Salzburg: "Zu Null spielen ein großes Thema"

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Bereits vier Spiele hat der FC Red Bull Salzburg im Kalenderjahr 2021 absolviert - und der erste Gegentreffer der "Bullen" lässt weiter auf sich warten.

Die Mozartstädter hatten im Herbst mit der eigenen Defensiv-Schwäche zu kämpfen und konnten nur vier Mal innerhalb von 23 Pflichtspielen die Null halten. In der Wintervorbereitung wurde dementsprechend der Fokus auf die Abwehrleistung gelegt und die gesamte Mannschaft von Jesse Marsch diesbezüglich in die Pflicht genommen.

"Zu Null spielen ist momentan ein großes Thema bei uns. Wir haben es jetzt vier Spiele in Folge geschafft. Die Mentalität, zu laufen, zu kämpfen und unser Tor zu schützen, ist innerhalb unserer Gruppe jetzt sehr groß", freut sich der "Bullen"-Coach nach dem Halbfinal-Aufstieg im ÖFB-Cup seiner "Bulllen" gegen die Wiener Austria (Spielbericht>>>), dass seine Maßnahmen Früchte getragen haben.

Marsch: "Können immer ein Tor schießen"

Mit der neu gefundenen Defensivstärke haben die "Bullen" nicht nur national, sondern auch in der Europa League bessere Karten in der Hand, einen Lauf hinzulegen. In der Champions-League-Kampagne im Herbst wurde den Mozartstädtern vor allem die zu hohe Anzahl an Gegentoren zum Verhängnis. Offensiv konnte man Salzburg in den letzten Jahren ohnehin nur wenig vorwefen.

Das sieht auch Marsch so, der festhält: "Ich habe immer gesagt, dass wir viel Qualität und Potenzial vorne haben. Wenn wir es schaffen, zu Null zu spielen, können wir auch immer ein Tor schießen."

Der US-Amerikaner betonte zum Auftakt in die Frühjahrs-Vorbereitung, dass er nicht nur von Torwart Cican Stankovic und der Viererkette eine defensive Steigerung erwartet, sondern von der ganzen Mannschaft, also auch den Stürmern, die im Pressing der Mozartstädter bekanntlich eine gewichtige Rolle spielen.

Adeyemi: "Stürmer sind die ersten Verteidiger"

Diese Forderung dürfte angekommen sein. Karim Adeyemi, der Salzburg mit seinem Treffer zum 2:0 endgültig ins Cup-Halbfinale schoss, erklärt: "Der Stürmer ist der erste, der verteidigt. Wir als Stürmer üben an unserem Anlaufen, an unserem Pressing, an unserer Aggressivität. Vom Trainer gibt's da viel mit, dass wir als Stürmer nicht nur vorne stehen bleiben, sondern auch mit nach hinten arbeiten müssen und das auch ein wichtiger Job für uns ist. Als Mannschaft machen wir es gerade sehr gut."

Die eingekehrte Stabilität in der Defensive hat tatsächlich Einfluss auf die Spielweise der "Bullen". Von spektakulärem Hurra-Fußball, der im Herbst teilweise gezeigt wurde, war Salzburg im Frühjahr noch weit entfernt. Die Mozartstädter legten alle bisherigen Spiele in diesem Kalenderjahr mit einer großen Portion Seriosität an, immer wieder wurden Phasen eingeworfen, in denen sich die Bullen spielerisch zurückhielten und nicht mit vollem Karacho auf das zweite, dritte oder vierte Tor gestürmt wurde.

Marsch kann auch mit 1:0-Siegen leben

So auch beim Cup-Sieg über die Wiener Austria. Salzburg hatte gegen die "Veilchen" über 90 Minuten zwar weitestgehend alles unter Kontrolle, bis zum 2:0 durch Adeyemi in der 89. Minute war die Partie allerdings offen. Ein Umstand, der Marsch dennoch stört: "Ich glaube beim Stand von 1:0 in der 70. Minute können wir ein bisschen schlauer und sauberer mit dem Ball agieren und ein paar taktische Dinge im defensiven Umschalten oder der Restverteidigung machen."

Der US-Amerikaner relativiert allerdings: "Es war nicht total schlecht. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass wir genau das richtige Gefühl für das Spiel haben. Es ist immer einfacher, wenn wir das 2:0 oder das 3:0 erzielen, aber auch ein 1:0 ist noch ein Sieg."

Mit dieser Mentalität könnte Salzburgs Torsperre noch etwas länger anhalten. Marschs längste Serie ohne Gegentreffer als Salzburg-Coach ist übrigens fünf Spiele lang. Bereits am Mittwoch, wenn wieder die Austria, diesmal im Bundesliga-Spiel, nach Salzburg kommt, könnte dieser Rekord eingestellt werden.

Textquelle: © LAOLA1.at

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