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Nations League: ÖFB gegen Bosnien und Nordirland

Auslosung: Die ÖFB-Gegner in der Nations League stehen fest.

Nations League: ÖFB gegen Bosnien und Nordirland Foto: © GEPA

Das ÖFB-Nationalteam kennt seine Gegner für die in diesem Herbst erstmals ausgetragene UEFA Nations League.

Bei der Auslosung am Mittwoch in Lausanne werden der Elf von Teamchef Franco Foda in Gruppe 3 der Liga B Bosnien-Herzegowina und Nordirland zugelost.

Die möglichen Spieltermine sind: 6.-8. September, 9.-11. September, 11.-13. Oktober, 14.-16. Oktober, 15.-17. und 18.-20. November. Gespielt wird gegen jeden Kontrahenten jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel.

Sollte Österreich die Qualifikation für die EM 2020 nicht direkt schaffen, könnte bei entsprechendem Erfolg durch die Hintertüre Nations League das Ticket gelöst werden.

SO REAGIERT DER ÖFB:

"Das sind zwei interessante Gegner. Nordirland hat eine super WM-Qualifikation gespielt, wurde Zweiter hinter Deutschland und ist in den Playoffs nur knapp gegen die Schweiz ausgeschieden. Bosnien hat mit Robert Prosinecki einen neuen Trainer, spielt attraktiven und technisch sehr versierten Fußball. Gegen beide Mannschaften ist die Bilanz nicht so positiv, also gilt es etwas gut zu machen", erklärt Teamchef Franco Foda im "ORF".

Der Deutsche betrachtet die beiden Kontrahenten als unterschiedlich: "Nordirland spielt schnellen, robusten und zweikampfbetonten Fußball, Bosnien legt mehr auf das Spielerische Wert. Es sind zwei gute Gegner, gegen die wir alles abrufen müssen, um zu bestehen."

Generell habe die Nations League laut Foda für den ÖFB einen hohen Stellenwert. Einerseits weil man sich für die EM 2020 qualifizieren kann, andererseits sei es für den Fußball-Bund auch wirtschaftlich ein wichtiger Faktor: "Dementsprechend ernst werden wir es nehmen. Wir wollen immer das Optimum herausholen."

Der 51-Jährige plant, neben den vier Partien gegen Bosnien und Nordirland auch die zwei freien Termine für Freundschaftsspiele im Herbst wahrzunehmen: "Es gibt schon einige Anfragen. Ich gehe davon aus, dass wir zwei sehr attraktive Gegner bekommen werden."

Austragungsort der Heimspiele offen

Wo die beiden Heimspiele gegen Bosnien und Nordirland ausgetragen werden, ist laut ÖFB-Präsident Leo Windtner noch offen. Der ÖFB befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Stadt Wien bezüglich der weiteren Nutzung des Happel-Stadions.

"In der EM-Qualifikation hatten wir seinerzeit einen gewaltigen Heimvorteil im Happel-Stadion, den wollen wir nicht leichtfertig hergeben. Aber im Moment ist es noch offen", so der Oberösterreicher, der zur Gruppe meint:

"Es hätte schlimmer kommen können, wiewohl wir beide Gegner nicht unterschätzen dürfen. Es ist eine ausgeglichene Gruppe, in der alle Drei die Chance haben zu gewinnen. Aber wenn wir unsere Leistung abrufen können, haben wir die Chance, vorne zu sein. Sportlich ist es machbar und wirtschaftlich interessant", betont Windtner, der auf die starken Fan-Gruppen der beiden ÖFB-Gegner verweist.

DAS SIND DIE ÖFB-GEGNER:

Bosnien-Herzegowina:

Bosnien-Herzegowina:

WM 2018: Nicht qualifiziert (3. Gruppe H)

ÖFB-Bilanz gegen Bosnien-Herzegowina: 3 Spiele, 1 Sieg, 2 Unentschieden

2014 war es endlich soweit: Bosnien-Herzegowina qualifizierte sich erstmals für ein Großereignis. Die Männer vom Balkan schafften die erste Qualifikation seit der Unabhängigkeit von Jugoslawien 1992. In Brasilien erreichte man einen Sieg gegen den Iran, schied auf Gruppenplatz drei aus. Die nächsten beiden Qualifikationen verliefen enttäuschend: Sowohl in Frankreich als auch Russland war Bosnien-Herzegowina Zuseher.

Der Kader ist gespickt mit Legionären, auf die schwache heimische Liga muss Trainer Robert Prosinecki im Regelfall nicht zurückgreifen. Die "Drachen" haben, angesichts der schwachen Ergebnisse der letzen Jahre, in der Nations League einiges gutzumachen.

Besondere Spieler: Asmir Begovic (Bournemouth), Sead Kolasinac (Arsenal), Miralem Pjanic (Juventus), Edin Dzeko (Roma)

Trainer: Robert Prosinecki

Prosinecki wurde erst Anfang Jänner mit der Aufgabe betraut, trainierte davor unter anderem Roter Stern Belgrad und die Nationalmannschaft Aserbaidschans. Davor war der ehemalige Top-Star (u.a.: Roter Stern, Real Madrid, Barcelona) Assistent von Slaven Bilic bei der kroatischen Nationalmannschaft.

Nordirland:

Nordirland:

WM 2018: Nicht qualifiziert (Niederlage im Playoff gegen die Schweiz)

ÖFB-Bilanz gegen Nordirland: 9 Spiele, 2 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen

Nordirland ist der einzige pozentielle Gegner Österreichs, der eine positive Länderspiel-Bilanz gegen den ÖFB aufweisen kann.

Bei der EURO 2016 in Frankreich waren die Defensivkünstler aus Nordirland Lieblinge der Zuschauer. Ein Underdog, der sich veritabel schlug, gepaart mit einem eingängigen Song zu einem gewissen Will Grigg. Die Schweiz hatte im WM-Qualifikations-Playoff ihre Liebe Mühe mit den Nordiren, gewann, dank eines strittigen Elfmeters, mit einem Gesamtergebnis von 1:0.

Österreichs letztes Auswärtsspiel in Nordirland war 2004, ein spektakuläres 3:3 im Windsor Park. Ein Spiel, welches der damalige Teamchef Hans Krankl als "irre-regulär" bezeichnete.

Besondere Spieler: Jonny Evans (West Bromwich Albion), Steven Davis (Southampton), Kyle Lafferty (Hearts), Conor Washington (Queens Park Rangers)

Trainer: Michael O’Neill

O’Neill trainiert die Nationalmannschaft Nordirlands bereits seit 2011. Unter der Ägide des ehemaligen Nationalspielers seines Landes ging es für die „Green and White Army“ steil bergauf: O’Neill führte Nordirland auf Platz 24 der FIFA-Weltrangliste und zur EURO 2016, wo erst im Achtelfinale Schluss war.

DIE NATIONS-LEAGUE-GRUPPEN IM ÜBERBLICK:

Liga A:

Gruppe 1: Deutschland, Frankreich, Niederlande
Gruppe 2: Belgien, Schweiz, Island
Gruppe 3: Portugal, Italien, Polen
Gruppe 4: Spanien, England, Kroatien

Liga B:

Gruppe 1: Slowakei, Ukraine, Tschechien
Gruppe 2: Russland, Schweden, Türkei
Gruppe 3: ÖSTERREICH, Bosnien-Herzegowina, Nordirland
Gruppe 4: Wales, Irland, Dänemark

Liga C:

Gruppe 1: Schottland, Albanien, Israel
Gruppe 2: Ungarn, Griechenland, Finnland, Estland
Gruppe 3: Slowenien, Norwegen, Bulgarien, Zypern
Gruppe 4: Rumänien, Serbien, Montenegro, Litauen

Liga D:

Gruppe 1: Georgien, Lettland, Kasachstan, Andorra
Gruppe 2: Weißrussland, Luxemburg, Moldau, San Marino
Gruppe 3: Aserbaidschan, Färöer, Malta, Kosovo
Gruppe 4: Mazedonien, Armenien, Liechtenstein, Gibraltar


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