ALEXANDER SCHLAGER
90 Minuten
Wichtiges Ausrufezeichen von Österreichs WM-Schlussmann im Rennen um die Nummer eins! Nach einer mehr oder weniger beschäftigungslosen Halbzeit musste der Salzburger kurz vor der Pause bei einem schlechten Pass von Xaver Schlager hellwach sein, er löste die brenzlige Situation extrem routiniert. Nach der Pause hielt er gleich zwei Mal gegen Hodza stark, als dieser einmal gefährlich zum Kopfball und einmal nach Rashicas Stangentreffer zum Nachschuss kam. Kurz vor Schluss musste der 30-Jährige einmal nach einem Danso-Querschläger mit der Faust ran, wo seine diesbezüglichen Schwächen offensichtlich waren.
STEFAN POSCH
90 Minuten
Sorgte dafür, dass die linke kosovarische Seite großteils ausgeblendet war. Defensiv also ein gutes Spiel des Steirers, in die andere Richtung war Licht und Schatten dabei. Schon früh schlug er eine tolle Flanke auf Gregoritsch, die restlichen Hereingaben waren eher nicht zu gebrauchen. Hatte in Halbzeit eins zudem eine gute Kopfballchance, bei der er mit viel zu wenig Nachdruck abschloss.
FELIX BACHER
90 Minuten
Leider alles andere als ein gelungenes Debüt für den Tiroler, der sehr mit dem Rasen, aber auch mit seinen Nerven zu kämpfen hatte. Schon früh im Spiel gab es einen Tadel von Danso nach einem unzureichenden Stellungsspiel, kurz vor der Pause konnte er einen eigenen Fehler gegen Hodza noch gut ausputzen. Nach Seitenwechsel aber ein sehr düsterer Auftritt des 25-Jährigen. Bei der kosovarischen Doppelchance zum 2:0 verlor er leichtfertig den Ball und schlug beim anschließenden Klärungsversuch unter der Kugel durch. Kurz vor Schluss unterlief ihm auch noch ein haarsträubender Fehlpass am eigenen Sechzehner, der fast schlimme Folgen hatte.
KEVIN DANSO
90 Minuten
Ein Spiel zwischen Genie und Wahnsinn des Steirers. In Halbzeit eins extrem abgeklärt und souverän, in Halbzeit zwei defensiv mit einigen wilden Aktionen. So hatte er vor dem 1:0 nur Augen für den Ball und nicht für Asllani im Rückraum, kurz darauf verlor er beinahe ein entscheidendes Duell mit Rashica, der daraufhin die Stange traf. Und kurz vor Schluss lud er die Kosovaren mit einer wahnwitzigen Klärungsaktion fast noch zum Siegtreffer ein, immerhin konnte er in dieser Situation noch selbst ausbessern. Hoch anzurechnen ist ihm, wie weit seine Einwürfe diesmal kamen - speziell beim Ausgleich machte sich diese Waffe erstmals so richtig bezahlt.
KONRAD LAIMER
90 Minuten
Der ÖFB-Kapitän ist nach seiner Verletzung weit von seiner Normalform entfernt, das war am Sonntag in sehr vielen Aktionen zu sehen. Nachdem er Zhegrova im Halbzeit eins noch recht gut im Griff hatte, entglitt ihm der Juve-Star in Durchgang zwei komplett. Immer wieder wurde er vom kosovarischen Dribbler überspielt, bei der Entstehung des 1:0 verlor er ihn völlig aus den Augen. Nach vorne gelang ebenfalls recht wenig. Auch dann nicht mehr, als er für die Schlussphase ins Mittelfeld gestellt wurde.
XAVER SCHLAGER
90 Minuten
Wohl der Spieler, der aufgrund seiner durchaus riskanten Spielweise die größten Probleme mit den Platzverhältnissen in Pristina hatte. Streute immer wieder ungewöhnlich viele leichtfertige Fehlpässe ein, den schlimmsten kurz vor der Pause, als Namensvetter Alexander Schlager ausbessern musste. Gegen den Ball dafür umso stärker und mit einigen wichtigen Balleroberungen. Insgesamt ein sehr positiver Lehrgang für den Dauerläufer, der nach Rangnicks Kritik an seiner Fitness als einziger Akteur in allen vier Spielen durchspielte.
NICOLAS SEIWALD
bis zur 77. Minute
Der Leipzig-Legionär muss unbedingt wieder in Form kommen. In Halbzeit eins noch mit einigen guten Aktionen, in Halbzeit zwei dann immer fahriger und fahriger. Auch wenn Zhegrova ein toller Fußballer ist, so einfach darf die kosovarische Nummer 10 vor dem Führungstreffer des Heimteams nicht an ihm vorbeikommen. Für die Schlussphase wurde Seiwald ausgetauscht, das passiert ihm unter Rangnick nicht oft und spricht für sich.
PATRICK WIMMER
bis zur 62. Minute
Gegen den Ball hat sich der Niederösterreicher mittlerweile zur absoluten Schlüsselfigur im System Ralf Rangnicks entwickelt. Auch am Sonntag war wieder der ein oder andere richtig gute Ballgewinn dabei, mit dem Ball am Fuß machte der Hoffenheim-Legionär auch nicht alles falsch. Mit Verlauf des Spiels wurden ihm die Anstrengungen der letzten zehn Tage anzumerken, nach einer guten Stunde wurde er ausgetauscht.
ROMANO SCHMID
bis zur 62. Minute
Man wird das Gefühl nicht los, dass der Italien-Legionär am Flügel besser aufgehoben ist als auf der Zehn. Er wirkte diesmal recht überspielt und hatte enorme Probleme mit dem Rasen. Kurz vor seiner Auswechslung sammelte er immerhin noch fast einen Assist, seine Flanke auf Gregoritsch wäre nicht schlecht gekommen.
ALEXANDER PRASS
bis zur 62. Minute
Sehr guter Beginn des Super-Jokers von Dublin, der diesmal erstmals als offensiver Mittelfeldspieler im ÖFB-Team starten durfte. In Minute 20 erarbeitete er sich beinahe sein zweites ÖFB-Tor und forderte dann vergeblich Elfmeter, wenig später probierte er es aus großer Distanz. Auch er baute ab, je länger das Spiel andauerte, und wurde dann im Rahmen des Dreifachtausches rausgenommen.
MICHAEL GREGORITSCH
90 Minuten
War gefühlt nur mit dem Kopf am Ball - und dann wurde es auch das ein oder andere Mal gefährlich: Gleich zu Beginn, als er einen sehr schwierigen Kopfball recht gut auf das Tor brachte, und kurz vor der Pause nach einer Ecke. Ansonsten oft von seinen Mitspielern gesucht, aber kaum gefunden. Der Steirer hat schon bessere Länderspiele absolviert.
CHRISTOPH LANG
ab der 62. Minute, Tor
Was für eine Geschichte! Der LASK-Angreifer war die große Überraschung im neuen ÖFB-Kader von Ralf Rangnick und beendete diesen Lehrgang als einer der Gewinner. Nachdem er im Heimspiel in Linz gegen Israel schon einen Assist sammelte, köpfte er Österreich diesmal nach einer Kooperation mit LASK-Kollege Kalajdzic zu einem ganz wichtigen Punkt. Zudem fiel der Steirer mit der ein oder anderen guten Defensivaktion auf.
SASA KALAJDZIC
ab der 62. Minute, Assist
Viele gelungene Aktionen waren nach seiner Einwechslung nicht dabei. Jene, die aufgegangen ist, war aber brutal wichtig. Wie so oft beim LASK gesehen, verlängerte der Zwei-Meter-Mann einen Einwurf extrem clever und sammelte so den nächsten Assist. Ein Sasa Kalajdzic in dieser Form ist eine unglaubliche Bereicherung für das ÖFB-Team.
MARCO GRÜLL
ab der 62. Minute
Der Werder-Legionär bekam in diesem Lehrgang sehr wenige Chancen, seine starke Form zu bestätigen. In Pristina war es immerhin eine gute halbe Stunde, in der der Pongauer durchaus gute Ansätze zeigte. Das ein oder andere gute Dribbling war dabei, entscheidende Akzente konnte Grüll aber keine setzen.
MAXIMILIAN WÖBER
ab der 77. Minute
Kam diesmal wieder als Linksverteidiger zum Einsatz, wurde für eine Benotung aber zu kurz eingesetzt.