ÖFB im Wembley: Geiles Stadion! Geiler Gegner!

ÖFB im Wembley: Geiles Stadion! Geiler Gegner! Foto: © GEPA
 

"Geiles Stadion, geiler Gegner!"

David Alaba bringt das EURO-Achtelfinale zwischen Österreich und Italien (ab 21 Uhr im LIVE-Ticker) gekonnt auf den Punkt.

Der Umstand, dass dieses für den ÖFB durchaus historische Spiel ausgerechnet im Wembley-Stadion über die Bühne geht, macht ein ohnehin schon viel beachtetes Match noch bedeutsamer.

"Ich wollte immer schon mal dort spielen. Dass die Gelegenheit in einem Achtelfinale der EURO da ist, ist natürlich ein guter Moment", findet Marcel Sabitzer.

Florian Grillitsch ergänzt: "Es gibt keinen besseren Ort als das Londoner Wembley, um Fußball zu spielen."

Aber auch vor diesem EM-Spiel lief es nicht wie geschmiert für das ÖFB-Team, vielleicht ist es auch ein gutes Omen. In Sachen Stadion müssen die rot-weiß-roten Kicker jedenfalls Geduld beweisen.

Die Ruhe vor dem Sturm

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Denn wie schon vor den beiden Siegen in Bukarest (Nordmazedonien, Ukraine) war auch vor dem Match kurzfristig kein Abschlusstraining im Stadion möglich.

Der ÖFB-Tross landete am Freitag zwar um 15:44 Uhr in London. Die einzigen Österreicher, die sich am Tag vor dem Spiel ein Bild vom Stadion machen konnten, waren jedoch die dank einer vom ÖFB organisierten Ausnahmegenehmigung samt kurzfristig organisierter Reise die mitgekommenen Journalisten.

Das Wembley am Tag vor dem Spiel
Foto: © Privat

Bei angenehmen Temperaturen fernab einer Hitzewelle machte das Grün im ehrwürdigen Stadion keinen schlechten Eindruck, trotzdem wurde der Rasen sorgsam gepflegt.

Vor dem Stadion mit seinem ikonischen Bogen merkte man bestenfalls an der Präsenz diverser internationaler Medien, dass einen Tag später ein vor allem für Fußball-Österreich wichtiges Fußball-Spiel über die Bühne gehen wird.

Im Viertel rund um das Stadion dominiert letztlich aber doch reges Geschäftstreiben, was eine der bekanntesten Austragungsstätten für Sportereignisse nicht weniger imposant erscheinen lässt.

"Heimspiel" angesichts italienischer Community in London?

Dies wird am Samstagabend anders sein. 40.000 Fans sind erlaubt. Wie viele (auf der Insel lebende) Österreicher sich ein Ticket gesichert haben, ist die große Frage.

"Für uns ändert sich ein bisschen etwas, für die Italiener aber sehr viel. Denn sie hatten alle drei Gruppenspiele in ihrem Heimstadion, das ist schon ein extremer Vorteil", vermutet Sabitzer, dass sich der Kontrahent eigentlich mehr umgewöhnen muss.

Dass Heimspiele in Rom in Sachen Support eine andere Qualität haben, liegt auf der Hand. Englische Journalisten verweisen jedoch auf die große italienische Community in London, weshalb erst wieder die "Squadra Azzurra" mehr Unterstützung von den Rängen haben könnte.

Alaba: "Nur positive Erinnerungen an das Stadion"

Wie es ist, in einem vollbesetzten Wembley und vor allem in einem richtig, richtig wichtigen Fußballspiel als Sieger vom Platz zu gehen, weiß Alaba.

"Ich kann mich noch gut erinnern. Es war ein sehr spezieller Abend, aber auch am Tag davor war es bereits sehr speziell. Es war das Champions-League-Finale, dementsprechend war auch die Stimmung in der Stadt."

David Alaba

2013 setzte sich der zukünftige Real-Legionär mit dem FC Bayern München gegen Borussia Dortmund im Finale der UEFA Champions League mit 2:1 durch.

"Dementsprechend verbinde ich mit diesem Stadion nur positive Gedanken und Erinnerungen", betont der seit Donnerstag 29-Jährige und ergänzt:

"Ich kann mich noch gut erinnern. Es war ein sehr spezieller Abend, aber auch am Tag davor war es bereits sehr speziell. Es war das Champions-League-Finale, dementsprechend war auch die Stimmung in der Stadt. Das hat man auch gespürt."

Alaba: "Das wäre sicherlich von Vorteil gewesen..."

Dass diese Gänsehaut-Momente durch die eigene Anhängerschaft diesmal fehlen, trübt die Vorfreude jedoch keineswegs.

Alaba wurde im Wembley Champions-League-Sieger
Foto: © GEPA

"Diesmal ist es ähnlich wie damals. Für uns ist es ein sehr besonderes Spiel in einem geilen Stadion gegen einen geilen Gegner. Darauf ist die Vorfreude natürlich groß", so Alaba.

Der Allrounder verweist darauf, dass beispielsweise Marko Arnautovic das Wembley ebenfalls bereits kennen würde. Für den Großteil der ÖFB-Truppe ist es jedoch die Premiere im Londoner Fußball-Palast.

Ob es gut gewesen wäre, wenn man am Tag davor einen ersten Eindruck vom Wembley gewinnen hätte können?

"Es wäre sicherlich von Vorteil gewesen, wenn alle dieses Stadion einmal von innen gesehen und auch da trainiert hätten", glaubt der Allrounder.

Besonders für das ganze Land Österreich

Dass Alaba aus dem ÖFB-Team die größte Erfahrung mit Spielen dieser Bedeutung hat, ist kein Geheimnis. Sorgen bereitet ihm das jedoch keine, seine Mitspieler würden schon länger auf hohem Niveau spielen.

"Für jeden von uns geht ein Traum in Erfüllung, wenn wir im Achtelfinale einer Europameisterschaft im Wembley gegen Italien spielen. Daher mache ich mir bei uns weniger Sorgen, die meisten sind Leistungsträger in ihren Vereinen", verdeutlicht der Wiener.

Mal abgesehen vom durchaus erhöhten nationalen Interesse: "Es ist nicht nur für mich persönlich ein besonderes Spiel, sondern für die gesamte Mannschaft - und auch für das ganze Land Österreich. Dementsprechend wollen wir auftreten."

Alaba: "Viertelfinale in München wäre unglaublich"

Und dann wäre da ja noch etwas. Ein Anreiz der ganz speziellen Art. Im Viertelfinale würde Österreich gegen den Sieger aus Belgien vs. Portugal ausgerechnet in München antreten.

Was Alaba von einem "Abschiedsspiel" in seinem langjährigen Wohnzimmer halten würde?

"Das wäre natürlich unglaublich, wenn wir diesen Schritt schaffen und im Viertelfinale in München spielen. Das wäre für jeden einzelnen von uns unglaublich. Da würde ein nächster Traum in Erfüllung gehen. Aber darüber machen wir uns noch keine Gedanken. Unsere Gedanken drehen sich um das Spiel gegen Italien."

Ein Schritt nach dem anderen.

Das sagt Löw vor dem Showdown gegen England:



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