Markus Rogan Mentaltrainer von Israels Fußballern

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Markus Rogan ist zurück auf der Sport-Bühne - und das gerade in dieser Woche mit starkem Österreich-Bezug.

Der frühere Schwimm-Star heuert nämlich als Mentaltrainer beim israelischen Fußball-Verband, am kommenden Sonntag ÖFB-Gegner in der EM-Qualifikation, an und verstärkt somit ab sofort den Betreuerstab von Teamchef Andreas Herzog.

Eingefädelt hat diesen Deal mit Willi Ruttensteiner Israels Sportdirektor mit langjähriger ÖFB-Vergangenheit in selber Funktion.

"Die Motivation, ihn zu holen, war, dass zu einer professionellen Vorbereitung einer Mannschaft neben dem sportwissenschaftlichen und -medizinischen Bereich auch der psychologische dazugehört", verdeutlicht Ruttensteiner.

Rogans "Performance-Psychologie"

Mit der Bestellung von Rogan würde man vor allem auf "Performance-Psychologie" setzen, der 36-Jährige solle die Mannschaft speziell für die jeweiligen Länderspiele im mentalen Bereich stärken.

"Markus Rogan hat in seiner aktiven Karriere selbst bewiesen, was es heißt, auf den Punkt Leistung zu bringen. Er hat Erfolge gefeiert, die ihm im Schwimmland Österreich niemand zugetraut hätte", erinnert Ruttensteiner.

So kontroversiell die Karriere Rogans zwischenzeitlich diskutiert wurde, mit seinen Erfolgen brachte er die Randsportart Schwimmen ins Rampenlicht. Insgesamt gewann er bei Großveranstaltungen 34 Medaillen - darunter zwei Olympische Silber-Medaillen 2004 in Athen.

Schon seit Jahren in Kontakt

Inzwischen lebt Rogan in Los Angeles, wo er als Psychotherapeut arbeitet. Im Rahmen seiner Ausbildung kam auch der Kontakt mit Ruttensteiner zustande, der seither nie ganz abgerissen ist.

Für seine Doktorarbeit hat Rogan einst Ruttensteiners Projekte im ÖFB erkundet, speziell die Arbeit des Sportpsychologen Günter Amesberger für diverse Teams des Fußball-Bundes.

Vor Weihnachten kontaktierte Ruttensteiner Rogan, der die mögliche Aufgabe beim israelischen Fußball-Team als reizvoll empfunden und schließlich zugesagt hat, nach Herzog und Tormanntrainer Klaus Lindenberger als dritter Österreicher dem Betreuerstab anzugehören.

Sportpsychologisches Konzept

Der zweifache Familienvater, der vor seiner Hochzeit zum Judentum konvertiert ist, soll im Rahmen der EM-Qualifikation bei jedem Lehrgang persönlich anwesend sein. Seine Arbeit soll sich jedoch nicht ausschließlich auf das A-Team konzentrieren.

Rogan soll darüberhinaus ein sportpsychologisches Konzept für den israelischen Verband ausarbeiten und diverse Projekte als Supervisor begleiten. Vieles davon wird via Skype ablaufen, denn am Lebensmittelpunkt Los Angeles wird sich für Rogan abseits der Nationalmannschafts-Lehrgänge nichts ändern.

Textquelle: © LAOLA1.at

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