In den angesprochenen 15 Minuten drehte der GAK nach einer taktischen Änderung von Trainer Gernot Plassnegger auf, die WSG wankte und kassierte zwei Gegentreffer. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Die Wattener retteten sich in die Pause und entschieden in der Schlussphase der zweiten Hälfte das Cup-Duell für sich.
"Wir haben diesen Sieg, dieses Erfolgserlebnis jetzt gebraucht, vor allem nachdem wir am Sonntag ordentlich Hiebe von Sturm Graz bekommen haben. Das kann uns für die Zukunft positiv stimmen - tolles Spiel, dann extreme Rückschläge, aber schlussendlich wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt", zieht Silberberger Positives aus dem mühevollen Cup-Sieg.
Alexander Ranacher, der Torschütze zum vorentscheidenden 3:2, pflichtet seinem Chef bei: "Vor drei Tagen haben wir eine bittere Pleite gegen Sturm Graz erlebt, wir wussten aber, dass wir heute vieles wieder in die richtige Richtung bringen können. Es war kein schönes Spiel, aber wir wollten unbedingt gewinnen."
Perchtold versprach seinem Sohn ein (Traum)-Tor
Unbedingt gewinnen wollte auch der GAK, der seinerseits nun seit der Länderspielpause auf ein Erfolgserlebnis wartet. Dass dieses ausblieb, ist vor allem miserablen ersten 30 Spielminuten geschuldet, in denen sowohl vorne als auch hinten wenig gelang.
"Es ist schade, dass wir verloren haben. In der ersten Halbzeit waren wir anfangs überhaupt nicht im Spiel, haben schlecht verteidigt. Wir haben die WSG spielen lassen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen", erklärt Kapitän Marco Perchtold, der mit einem Traumtreffer den 2:2-Ausgleich erzielte.
Dazu befragt meint der 33-Jährige: "Es war ein wirklich schönes Tor! Ich habe meinem Sohn beim Schlafengehen noch versprochen, dass ich ihm heute ein Tor schießen werde. Das mach ich ehrlicherweise öfters, aber heute hat es auch einmal funktioniert."
Danach sei man giftig, emotional gewesen, "die WSG wurde unsicher. In der zweiten Halbzeit waren wir dann nicht mehr so zwingend, haben die Halbchancen, die wir hatten, nicht gut fertig gespielt. Der letzte Pass hat nicht funktioniert, wir waren zu ungenau. Nach dem 2:3 haben wir alles nach vorne geworfen, das 2:4 war der Schlusspunkt", fasst Perchtold zusammen.