Salzburg-Trainer Jaissle: "Von Anfang an gierig"

Salzburg-Trainer Jaissle: Foto: © GEPA
 

49 der letzten 50 ÖFB-Cup-Partien gewonnen, der zwölfte Pflichtspiel-Sieg in 13 Saisonspielen - der FC Red Bull Salzburg bleibt weiter das Maß der Dinge im österreichischen Fußball.

Während sich Bundesliga-Klubs wie Austria Klagenfurt, die WSG Tirol oder die Wiener Austria gegen Zweit- und Regionalliga-Klubs abmühten oder sogar scheiterten, gab sich die Mannschaft von Trainer Matthias Jaissle in der zweiten Runde des ÖFB-Cups gegen den SC Kalsdorf keine Blöße und brannte ein 8:0-Schützenfest ab (Spielbericht >>>).

Der Deutsche rotierte angesichts eines Monsterprogrammes mit vier Spielen in den kommenden zwölf Tagen durch, bot im Vergleich zum Bundesliga-Sieg über den SK Rapid acht frische Kräfte auf.

Das Werkl rannte dennoch unermüdlich, schon nach zehn Spielminuten durfte Eigengewächs Nicolas Seiwald über seinen ersten Pflichtspiel-Treffer im Salzburg-Dress jubeln. Der Kuchler ist nach dem Spiel überglücklich: "Mein erstes Pflichtspieltor fühlt sich natürlich super an." Nachsatz: "Ich hoffe auf mehr Tore!"

Seiwald: "Solche Spiele muss man gewinnen"

"Solche Spiele muss man gewinnen – das haben wir geschafft. Wir haben dem Gegner nach unserem schnellen Tor unser Spiel aufgedrückt und verdient gewonnen", erklärt der 20-Jährige nach dem klaren 8:0-Erfolg.

Sein Coach sah nach dem Führungstreffer defensiv gut stehende Kalsdorfer, die sich nach drei Salzburg-Treffern in der Schlussphase der ersten Hälfte jedoch aufgaben.

"Die Mannschaft hat ganz genau das umgesetzt was wir uns vorgenommen haben. Die Jungs waren von Anfang an gierig, um das anzunehmen und das Spiel zu gewinnen", zeigt sich der 33-jährige Jaissle zufrieden. Besonders gierig waren Benjamin Sesko, Nicolas Capaldo und Noah Okafor.

Nach einem Elfmeter-Foul in der 37. Spielminute an Rasmus Kristensen schnappte sich Okafor den Ball, bekam aber prompt Gesellschaft seiner Teamkollegen, die den Strafstoß ebenfalls schießen wollten. Nach einem Gerangel um das Leder schritt Kapitän Kristensen dazwischen, griff sich die Kugel und verwandelte sicher.

Das Trio musste sich in Folge vom Dänen einiges anhören lassen, trug sich allerdings selbst in die Schützenliste ein - Okafor gleich doppelt.

Bangen um Piatkowski - nächstes Juwel steht parat

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Ein Wermutstropfen bleibt nach der Partie trotzdem. Kamil Piatkowski blieb nach 58 Spielminuten am Rasen liegen, humpelte mit Verdacht auf eine Knöchelverletzung vom Feld. Damit gehen Jaissle langsam die Innenverteidiger aus, erst am Sonntag zog sich Oumar Solet eine schwere Knieverletzung zu (Alle Infos >>>).

Zudem steht auch hinter Maximilian Wöber ein Fragezeichen, der Linksfuß fiel zuletzt krank aus. Mit Bryan Okoh hat der deutsche Coach aber schon das nächste Defensiv-Juwel in der Hinterhand - das mit seinem wuchtigen Kopfball-Treffer zum zwischenzeitlichen 7:0 bereits in Erscheinung trat.

Jaissle ist vom Schweizer beeindruckt: "Okoh wäre absolut eine Alternative. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten." Ob der 18-Jährige diese bereits am Wochenende im Duell mit dem Wolfsberger AC (Samstag, 17:00 Uhr im LIVE-Ticker) unter Beweis stellen muss, wird sich zeigen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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