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ÖFB-Frauen peilen achten Sieg gegen Slowenien an
Im zweiten Spiel der WM-Quali-Gruppe-A4 soll der erste Sieg her. Es sind keine großen personellen Änderungen zu erwarten.
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Vom Außenseiter zum Favoriten: Nach dem knapp mit 0:1 verlorenen Auftakt gegen Norwegen gilt es für Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam beim Gastspiel in Slowenien im zweiten Gruppe-A4-Spiel der WM-Qualifikation erstmals voll anzuschreiben.
Der Blick in die Vergangenheit macht Mut, alle bisherigen sieben Duelle mit der in der heimischen Bundesliga bestens bekannten Mateja Zver und Co. konnten gewonnen werden. 2024 gab es im EM-Quali-Play-off ein Auswärts-3:0 und Heim-2:1.
Teamchef: "Uns erwartet ein selbstbewusstes Team"
"Generell sind die Spiele nicht mehr vergleichbar und sie haben sich seither stark entwickelt", sagte ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl über die Nummer 38 des FIFA-Rankings. Zum Auftakt setzte es für die Sloweninnen ein 0:5 bei Gruppenfavorit Deutschland.
"Sie werden sicher im Vorhinein damit gerechnet haben, dass dieses Spiel so ausgehen kann. Uns erwartet daher mit Sicherheit ein selbstbewusstes Team, das gegen uns die größten Chancen sieht, Punkte zu machen. Und so werden sie auch auftreten", vermutete der Salzburger. "Dass es keine einfache Aufgabe wird, ist klar."
Mehr Ballbesitz als zuletzt erwartet
Sein Team wird deutlich mehr Ballbesitz haben als zuletzt gegen Norwegen. "Der ganz große Unterschied ist, dass das Spiel nicht so viel in unserer Hälfte stattfinden wird. Da gilt es, unsere Qualität mit Ball auf den Platz zu bringen", sagte Schriebl.
Zudem gelte es in einem sicher sehr intensiven Spiel, was Leidenschaft, Intensität und Zusammenarbeit betrifft, mindestens so gut wie am Dienstag aufzutreten. Die Favoritenrolle nehme man an, auch wenn Schriebl seine Truppe "nicht als ganz großen Favoriten" bezeichnen wollte.
Gute Erinnerungen am Koper
An Koper hat die ÖFB-Auswahl gute Erinnerungen, beim jüngsten Antreten dort 2024 trafen allerdings Barbara Dunst (69.), Sarah Puntigam (73.) und Lilli Purtscheller (75.) erst spät.
"Ganz wichtig ist es, kühlen Kopf zu bewahren, wenn es um viel geht, in der Struktur zu bleiben und dann die Chancen zu nutzen, um ein besseres Ende für sich zu haben", erläuterte Schriebl.
Kapitänin Puntigam sprach vom "Plan A Angriffspressing", den man umsetzen wolle. "Es wird hauptsächlich der Fall sein, dass wir vorne draufgehen, wir dürfen aber nicht in Panik verfallen, wenn wir nicht in der ersten Halbzeit schon ein Tor machen."
Schriebl will personell nicht viel verändern
Sie hat aus mehrerer Hinsicht beste Erinnerungen an Slowenien, erzielte sie doch auch im jüngsten Heimduell beide Tore (62., 74.). Im Vergleich zum Norwegen-Spiel, wo sie zumeist als zentraler Teil einer Fünferkette agiert hatte, wird Puntigam in Koper wieder in einer offensiveren Rolle gefragt sein.
Schriebl hat keine neuen Ausfälle zu beklagen. "Es haben alle richtig gut gemacht, dadurch sehe ich nicht viel Grund, es ganz anders anzugehen", sagte der ÖFB-Coach.
Puntigam berichtete nach dem Abschlusstraining von "nicht so guten" Platzverhältnissen. "Aber das müssen wir annehmen und gerade auf dem nicht optimalen Platz kann unser Angriffspressing eine Waffe sein."
Große Fanmassen werden nicht erwartet, mit etwa 1.000 Besuchern werden weniger Besucher erwartet, als das bei Österreichs Heimspiel gegen Norwegen (1.480) der Fall war.