Foda: "Arnautovic könnte bei Manchester spielen"

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Jose Mourinho besucht den 1:0-Sieg des ÖFB-Teams gegen Russland und das nur wenige Tage, nachdem das Gerücht aufgetaucht ist, dass Manchester United Interesse an Marko Arnautovic bekundet.

Zufälle gibt's.

Der Star-Coach nennt zwar Urlaub als offiziellen Grund für seinen Besuch am Tivoli, dass selbiger die Transfer-Spekulationen nur noch weiter anheizt, liegt jedoch auf der Hand.

Arnautovic selbst äußerte sich eher defensiv über die Anwesenheit seines Ex-Trainers, der ihn einst bei Inter Mailand betreute:

"Es ist natürlich eine Ehre, dass er uns in einem Freundschaftsspiel zuschaut, aber ich weiß nicht, ob es wegen mir ist. Ich habe nicht mit ihm gesprochen. Aber auch wenn ich es gewusst hätte: Ich probiere mich auf meine Mannschaft zu konzentrieren, meine Mannschaft voranzutreiben und ein Spiel zu gewinnen."

Die Highlights des ÖFB-Erfolgs gegen Russland:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Foda traut Arnautovic Manchester United zu

Wesentlich offensiver kommentierte da schon Franco Foda den Besuch des Portugiesen. Der ÖFB-Teamchef traut seinem Schützling den Sprung zu einem Top-Verein wie Manchester United auf jeden Fall zu:

"Es wäre für mich keine große Überraschung, wenn Mourinho wegen Marko hier gewesen wäre. Er hat die Qualitäten, um in so einer Mannschaft zu spielen."

Franco Foda

"Warum Mourinho hier war, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nicht, ob er sich Marko angeschaut hat, oder andere Spieler von Russland oder Österreich. Fakt ist jedoch, das Marko in jeder Top-Mannschaft spielen kann. Er könnte ohne weiteres bei Manchester United spielen, weil er einfach große Qualitäten hat."

"Das hat er nicht nur bei West Ham United gezeigt, sondern auch hier im Nationalteam. Wenn man gegen Russland gesehen hat, wie er vorne die Bälle hält und mit welchem Tempo er Zug zum Tor entwickelt, ist das gut. Insofern wäre es für mich keine große Überraschung, wenn Mourinho wegen Marko hier gewesen wäre. Er hat die Qualitäten, um in so einer Mannschaft zu spielen", so Foda weiter.

57 Millionen Euro Ablöse? "Ob es die Wahrheit ist, weiß man nicht"

Vor dem Match gegen Russland wurde bekannt, dass West Ham 57 Millionen Euro für Arnautovic verlangen soll. "So eine Summe hört man, aber ob es die Wahrheit ist, weiß man nicht", kommentiert der Wiener.

Wie es ihm gehe, wenn er solch eine potenzielle Ablöse für seine Person hört? "Es ist mir gestern genauso gegangen, wie es mir heute geht. Gott sei Dank. Ich habe eine gesunde Familie, gesunde Kinder, deswegen hat sich nichts geändert. Ich konzentriere mich jetzt voll auf die letzten zwei Spiele im Nationalteam, die will ich auch noch gut absolvieren, dann geht es in den Urlaub, den ich mir verdient habe."

Verdient hat sich Arnautovic auch ein Lob für seine Leistung gegen Russland. Diesmal kam er wieder an vorderster Front zum Einsatz - eine Rolle, der auch bei West Ham ausfüllt.

Arnautovic: "Ich war noch nie ein Einzelspieler"

"Überall kannst mich einsetzen! Stell' mich hin als Verteidiger - spiel' ich dir auch, wennst willst", scherzt der 29-Jährige, der betont, dass er einfach nur dort spielen würde, wo der Trainer ihn positioniert:

"Und der Trainer will, dass ich Stürmer spiele. Er hat mir gesagt, dass es auch Spiele gibt, wo es sein kann, dass er mich links hinstellt. Mach ich auch! Ich bin ein Spieler, der das macht, was der Trainer sagt. Am Platz versuche ich natürlich, meine eigenen Ideen einzubringen, aber wenn der Trainer Vorgaben gibt und sagt: 'Spiel links', spiele ich links. Wenn er sagt, ich soll vorne spielen, spiele ich vorne. Wer mich kennt, weiß, dass ich probiere, alles für die Manschaft zu tun. Ich bin kein Einzelspieler, das war ich noch nie, auch wenn ihr das geglaubt habt! Ich probiere immer, meine Mitspieler in Position zu bringen, wenn sie besser stehen. Ich glaube, in diesem Spiel hätte ich drei Mal aufs Tor schießen können, habe aber abgespielt. So ein Spieler bin ich geworden. Ich bin einfach glücklich, wenn wir ein Spiel gewinnen - uninteressant, ob ich ein Tor mache oder auflege."

Note 1 für Zulj von Fußball-Kenner Arnautovic

Gegen Russland hat Arnautovic den 1:0-Siegtreffer mustergültig vorbereitet. Mit der Leistung gegen die "Sbornaja" war er hochzufrieden: " Natürlich könnten wir unsere Chancen besser nutzen, aber im Großen und Ganzen haben wir das Spiel dominiert. Es gab kein einziges Anzeichen, dass Russland uns irgendwie weh tun könnte."

"Wenn ich morgen in die Medien schaue, dann will ich die Note 1 für Peter Zulj sehen. Das sage ich euch, weil ich ein Fußball-Kenner bin."

Durch die gute Leistung von Startelf-Debütant Peter Zulj wurde der ÖFB-interne Konkurrenzkampf weiter verschärft. Vom nunmehr 70-fachen A-Teamspieler erntete der Sturm-Kicker eine wahre Lobeshymne:

"Wenn ich morgen in die Medien schaue, dann will ich die Note 1 für Peter Zulj sehen. Das sage ich euch, weil ich ein Fußball-Kenner bin. Großes Lob an Peter Zulj, er hat ein überragendes Spiel gemacht. Es ist nicht so einfach in so ein Spiel zu kommen, gegen Russland zu spielen und so aufzutreten. Chapeau!"

Arnautovic fordert Lob für Mannschaft

Wobei Arnautovic generell die Disziplin, mit welcher die Mannschaft die Vorgaben von Foda umgesetzt habe, hervorstreicht: "Und zwar von vorne bis hinten. Man sieht, dass der Trainer probiert hat, sich ein paar andere Spieler anzugucken. Es ist ein großer Konkurrenzkampf in der Mannschaft, und so soll es weitergehen. Wenn es geht, sollen noch mehr Spieler kommen für noch mehr Konkurrenzkampf, das macht uns nur besser."

Alles in allem lässt Arnautovic nach diesem Sieg kein Haar in der Suppe zu: "Russland ist eine überragende Mannschaft. Wir haben jetzt vier Siege aus vier Spielen. Da kann man uns schon ein großes Lob aussprechen."

Nachsatz: "Wenn ihr das nicht schreibt, dann rede ich nicht mehr mit euch!" Arnautovic wird somit wohl weiterhin mit Medien reden müssen.

Die besten Bilder vom ÖFB-Sieg gegen Russland:

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