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Rieder Unverständnis über Halbfinal-Absage

Nebel im Innviertel verhinderte ein Oberösterreich-Derby. Vom LASK gibt es für die Entscheidung von Schiedsrichter Gishamer Verständnis, von Ried weniger.

Rieder Unverständnis über Halbfinal-Absage Foto: © GEPA

Das zweite Halbfinale im UNIQA ÖFB-Cup konnte nicht plangemäß durchgeführt werden.

Dichter Nebel sorgte für eine stark eingeschränkte Sicht und schließlich für eine Absage in der Rieder BWT Oberösterreichische Arena, in der am Mittwochabend eigentlich ein brisantes Oberösterreich-Derby zwischen der SV Ried und dem LASK stattfinden hätte sollen.

"Die Bedingungen waren einfach nicht fair. Es geht um den Einzug in ein Cup-Finale, es ist ein extrem wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Unter den Bedingungen, die wir vorgefunden haben, wäre eine Durchführung in Rücksprache mit dem ÖFB und den Übertragungsmedien nicht möglich gewesen", führt Schiedsrichter Sebastian Gishamer gegenüber LAOLA1 aus.

Kein Harakiri

Der Salzburger Offizielle zählt als Gründe für die Absage auf, dass seine Assistenten die gegenüberliegende Seitenlinie nicht erkennen konnten und vor allem für die Torleute beider Mannschaften die Sicht extrem eingeschränkt gewesen sei.

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Nebelschwaden über der BWT Oberösterreichische Arena
Foto: ©GEPA

Außerdem wäre es nicht möglich gewesen, kalibrierte Abseitslinien zu ziehen, "was grundsätzlich kein Problem wäre, wir hätten das Spiel auch ohne VAR gespielt. Aber wir reden von einem Cup-Halbfinale, es geht für die Mannschaften um zu viel, um etwas zu riskieren und auf Harakiri zu machen", so Gishamer.

Verständnis für die Absage gibt es von Seiten des LASK. "Wir sind klar der Meinung, dass die Bedingungen dem Rahmen eines so wichtigen Spiels nicht entsprechen. Letztendlich hat der Schiedsrichter eine Entscheidung getroffen - ich denke, auch im Sinne des Fußballs", erklärt der Linzer Sportdirektor, Dino Buric.

"Verstehe nicht ganz, dass man da nicht zuwartet"

Wolfgang Fiala, Geschäftsführer Sport der SV Ried, antwortet im Interview gegen 20:30 Uhr, also zum eigentlich geplanten Zeitpunkt des Anpfiffs, auf die Frage, ob er die Absage nachvollziehen könne, hingegen:

"Wenn ich jetzt gerade rausschaue: Nein, ganz ehrlich. Ich verstehe nicht ganz, dass man da nicht zuwartet. Aber es ist natürlich die Entscheidung des Schiedsrichters, die ist zu akzeptieren. Wir hätten gerne gespielt."

"Wie es in einem Derby oft ist, sagt die eine Mannschaft A und die andere B", meint Gishamer dazu. Die Bedingungen seien wechselhaft, eine langfristige Verbesserung nicht abzusehen gewesen. "Wir haben es am Ende so lange wie möglich versucht durchzudrücken, aber am Ende muss die Vernunft siegen."

Nachholtermin? "Sicher nicht morgen"

Einen Nachholtermin gibt es noch nicht. Auch hierzu gibt es konträre Meinungen zwischen den beiden Vereinen.

"Wir können morgen sofort spielen. Donnerstag-Sonntag ist ein normaler Termin im internationalen Rahmenkalender", meint Buric.

Für den Verantwortlichen der Rieder, die am Sonntag noch um den Einzug in die Meistergruppe der ADMIRAL Bundesliga spielen, kommt der Donnerstag hingegen nicht in Frage.

"Sicher nicht morgen", sagt Fiala auf die Frage nach dem Nachholtermin.

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