Klartext von Daniel Bachmann: "Einfach peinlich!"

Klartext von Daniel Bachmann: Foto: © GEPA
 

Nein, von Enttäuschung würde er nach dem 0:1 Österreichs gegen Schottland nicht sprechen, schäumt Daniel Bachmann:

"Es ist einfach Ärger! Es ist einfach lächerlich, einfach peinlich, was da teilweise abgeht!"

Es gibt so Spiele, da ist man als Kicker nach dem Schlusspfiff einfach nur grantig und lässt seinem Ärger auch freien Lauf - es gibt kaum "geeignetere" Spiele für solche Unmutsäußerungen als diese Pleite im Happel-Stadion, die sich an das ebenso bittere 2:5 in Israel reihte.

"Wir haben gegen Schottland ein Mal aufs Tor geschossen", kann es der ÖFB-Goalie nicht fassen, "wir haben 95 Minuten Zeit, Tore zu schießen und haben es bis auf den Eckball nicht ein Mal geschafft, ein bisschen gefährlich zu werden. Die letzten zwei Spiele waren einfach nicht gut genug. Das haben wir alle gesehen."

Aber wie konnte es passieren, dass sich die Gesamtsituation des ÖFB-Teams nach der EURO derart ins Negative entwickelt?

Bachmann: "Samstag war ja schon nicht in Ordnung, aber..."

Auf diese Frage suchen alle im ÖFB-Lager die korrekte Antwort. Auch Bachmann tut sich schwer mit einer Erklärung.

"Das ist schwierig zu analysieren, aber es ist einfach nicht unser Standard, dass wir zwei Spiele so verlieren. Samstag war ja schon nicht in Ordnung, aber dass wir zu Hause gegen Schotten, die nicht wirklich Fußball spielen können, verlieren...", beendet der Watford-Legionär den Satz lieber nicht.

Bachmann will nicht behaupten, dass das ÖFB-Team chancenlos gewesen sei: "Wir haben ja viel vom Ball, aber davon können wir uns nichts kaufen. Das nutzt dir nix, wenn du von 95 Minuten 70 Minuten lang den Ball hast, wenn wir im Endeffekt keine Torchancen haben. Schade, dass wir die Euphorie der EURO nicht mitnehmen konnten. Ich bin sicher nicht der einzige, der sich diesen Lehrgang nach dem Erfolg bei der EM ganz anders vorgestellt hat."

ÖFB-Kader besser als jener von Dänemark

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Im Vergleich zur EURO haben mit Marcel Sabitzer, Xaver Schlager, Stefan Lainer und Sasa Kalajdzic vier Schlüsselspieler gefehlt. Die Qualitätsfrage stellt sich für den Schlussmann dennoch nicht.

"Klar haben Spieler gefehlt, die bei der EM zum Stammpersonal gezählt haben. Nur wenn man sich unseren 25-Mann-Kader anschaut, glaube ich, dass unser Kader besser ist als der von Dänemark, und die haben noch keinen Punkt liegen lassen", kann es Bachmann nicht fassen und führt weiter aus:

"Also an der Qualität des Kaders brauchen wir nicht zweifeln. Wir haben Stammspieler aus der deutschen Bundesliga auf der Bank sitzen. Wir haben es in den letzten beiden Spielen einfach nicht auf den Platz gebracht. Es war einfach nicht gut genug, das wissen wir. Als Spieler merkst du, wenn es nicht läuft und einfach nix funktioniert - das ist nicht schön als Fußballer."

Deutliche Worte gegen den Schiedsrichter

"Der Schiedsrichter hat selbst nicht gewusst, welcher Spieler in welche Richtung spielt, so wie er gepfiffen hat."

Daniel Bachmann

Angefressen ist Bachmann übrigens auch auf den Referee. "Ich hoffe, dass der Schiedsrichter auch einmal die gleichen Konsequenzen bekommt wie ein Spieler bei so einer Leistung. Wie so ein Schiedsrichter auf der internationalen Bühne pfeifen darf, ist ja die nächste Frage, auch wenn es keine Ausrede sein darf, weil wir es nicht verdient haben zu gewinnen. Trotzdem gehört es mal gesagt."

Grund für den Ärger sind unter anderem die beiden Elfmeter-Situationen - jener, der für Schottland gegeben wurde und zum Goldtor führte, und jener, der nach Attacke gegen Christoph Baumgartner nicht gegeben wurde.

"Der Schiedsrichter hat selbst nicht gewusst, welcher Spieler in welche Richtung spielt, so wie er gepfiffen hat. Wenn die Elfer-Situation 15 Meter weiter vorne passiert, gibt's nicht einmal ein Foul, weil einfach beide am Leiberl zupfen, so wie es ganz einfach normal ist, sonst brauchen wir gar nicht mehr Fußball spielen", schimpft Bachmann, stellt jedoch umgehend klar:

"Aber das ist wurscht! Klar, man kann die Leistung des Schiedsrichters schon erwähnen, aber wir müssen auf uns selber schauen, und wir haben in 95 Minuten gegen Schottland ein Mal aufs Tor geschossen und das genau auf den Tormann. Das ist einfach nicht gut genug."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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