteuropäer bestimmten das Tempo und ließen sich vermehrt nur durch Fouls stoppen. Österreich schaffte es auch nicht mehr, den Spielaufbau der Gäste früh zu stören. Die Drangphase der Russen blieb ohne Folgen.

Gregoritsch: "Alles aufgegangen"

Gregoritsch freute sich nach Schlusspfiff mit Jakupovic
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In der 74. Minute kam dann mit Jakupovic für Danso ein zusätzlicher Mann für die Offensive. Gregoritsch' Schachzug sollte sich unmittelbar lohnen. Grbic legte per Kopf auf den Italien-Legionär ab, der per Flachschuss perfekt abschloss.

Die Schlussoffensive der Russen blieb schlussendlich ohne Erfolg und so kam es, dass das Team von Werner Gregoritsch drei Mal hintereinander in Führung ging und sich deswegen schlussendlich für das PlayOff qualifizierte. Dementsprechend glücklich war der Trainer auch - vor allem weil auch aus taktischer Hinsicht alles geklappt hat.

"Man muss der Mannschaft gratulieren, ich freue mich, dass alles aufgegangen ist - zum Beispiel mit der Einwechslung von Jakupovic oder dem Wechsel von Hannes Wolf von der rechten auf die linke Seite. Die Mannschaft hat souverän und heroisch bis zum Schluss gekämpft," erklärte ein erleichterter Gregoritsch.

Jakupovic: "Habe es dem Trainer bewiesen"

"Wir haben uns den Sieg alle verdient. Wir haben die Woche gut trainiert. Mich freut es, dass ich das Tor erzielt habe. Damit habe ich dem Trainer und dem Betreuerstab bewiesen, dass ich kein Spieler bin, der auf Abruf stehen sollte", sagte der zufriedene Goldtorschütze Jakupovic. Hannes Wolf, der Torschütze zum 2:1 fügte hinzu: "Wir sind gerade alle überglücklich."

Für das U21-Nationalteam stehen nun zwei PlayOff-Spiele am 12. und 20. November an. Der Gegner - entweder Portugal, Griechenland oder Polen - wird am 19. Oktober ausgelost. Die Chance auf die historische erste Qualifikation für eine U21-EM lebt also noch immer.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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