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Ried hadert mit Cup-Aus: "30 Sekunden war das Spiel zu lang"

Die Innviertler standen kurz vor dem Überraschungserfolg im Derby beim LASK. Statt eines "verdienten" Sieges gab es eine enttäuschende Niederlage.

Ried hadert mit Cup-Aus: "30 Sekunden war das Spiel zu lang" Foto: © GEPA

Der SV Ried fehlte nicht viel zur Cup-Überraschung in Linz.

Bis zur dritten Minute der Nachspielzeit führten die "Wikinger" 3:2 im Derby gegen den LASK. Xavier Mbuyambas Weitschuss sorgte dann doch für die Verlängerung, nach der die Rieder letztendlich mit 4:5 ihre Segel im UNIQA ÖFB-Cup streichen mussten.

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"Also ein Cupspiel, das 4:5 ausgeht, habe ich in meiner Karriere auch noch nicht erlebt", meint selbst Routinier Stefan Schwab.

"... dann tut es extrem weh"

Dementsprechend sah auch die Gefühlswelt bei den Innviertlern nach der Partie aus, wie Philip Pomer ausführt: "Es ist sehr enttäuschend, fühlt sich an wie letzte Woche gegen Sturm."

"Wir sind jetzt niedergeschlagen. Es wäre wunderschön gewesen, aber so ist Fußball. Wir kriegen mit dem letzten Schuss ein Tor von einem Innenverteidiger, den er so wahrscheinlich nicht so häufig trifft - und dann tut es schon extrem weh", erzählt Schwab. "Wir sind schon mit einem Fuß im Viertelfinale gestanden."

Bis dahin zeichnete sich Ried nämlich durch die eigene Effizienz aus - im Gegensatz zum Rivalen aus Linz. Die Kühbauer-Elf hatte bis zur Pause deutlich mehr vom Spiel, doch Yusuf Maart (36.) traf zur Führung. Kurz nach Seitenwechsel erhöhte Isaac Thelin sogar auf 2:0, wieder durch einen schnellen Gegenangriff. Die Antwort des LASK durch Joao Tornich folgte jedoch prompt.

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Yusuf Maart traf bis zum Cup-Achtelfinale gegen den LASK noch nie für die Rieder. Im OÖ-Derby schnürte er sogar einen Doppelpack, zum 3:1 traf der 1,70m große Südafrikaner per Kopf.
Foto: ©GEPA

In einer Phase, in der der LASK massiv auf den Ausgleich drückte, schlug die SVR erneut eiskalt zu. Maart, der bis zu diesem Spiel noch ohne Tor im Ried-Trikot war, erhöhte nach 76 Minuten auf 3:1.

Last-Minute-Rückschlag

Trotz einer Schlussoffensive der Gastgeber inklusive des 2:3-Anschlusstores durch Robert Ljubicic schien es so, als würde die Despotovic-Elf den Vorsprung über die Ziellinie retten - bis Xavier Mbuyamba in der letzten Minute der Nachspielzeit doch noch das 3:3 machte.

"30 Sekunden war das Spiel zu lang, würde ich sagen", meint Chefcoach Mario Despotovic und spricht von einem "sehr harten Spiel für die Spieler", bei dem auch er selbst viel mitgelitten hat.

Denn in der 111. Minute brachte Moses Usor die Linzer schließlich in Führung, Samuel Adeniran (120.) machte den Deckel drauf, wodurch der Anschluss durch Pomer nicht mehr von Bedeutung war.

Wir sind gewachsen in den letzten Wochen.

Stefan Schwab

Trotz der bitteren Derby-Niederlage sieht Führungsspieler Schwab die Entwicklung der Mannschaft positiv:

"Da sieht man, was für Schritte wir gegangen sind im Vergleich zum ersten Saisonspiel, bei dem wir 1:4 untergegangen sind." Die Kluft zum Rivalen konnte laut Schwab geschlossen werden: "Wir sind gewachsen in den letzten Wochen und waren wirklich knapp davor in diesem Stadion ins Viertelfinale einzuziehen."

Baldige Chance auf Revanche

Ried kann sich aber schon bald für die Derby-Niederlage revanchieren.

Am Samstag in einer Woche steht das nächste OÖ-Derby im Innviertel an. "Natürlich wäre eine Revanche gut. Dann spielen wir zu Hause und ich glaube, dass es dann noch ein anderes Spiel wird", sagt Despotovic.

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