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Janko zu portugiesischem Verband: "Seid ihr alle wahnsinnig?"

Marc Janko und Andreas Herzog lassen in ihrer neuesten Podcastfolge die Länderspielpause Revue passieren. Dabei kommt der portugiesische Verband schlecht weg.

Janko zu portugiesischem Verband: "Seid ihr alle wahnsinnig?" Foto: © GEPA

In der neuesten Folge des Podcast "Herzerl mit Janko" kritisieren die beiden den portugiesischen Verband scharf und nehmen Cristiano Ronaldo in Schutz für seine Tätigkeiten im Weltfußball. Für das ÖFB-Team gibt es Lob und Tadel.

Mit den Entscheidungen von Jorge Jesus und besonders der Kommunikation des portugiesischen Nationaltrainers hat Herzog seine Probleme. Die Ankündigung, Cristiano Ronaldo 30 Minuten spielen zu lassen und aus taktischen Gründen doch nicht einzuwechseln, bezeichnet er als "absolutes No-Go".

"So einen Blödsinn habe ich überhaupt noch nie gehört"

Die Kommunikation mit einem Superstar sei extrem wichtig und Ronaldo müsse laut Herzog über andere gestellt werden: "Alle sagen, jeder Spieler ist gleich - so einen Blödsinn habe ich überhaupt noch nie gehört."

"Du wirst jetzt nicht als Trainer hingehen und einem Star sagen: Ich behandle dich genauso wie den jungen 26. Mann im Kader. Das kannst du nicht, das ist absoluter Blödsinn. Wer so etwas behauptet, war noch nie irgendwo länger im Fußballgeschäft drinnen", so Herzog weiter.

Lieber der dritte Goalie als Leao

Auch Marc Janko kritisiert den portugiesischen Verband scharf und empfindet deren Verhalten "verstörend": "Die Marke CR7 kennt jeder und dann spielt im nächsten Spiel Leao mit dem Siebener. Die geben das Trikot einfach weiter, als wenn es irgendein Fetzen wäre, der nichts zu bedeuten hat, der keine symbolische Kraft hat für Portugal. Da habe ich mir gedacht: Seid ihr alle wahnsinnig?"

Dass laut UEFA-Regularien die ersten 23 Trikotnummern auch für die 23 Akteure im Spieltagskader vergeben werden müssen, wissen die beiden zwar.

Janko hat dennoch kein Verständnis für Portugals Entscheidung: "UEFA hin, UEFA her, dann geb ich halt dem dritten Torhüter die Nummer sieben, der am Bankl sitzt und nicht in Erscheinung tritt. So etwas geht einfach nicht, das hat einen ganz schlechten Beigeschmack gehabt. Da wollten sie ihm wahrscheinlich nochmal eine auswischen, um zu sagen, es geht auch ohne dich."

Der Rasen von Pristina bleibt Thema

Eines der großen Themen des Auswärtsspiels im Kosovo war die Platzqualität in Pristina. Schon vor dem Match wurden von Ralf Rangnick Bedenken geäußert und der Rasen kritisiert. Xaver Schlager platzt nach dem Match der Kragen und zeigt sich fassungslos über die Verhältnisse.

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Für Andi Herzog ist diese Thematik überzogen und sollte nicht als Ausrede gelten: "Wenn du während des Spiels auch immer hörst, der Platz ist schlecht, das kannst du irgendwann nicht mehr hören. Und es hat schon den einen oder anderen kosovarischen Spieler gegeben, der trotz schlechtem Platz fantastisch gedribbelt hat."

"Werden die Gruppe gewinnen"

Dennoch resümieren Marc Janko und Andi Herzog den ÖFB-Lehrgang positiv. Dass Österreich seine Nations-League-Gruppe gewinnen wird, ist für beide sehr wahrscheinlich, beziehungsweise wird als fixe Tatsache erwartet.

"Wir sind Tabellenführer, wir werden die Gruppe auch gewinnen, was anderes war im Endeffekt nicht zu erwarten. Dass in jedem Spiel auch schwierige Phasen auf uns zukommen, weil die Iren, Kosovaren und auch die Israelis teilweise gut kicken können, war eh zu erwarten", sagt Herzog, der anschließend von einem Heimsieg gegen Irland und dem damit verbundenen Gruppensieg ausgeht.

"Mit der Energie, mit der Leidenschaft, mit der Laufbereitschaft, damit fahren wir sehr gut. Damit können wir gegen solche Gegner, die wir jetzt gehabt haben, die Spiele in unsere Richtung lenken und siegen oder ausgleichen. Dadurch werden wir die Gruppe gewinnen."

"Kalajdzic das Um und Auf"

Spielerisch sehen die beiden dennoch Verbesserungsbedarf. Das hätten die Spiele bei der Weltmeisterschaft gegen Spanien und Argentinien gezeigt. Man sollte unter anderem deswegen in der Zukunft mehr auf Sasa Kalajdzic im Sturm setzen.

"Kalajdzic wird das Um und Auf. Man hat es in jedem einzelnen Spiel gesehen - mit seiner Größe, mit seinen langen Beinen, mit seiner Torgefahr, mit seiner Kombinationssicherheit. Da können wir nur die Daumen drücken, dass er wieder von Monat zu Monat besser wird. Dann ist er der Unterschiedsspieler, den jede Mannschaft braucht und jede gute Mannschaft auch hat", wird der LASK-Stürmer von Herzog gelobt.

Im Zuge dessen kritisiert der ehemalige Kopfballspezialist Janko die Flankenqualität der Nationalelf: "Wenn wir vorne mit Gregoritsch und Kalajdzic spielen, müssen die Flanken besser werden. Es kann nicht sein, dass wir so wenige Flanken hineinschlagen und dann auch noch so ungenau."

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