ÖFB-Damen richten nach Pleite "Blick nach vorne"

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Die erneute Überraschung, ein Punktgewinn in Frankreich, blieb den ÖFB-Damen verwehrt (Spielbericht>>>). Im Gegensatz zum 0:0 Ende Oktober in Wiener Neustadt präsentierten sich die Weltranglistendritten Französinnen im siebten Spiel der EM-Qualifikationsgruppe J als zu dominant und wiesen der Damen-Auswahl klar die Grenzen auf.

Damit rutscht das EM-Ticket in etwas weitere Ferne, da sich die Mannschaft von Teamchefin Irene Fuhrmann nur noch als eine der drei besten Gruppenzweiten vorzeitig für die Europameisterschaft 2022 in England qualifizieren kann.

Die 40-jährige Teamchefin zeigt sich nach der herben Pleite gefasst: "Wir hätten gerne in Frankreich etwas mitgenommen, aber heute war der Klassenunterschied zu sehen. Trotzdem haben wir uns ganz ordentlich verkauft."

Zinsberger im Fokus

Die Niederösterreicherin bekam an diesem Freitagabend besonders viel zu tun, verhinderte eine höhere Niederlage mit Glanzparaden wie in der 61. Minute, als sie einen Kopfball von Renard noch von der Linie kratzen konnte.

Die ÖFB-Torfrau resümiert nach der Partie: "Wir müssen uns eingestehen, dass Frankreich eine Top-Performance abgeliefert hat. Da können wir nur zu dieser Leistung gratulieren. Wir haben uns gegen die Nummer drei der Welt aber achtbar geschlagen."

Sieg gegen Serbien unbedingt notwendig

Während die Damen-Auswahl Frankreichs nach dem Duell mit den Österreicherinnen das vorzeitig gesicherte EM-Ticket bejubeln durfte, ist Österreichs Frauen-Nationalmannschaft am Dienstag (18:30 Uhr, LIVE bei ORF Sport +) gegen das Gruppendritte Serbien voll gefordert.

Ein voller Erfolg wäre unbedingt notwendig, will man sich die EM-Playoffs ersparen und schon jetzt für die Endrunde qualifizieren - allerdings ist mit einer leichten Aufgabe nicht zu rechnen, dass zeigte bereits der 1:0-Sieg in Nis am 8. Oktober 2019, der sich zu einer wahren Zitterpartie entwickelte.

Teamchefin Fuhrmann gibt sich kämpferisch: "Jetzt gilt es das Frankreich-Spiel zu analysieren und den Blick nach vorne zu richten. Am Dienstag haben wir mit Serbien bereits die nächste Aufgabe vor der Brust und da wollen wir die drei Punkte holen."

EM-Entscheidung verzögert sich

Ob die ÖFB-Damen die vorzeitige Qualifikation schaffen, steht allerdings erst im kommenden Jahr fest. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten zahlreiche Spiele anderer Gruppen verschoben werden, viele von Ihnen sind derzeit gar nicht angesetzt.

Wirft man aber einen Blick auf die weiteren Pools, dann steht die Mannschaft von Teamchefin Irene Fuhrmann gut da. Unter den Gruppenzweiten ist man die drittbeste Mannschaft, ein Sieg gegen Serbien, der nicht zu knapp ausfallen sollte, könnte einen Platz unter den besten drei bereits absichern.

Österreich hält bei 16 Punkten und 21:3-Toren (+18), in der Gruppe F steht etwa Island (16/24:5/+19) vor dem abschließenden Duell in Ungarn leicht besser da. Schützenhilfe sollte es auch in der Gruppe H geben.

Die Schweiz (19) ist im Schlager bei Verfolger Belgien (18) zu Gast, die ÖFB-Truppe muss darauf hoffen, dass es zu keinem Unentschieden kommt, da sonst das bessere Torverhältnis wohl für die Belgier (aktuell +27) sprechen würde.

In Pool B sind Dänemark und Italien noch ohne Punkteverlust, da wird ein Team aller Voraussicht nach besser als Österreich abschneiden. Vieles noch möglich ist in der Gruppe E, wo Finnland (13), Portugal (13) und Schottland (9) erst fünf von acht Spielen hinter sich gebracht haben.

Die Teams in den Pools A, C, D und I schneiden bei einem abschließenden Österreich-Sieg fix schlechter als Manuela Zinsberger und Co. ab. Verpasst die Damen-Nationalmannschaft den Erfolg gegen Serbien, wird man wohl mit den im April 2021 stattfindenden Play-Offs Vorlieb nehmen müssen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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