Janko lehnt ÖFB-Abschiedsspiel ab

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Mit Marc Janko beendete ein Grundpfeiler der jüngeren österreichischen Fußballgeschichte am Montag seine Karriere.

13 Jahre lang und für 68 Spiele schnürte der mittlerweile 36-Jährige seine Schuhe für das ÖFB-Team. Mit seinen 28 Treffern, unter anderem entscheidende auf dem Weg zur Euro 2016, schoss sich der baumlange Stürmer in die Herzen der ÖFB-Fans und als 50. Mitglied in den ÖFB-Legendenklub.

Einen Abschied auf großer Bühne von der "Strafraumkobra" wird es aber nicht geben, wie er selbst im "Standard"-Interview verrät:

"Es wurde mir (...) von ÖFB-Seite her ein Abschiedsspiel in Aussicht gestellt. Auch das habe ich abgelehnt. Es fühlt sich für mich einfach nicht richtig an. So wichtig war ich nicht, und so wichtig bin ich nicht. So etwas steht Leuten zu, die über hundert Länderspiele und dem Fußball enorm viel gegeben haben. Ich habe mir nie etwas auf meine Erfolge eingebildet und bevorzuge den stillen Abgang."

Zukunft? "Weg in die Politik nicht auszuschließen"

Welchen Weg Janko nun, nach Ende seiner aktiven Laufbahn, einschlagen wird, lässt er noch offen: "Ich habe für mich beschlossen, mir die Chance und die Zeit zu geben, viele Sachen auszuprobieren. Ich habe seit meinem siebenten Lebensjahr, seit ich im Fußball tätig war, ein fremdbestimmtes Leben geführt. Jetzt kommt der Sprung in ein selbstbestimmtes Leben. Ich gehe davon aus, dass ich wie viele andere Sportler in ein kleines Loch fallen werde. Ich schaue aber, dass es nicht so tief wird, dass ich nicht mehr herauskomme. Ich baue mir jetzt ein neues Leben zusammen."

Unter anderem wird der Familienvater sich um Projekte kümmern, die er bereits während seiner aktiven Karriere ins Leben rief. Zum einen wäre da die "Sportbox, Camps für Kinder und Jugendliche in ganz Österreich mit polysportivem Ansatz", zum anderen entwickelte Janko während seiner Zeit beim FC Basel gemeinsam mit einem Physiotherapeuten ein Faszientape namens "Skin – the active tape".

Aber auch einem Schritt in die Politik stünde Janko, der sich über Twitter immer wieder zu aktuellen politischen Themen äußert, nicht vollends verschlossen gegenüber: "Mir war es wichtig, mich nie von einer Partei instrumentalisieren zu lassen. Mich interessiert Politik immer mehr. Ich würde jetzt gar nichts ausschließen, aber es ist, unter Anführungszeichen, ein Zirkus, den ich mir, Stand heute, nicht unbedingt antun möchte."

Textquelle: © LAOLA1.at

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