Foda: "Wir stehen hinter Marko Arnautovic"

Foda: Foto: © GEPA
 

Einen Tag vor dem Showdown der EURO-Gruppe C Niederlande gegen Österreich (Donnerstag, 21 Uhr im LIVE-Ticker) wurde die Planung von ÖFB-Teamchef Franco Foda in einem wesentlichen Punkt über den Haufen geworfen.

Marko Arnautovic wird in Amsterdam gesperrt fehlen. Dabei dachte Foda laut über ein Comeback des Stürmers in der Startelf nach.

"Es war schon die Überlegung, dass er morgen von Beginn an spielen sollte. Jetzt muss man sich halt neu Gedanken machen. Das werden wir tun und trotz allem eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen", erklärt der Deutsche und betont:

"Es war klarerweise eine Hiobsbotschaft für uns alle. Marko wird uns sportlich fehlen, keine Frage. Wir müssen das als Mannschaft kompensieren, noch enger zusammenrücken."

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Zweigleisige Planung

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Wobei es nicht so ist, dass Foda nicht seit spätestens Dienstag zweigleisig planen musste.

"Seit gestern am späten Nachmittag haben wir uns klarerweise mit dem Gedanken beschäftigt, dass er gesperrt werden könnte. Das ist ja leider Gottes dann auch eingetreten", bedauert der 55-Jährige.

Als Teamchef ist es naturgemäß in Fodas Interesse nicht allzu lange über das Thema zu diskutieren und den Fokus auf das Spiel zu richten.

Aber nicht nur bei der heimischen, sondern auch der internationalen Presse polarisiert dieses Thema logischerweise. Immer wieder wird bei der Abschluss-Pressekonferenz die Meinung des ÖFB-Cheftrainers zu dieser Causa abgefragt.

Foda: "Als Freunde auseinander gegangen"

Im ÖFB-Lager ärgert man sich durchaus über den Umstand, dass die nordmazedonischen Spieler für ihre Provokationen ohne Strafe davon gekommen sind.

Auch Foda weist auf selbige hin: "Marko wurde von dem einen oder anderen Spieler der nordmazedonischen Mannschaft provoziert. Aus der Emotionalität heraus hat er leider etwas überreagiert. Er ist jedoch zu seinem Fehler gestanden und hat sich direkt nach dem Spiel bei dem Spieler entschuldigt. Beide sind dann auch laut Aussage des Spielers Alioski als Freunde auseinander gegangen."

Wichtig sei, dass sich Arnautovic auch öffentlich entschuldigt habe. "Jetzt müssen wir einfach mit diesem Urteil der UEFA leben", so Foda.

"Wir stehen hinter Marko"

Das Fehlverhalten selbst wird innerhalb des ÖFB-Teams keine weiteren Konsequenzen haben.

"Marko ist auch nur ein Mensch. Menschen machen Fehler - Sie genauso wie ich auch. Das muss man respektieren", sagt der Teamchef und stellt unmissverständlich klar:

"Wir stehen trotzdem hinter diesem Spieler. Er hat schon extrem viel für das österreichische Nationalteam geleistet. Er wird im Spiel gegen die Ukraine dann auch wieder zurückkehren."


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