Rangnick hält an System fest
An seiner Grundordnung 4-2-3-1 bzw. 4-2-2-2 will Rangnick unabhängig vom Personal für die WM festhalten.
"Es gibt für mich keinen Grund, an der Viererkette irgendetwas zu ändern", sagte der Deutsche. Alle internationalen Topteams und auch die besten Nationalmannschaften würden darauf setzen. Wenn es darum gehe, eine Führung zu verteidigen, könne er nicht ausschließen, im Spiel auch einmal auf drei Innenverteidiger umzustellen.
"Aber das wird sicherlich nicht unsere bevorzugte Spielweise sein. Ich sehe keinen Grund, vorne einen Offensiven zu opfern, damit einer mehr dann irgendwo hinten steht."
Rangnick vertraut seinem Gegenpressing. Bei eigenem Ballverlust soll der Gegner schnell unter Druck gesetzt werden. Die Abläufe im Spiel gegen den Ball erscheinen besonders wichtig.
"Ich bin ein großer Freund davon, an dem festzuhalten, was sich bewährt hat", betonte der 67-Jährige. "Es geht darum, die Dinge, die uns dahin gebracht haben, wo wir jetzt sind, weiter zu verbessern und zu verstärken."
Schlüsselspieler Baumgartner
Christoph Baumgartner ist im Offensivzentrum hinter bzw. neben einem Stoßstürmer gesetzt. "Dass Baumi auf der Neuneinhalb seine Stärken hat, hat man jetzt immer wieder bei Leipzig gesehen", sagte Rangnick.
"Da ist er torgefährlich und bereitet zusätzlich Tore vor." Baumgartner rückt mit dem Selbstvertrauen von drei Doppelpacks in den jüngsten sieben Ligaspielen beim ÖFB-Team ein. 16 Pflichtspieltore hat der Niederösterreicher in dieser Saison bereits für Leipzig erzielt, zwölf davon in der Bundesliga.
Spiel mit drei Zehnern
Wanner und Chukwuemeka sieht der Teamchef ebenfalls im offensiven Mittelfeld am besten aufgehoben. Über das Spielerprofil "klassischer Tempodribbler" am Flügel verfüge das ÖFB-Team dagegen - mit Ausnahme von am ehesten Patrick Wimmer - weiterhin nicht. Rangnick: "Deswegen spielen wir so mit drei Zehnern, die in der Halbspur auftauchen und Position wechseln."
Ihre Zimmer wechseln die ÖFB-Kicker im Lauf des anstehenden Lehrganges nur einmal. Am Donnerstagnachmittag übersiedelt die Auswahl von Marbella nach Wien.
Dort beziehen David Alaba und Co. erstmals im neuen ÖFB-Campus Quartier, absolvieren am Samstag (11.30 Uhr) auf den verbandseigenen Plätzen auch ein öffentliches Training.
Laut Rangnick sei im Gegensatz zu Marbella in Aspern bereits wieder eher Regeneration angesagt. Vier Tage nach dem Test gegen Ghana treffen die Österreicher im Ernst-Happel-Stadion auch noch auf Südkorea (31. März, 20.45 Uhr).