"Das sind Spielerinnen auf ganz hohem Niveau, wir dürfen ihnen keinen Platz geben", betonte der Däne.
Keine veränderte Spielidee wegen Platzverhältnissen
Zu erwarten sei ein Team, das sehr direkt spiele. "Wir müssen schauen, dass wir nicht unnötig den Ball verlieren, und wenn doch, dass wir schnell ins Gegenpressing kommen bzw. wir eine gute Restverteidigung haben", sagte Söndergaard.
Der Blick ist aber ohnehin auf seine Truppe gerichtet. "Wir unterschätzen niemanden, schauen auf unser Spiel. Wenn wir das durchziehen, werden wir auch mit einem guten Ergebnis vom Platz gehen. Ein Sieg auswärts wäre sehr gut."
Die schlechten Platzverhältnisse kamen auch durch den Auftritt der ÖFB-Männer zuletzt in der Nations League nicht überraschend. "Wir werden aber deshalb jetzt nicht unsere Spielidee total verändern."
Schasching mit "Extra-Confidence"
Laut Mittelfeldspielerin Annabel Schasching müsse man abwägen, in welchen Zonen man wie viel Risiko eingehe. "Wir haben genug Erfahrung, um das abschätzen zu können", bekräftigte die Leipzig-Legionärin. Auch laut ihr müsse man der "klaren Favoritenrolle" gerecht werden, wenn man mit der erstmaligen WM-Teilnahme Geschichte schreiben wolle.
Dafür muss allerdings in der Folge wohl auch noch die Schweiz in der 2. Runde ausgeschaltet werden. Schasching sprach jedenfalls von einer "realistischen" WM-Chance.
Sie selbst geht mit einer "Extra-Confidence" in das Doppel. Beim Liga-5:0 von Leipzig gegen Mainz gelang ihr ein Doppelpack. "Dass es jetzt auch mit den Toren funktioniert hat, freut mich, es wäre gut, wenn es hier bei der Natio so weitergeht", verlautete die 24-Jährige.
Trio kehrte zurück
Sie absolvierte am Donnerstagvormittag das ÖFB-Abschlusstraining und berichtete von einer "sehr positiven Stimmung". Dafür haben auch die Comebacks der langzeitverletzten Sarah Zadrazil, Marie-Therese Höbinger und Lilli Purtscheller gesorgt.
"Wir sind alle superhappy, dass sie zurück sind. Sie haben Qualitäten, die wir vermisst haben, nicht nur am Platz, es sind auch Persönlichkeiten", sagte Schasching.
Laut Söndergaard sei das Trio bereit für die Startelf, allerdings nicht für einen Einsatz über 90 Minuten. Deshalb gelte es im Hinblick auf beide Partien die "beste Lösung" zu finden. "Sicher ist, dass mindestens eine von den dreien anfangen wird", verriet der 67-Jährige.
Uka: "Trauen uns natürlich etwas zu"
Beim Kosovo ist sicher, dass Uka für die genialen Momente sorgen soll, wie sie es seit ihrem Wechsel von Sturm Graz zur Austria im Sommer 2025 oft im Dress der Wienerinnen, wo sie klarer Publikumsliebling ist, gezeigt hat.
Schon mit 14 Jahren ist sie nach Österreich gekommen. "Es wäre sicherlich komisch zu treffen, weil Österreich kein gewöhnlicher Gegner ist, sondern meine zweite Heimat", meinte Uka.
Mit Verena Hanshaw, Virginia Kirchberger-Prohaska, Katharina Schiechtl, Louise Schöffel und der erst 17-jährigen Valentina Pötzl, deren "unglaublichen Laufmotor" Söndergaard hervorhob, geht es gegen fünf Austria-Kolleginnen.
"Wir trauen uns natürlich etwas zu, sonst bräuchten wir ja gar nicht antreten. Im Fußball weiß man nie, wie es ausgeht", schilderte die 27-Jährige. Am Dienstag (18.00) folgt am Sport-Club-Platz in Wien das Rückspiel.