ÖFB-Frauen machen wichtigen Schritt Richtung EM

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Mit unglaublichem Kampfgeist und einer starken Abwehrleistung setzte das ÖFB-Team der Frauen am Dienstag einen wichtigen Schritt in Richtung EM-Teilnahme.

Die EM-Halbfinalistinnen des Turniers 2017 trotzen dem Favoriten Frankreich in Wiener Neustadt ein 0:0 ab (Spielbericht>>>), sind damit weiter ungeschlagen sowie ohne Gegentor und haben bereits einen Platz für die Playoffs sicher, weil Platz zwei nicht mehr abspenstig gemacht werden kann.

Mit weiteren Punkten in Frankreich oder gegen Serbien in den kommenden Spielen könnte man die Qualifikation für die Endrunde sogar fixieren. Direkt bei der Endrunde dabei sind neben den neun Gruppensiegerinnen auch die drei besten Gruppenzweiten, die restlichen sechs Zweiten absolvieren die Playoffs um drei Restplätze.

In der Rangliste der Gruppenzweiten liegt das ÖFB-Team momentan auf Rang zwei und hätte ein Fix-Ticket, wobei in dieser Abrechnung noch nicht alle Teams die gleiche Anzahl an Spielen absolviert haben.

Deer Punkt gegen Frankreich war fast schon historisch: Die Französinnen gewannen sämtliche Spiele in WM- und EM-Qualifikationen seit dem 0:0 gegen Italien in der Quali-Finalrunde am 11. September 2010(!). Die letzte Punktverlust in der regulären Gruppenphase datiert gar vom 16. Juni 2007 (0:1 in Island).

"Sehr viel richtig gemacht"

Teamchefin Irene Fuhrmann war nach dem Punktegewinn sichtlich erfreut: "Ich bin unheimlich stolz, wie sich die Mannschaft bis zum Schluss aufgeopfert hat. Die 40-Jährige sprach von einer "sensationellen Abwehrleistung."

Etwas Glück gehöre gegen eine so starke Mannschaft natürlich dazu. "Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie uns heute kein Tor machen können und das ist Gott sei Dank eingetreten."

Die Nachfolgerin von Dominik Thalhammer betonte außerdem, wie hoch dieses Remis einzuschätzen ist: "Wenn du gegen Frankreich einen Punkt holst, dann hast du sehr viel richtig gemacht. Wir sind auf einem sehr guten Weg."

Die neun Gruppensieger sowie die drei besten Gruppenzweiten sind fix bei der EM-Endrunde 2022 in England dabei. Um zu den besten Gruppen-Zweiten zu gehören, sind für das ÖFB-Team jedenfalls weitere Punkte nötig.

Österreich ist vier Punkte vor dem drittplatzierten Serbien, das nur noch ein Match zu absolvieren hat, bereits fix Gruppen-Zweiter.

Für die Französinnen, die zuletzt immer treffsicher waren, gab es gegen die Abwehr des ÖFB-Teams kein Durchkommen. Einen großen Beitrag dazu leistete wieder einmal Torfrau Maunela Zinsberger, die zum sechsten Mal in Gruppe G zu null spielte.

"Musste der Mannschaft den Arsch retten"

"Ich habe mir am Ende gedacht, ich muss irgendwie der Mannschaft noch den Arsch retten", so die Arsenal-Legionärin Zinsberger, nachdem sie in der 95. Minute die letzte große Chance der Tricolores zunichtegemacht hatte.

Kapitänin Viktoria Schnaderbeck sah den Punktgewinn auch als großen Schub für das Selbstvertrauen. "Aber es war extrem anstrengend, vor allem auch mental, immer gegen die Angriffe dagegenzuhalten und das als Mannschaft über 90 Minuten rüberzubringen."


Textquelle: © LAOLA1/APA

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