Ex-Rapidler Kerkez landet auf Ukraines "Feindesliste"
Im Spiel gegen die Ukraine gab es einen Konflikt mit einem Gegenspieler. Kerkez wehrt sich aber gegen die Liste.
Milos Kerkez (22) hat es bis zum FC Liverpool geschafft. Der Ungar wurde einst zwischen 2011 und 2019 vom SK Rapid in Österreich ausgebildet.
Jetzt sorgt der Linksverteidiger für Schlagzeilen. Im Nations-League-Match zwischen Ungarn und Ukraine (0:1) schaltete sich Kerkez ein, als Teamkollege und Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai mit dem Ukrainer Viktor Tsygankov aneinandergeriet.
Sein Vater Sebastijan veröffentlichte danach ein bearbeitetes Video der Szene auf Social Media, unterlegt mit dem Lied "Russian Paradise" von der russischen Gruppe AK-47.
Kerkez wehrt sich
Aufgrund des russischen Angriffskriegs sorgt das für Kritik. Kerkez und sein Vater landeten auf der umstrittenen Liste der Feinde der Ukraine. Dies ist allerdings keine offizielle Liste der ukrainischen Regierung, sie wird von der Datenbank Mirotworez geführt.
Kerkez wehrt sich gegen die Vorwürfe, Russland im Angriffskrieg zu unterstützen. Gegenüber "Telex" meint er: "Ich persönlich habe in meinem ganzen Leben niemals irgendeine Form von Aggression unterstützt und tue das jetzt nicht."
Das hat auch politische Folgen. Die ungarische Außenministerin Anita Orban verurteilte die Listung Kerkez' in einem Statement.