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"Dann hätte sich alles nicht gelohnt": LASK jubelt nach Cup-Fight

Die Linzer gewinnen ein spektakuläres Oberösterreich-Derby. Dabei war die Kühbauer-Elf schon mit einem Bein ausgeschieden.

"Dann hätte sich alles nicht gelohnt": LASK jubelt nach Cup-Fight Foto: © GEPA

Ein denkwürdiger Cup-Abend in Linz.

Der LASK schlägt die SV Ried im Achtelfinale des UNIQA ÖFB-Cups nach 120 Minuten 5:4! Dabei musste die Kühbauer-Elf sogar einen 1:3-Rückstand aufholen.

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Das wollen die Leute sehen

In der letzten Minute der Nachspielzeit erzielte Xavier Mbuyamba den viel umjubelten Ausgleich. Zwei weitere Joker, Moses Usor und Samuel Adeniran, sorgten in der Verlängerung fürs Weiterkommen.

"Es war ein Cupfight, so wie ihn die Leute sehen wollen", erzählt Didi Kühbauer nach der Partie passend und hebt heraus: "Es war ein Sieg der Qualität, des Willens, der Kondition und der Leidenschaft."

"Frau und Kind: Tut mir leid"

Die 120 Minuten im Cup waren allerdings auch kräftezehrend, wie Sascha Horvath beschreibt: "Wenn du mich jetzt fragst, habe ich Kraft genau Null."

Seine Konzentration liege nun voll und ganz auf der Regeneration: "Frau und Kind: Tut mir leid, jetzt heißt es, dass ich gut schlafen muss."

"Schlimm wäre es aber gewesen, wenn wir dann nach 120 Minuten oder im Elferschießen ausgeschieden wären. Weil dann hätte sich alles nicht gelohnt: Der Aufwand, das gute Spiel von uns. Das wäre hart gewesen", sagt Kühbauer.

Wichtig für den Kopf

Doch der Erfolg im Cup-Derby "setzt Kräfte frei - auch wenn es Kräfte gekostet hat". Kräfte, die der LASK für die kommenden Aufgaben, zunächst etwa gegen WSG und Slovan Bratislava, braucht.

Zuletzt lief es nämlich nicht immer rund, das weiß auch Kapitän Horvath: "Wenn du heute das Spiel verlierst, nach den letzten Wochen, dann ist es sehr schwer für den Kopf. Es war heute einfach hochverdient - aber Gott sei Dank haben wir es geschafft."

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Foto: ©IMAGO / Harald Dostal

Bei einem 5:4 mag man es gar nicht glauben, aber das Match ging fast schon verhalten los. Der LASK war spielbestimmend, die Innviertler schlugen durch Yusuf Maart (36.) - es war übrigens sein erstes im Dress der Rieder - eiskalt zu.

Erst danach wurde es wirklich ereignisreich. Zuerst mit einem frühen 2:0 durch Isaac Thelin und den postwendenden Anschluss der Linzer in Form von Joao Tornich.

"Wenn er den nicht reingehaut hätte, dann hätte ich ihn wahrscheinlich eh wieder ausgetauscht."

Didi Kühbauer über den Torschützen zum 2:3.

Maart (77.) stellte für Ried auf 3:1. "Das war schon hart für uns", gibt Kühbauer zu.

Doch hauchte der eingewechselte Robert Ljubicic den Linzern mit seinem Anschlusstreffer, einem Kopfball-Abpraller aus kurzer Distanz, neuen Glauben ein. "Man hat gemerkt, dass die Mannschaft da an etwas glaubt", schildert "Don Didi" und legt schmunzelnd nach: "Wenn er den nicht reingehaut hätte, dann hätte ich ihn wahrscheinlich eh wieder ausgetauscht."

Last-Minute-Tausendguldenschuss

Weil Ljubicic den Treffer allerdings erzielt hatte, blieb er am Feld und leitete spät in den letzten Momenten der Nachspielzeit sogar das 3:3 ein - an der eigenen Eckfahne. Sascha Horvath spielte in der Folge zu Xavier Mbuyamba, der aus über 20 Metern unhaltbar ins Eck einschoss.

"Das war ein Tausendguldenschuss, so ehrlich muss man sein", will der LASK-Coach nicht wegreden, dass der späte Ausgleich auch glücklich war.

Danach wäre der Spielausgang für ihn abzusehen gewesen: "In der Nachspielzeit habe ich gewusst, dass wir das Spiel gewinnen werden."

Und so kam es auch, dank zwei weiteren Jokern. Moses Usor traf nach 111 Minuten zum 4:3, Samuel Adeniran machte den Deckel in der 120. drauf. Der Anschluss von Philipp Pomer brachte nichts mehr.

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Adeniran jubelt mit dem ausgewechselten Christoph Lang über das spielentscheidende 5:3
Foto: ©IMAGO / Harald Dostal

Auch ein Sieg der Joker

Vier der fünf LASK-Tore kamen also von Jokern.

"Heute waren die Einwechslungen sehr, sehr wichtig für uns", betont Horvath.

Deshalb kann Kühbauer ausnahmsweise gut schlafen

Kühbauer hebt indes das Vertrauen in seinen Kader hervor.

"Und dass sie scoren, darüber bin ich auch nicht allzu böse - und deshalb kann ich heute gut schlafen. Das ist nicht das Allerschlechteste, wenn man meinen Schlaf kennt."

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