Fix! ÖFB-Team tritt in Schottland an

Fix! ÖFB-Team tritt in Schottland an Foto: © GEPA
 

Die Würfel sind gefallen: Das ÖFB-Team wird das WM-Qualifikationsspiel am 25. März 2021 planmäßig in Schottland bestreiten und keine Alternativen anstreben.

Das gibt der Österreichische Fußball-Bund am Montag bekannt. "Die ÖFB-Spitze hat nach sorgfältiger Abwägung aller Faktoren beschlossen, planmäßig zum Auswärtsspiel im Rahmen der WM-Qualifikation am 25. März nach Schottland zu reisen und von der Beantragung eines Alternativszenarios Abstand zu nehmen. Zu diesem gemeinsamen Entschluss sind Präsident Leo Windtner, Teamchef Franco Foda, Generalsekretär Thomas Hollerer, Geschäftsführer Bernhard Neuhold und Sportdirektor Peter Schöttel nach internen Beratungen gekommen."

Zuletzt war unter anderem die Beantragung eines Platztauschs im Raum gestanden, da Teamchef Foda Stand jetzt aufgrund der geltenden Quarantänebestimmungen auf sämtliche Spieler von deutschen Klubs verzichten muss. Die Vereine sind durch eine Regelung seitens der FIFA von der Abstellpflicht entbunden, sollte ein Spieler nach der Rückkehr vom Nationalteam-Lehrgang aufgrund der COVID-Bestimmungen fünf Tage oder länger in Quarantäne müssen. Das ist in Deutschland nach einem Aufenthalt in Großbritannien derzeit der Fall. Noch gibt man die Hoffnung aber nicht ganz auf.

Mögliche Alternativen keine Option

Ein Antrag auf Platztausch hätte von der FIFA genehmigt werden müssen, zudem hätte diese Variante eine Ausnahmegenehmigung für die Delegation aus Schottland zur Landung auf österreichischem Gebiet zur Voraussetzung gehabt. Derzeit gilt ein Landeverbot für Flüge aus Großbritannien. In diesem Szenario hätte die ÖFB-Elf im September innerhalb weniger Tage drei Auswärtsspiele in Moldawien, Israel und Schottland bestreiten müssen, was mit erheblichen Reisestrapazen verbunden gewesen wäre. Darüber hinaus besteht die berechtigte Hoffnung, im September im wichtigen Rückspiel gegen Schottland wieder auf die Unterstützung des Heimpublikums im Stadion setzen zu können.

Keine Option wäre gemäß den Auskünften der internationalen Verbände FIFA und UEFA eine Variante gewesen, wonach das für 25.03.2021 terminisierte Spiel – unter Wahrung des Heimvorteils für Schottland – auf einen neutralen Spielort verlegt werden könnte. Der schottische Verband hat im Dialog mit dem ÖFB zwar Verständnis für die Situation geäußert, jedoch trotz der erläuterten Abstellprobleme auf Glasgow als Spielort bestanden.

ÖFB kämpft weiter um Deutschland-Legionäre

"Wir mussten uns für eine von zwei nicht zufriedenstellenden Optionen entscheiden. Das haben wir nach Abwägung aller Parameter getan. Wir haben mit allen beteiligten Stellen einen engen und konstruktiven Dialog geführt, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken", so Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH.

"Es gab in dieser Situation keine zufriedenstellende Option. Wir haben unsere Entscheidung mit Blick auf die gesamte Qualifikations-Kampagne getroffen. Bei einem Tausch des Heimrechts hätten wir im September drei logistisch herausfordernde und strapaziöse Auswärtsspiele innerhalb eines Lehrgangs in Moldau, Israel und eben Schottland bestreiten müssen. Zudem hoffen wir im Herbst wieder auf einen echten Heimvorteil mit unseren Fans im Rücken. Für uns ist wichtig, dass die Entscheidung getroffen ist. Jetzt gilt es den Fokus auf die Dinge zu legen, die wir beeinflussen können", sagt Teamchef Foda.

Der ÖFB kämpft jedoch weiterhin darum, alle Spieler an Bord zu haben, auch wenn dies aktuell unrealistisch erscheint. "Abschließend sei festgehalten, dass der ÖFB unverändert alles versuchen wird, im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten eine Abstellung für die in der deutschen Bundesliga unter Vertrag stehenden Spieler zu erwirken. In diesem Zusammenhang wurde heute ein Brief an alle deutschen Vereine übermittelt, der zum einen die strengen Präventions- und Hygienemaßnahmen im Rahmen des Lehrgangs unterstreicht und zum anderen nochmals das Ersuchen an die Klubs transportiert, im Doppelpass mit den lokalen Gesundheitsbehörden Ausnahmegenehmigungen für die Legionäre zu erwirken", heißt es in der Presseaussendung.

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