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"Riesenchance": Altach kämpft gegen Salzburg um erstes Cup-Finale

Vorletzter Schritt zum Cuptitel! Wer kann sich durchsetzen und im Endspiel um den Pokal spielen?

"Riesenchance": Altach kämpft gegen Salzburg um erstes Cup-Finale Foto: © GEPA

Fast vier Jahre nach ihrem bisher letzten Cup-Triumph sind Salzburgs Fußballer heiß auf die Rückeroberung der Trophäe.

Vorletzte Hürde auf dem Weg zum zehnten Pokaltitel ist am Mittwoch (um 18.00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) in Wals-Siezenheim mit Altach aber ein gefährlicher Außenseiter, der "richtig gut" ins Jahr 2026 startete, wie Salzburg-Coach Daniel Beichler betonte. Für Altach, das noch nie in einem Cup-Endspiel stand, bietet sich eine historische Möglichkeit.

Einmal mehr erwartet die Bullen wohl ein Geduldsspiel. Die Umschaltmomente müssten genützt und auch vollendet werden, stellte Beichler klar. "Jetzt geht's dann darum, auch in der Box ein Killer zu sein."

Beichler: "Müssen noch zielstrebiger agieren"

Das jüngste 0:0 gegen Hartberg, das in der Red Bull Arena am Sonntag in der Liga erfolgreich Beton anrührte, ist nur eines von mehreren Beispielen, in denen die spielerische Salzburger Übermacht an der Disziplin des Gegners zerschellte. "Vom Hartberg-Spiel können wir einiges mitnehmen, um gegen tief stehende Gegner erfolgreich zu sein", meinte Beichler. Klar sei jedenfalls eines: "Wir müssen noch zielstrebiger agieren als am Sonntag."

Auch der neue Salzburger Chefcoach erwartet im dritten Auftritt unter seiner Ägide schaumgebremste Altacher Angriffsambitionen. "Sie werden auf keinen Fall offensiv agieren, ob es so massiv wird wie gegen Hartberg, wird man sehen", sagte der Steirer und streute den Vorarlbergern Rosen.

"Sie machen es richtig gut", meinte Beichler im Hinblick auf die Frühjahrsbilanz des SCR. Der holte unter Neo-Coach Ognjen Zaric in der Liga zwei Siege und zwei Remis und schaltete im Cup-Viertelfinale in der Verlängerung Sturm Graz aus. "In der kurzen Zeit, in der der Trainer am Werk ist, ist es nicht einfach, klare Muster herausziehen zu können", behauptete Beichler.

Finale gegen LASK oder Ried

Altach, das am Sonntag in Graz in der letzten Runde des Grunddurchgangs noch um die Mini-Chance auf die Meistergruppe spielt, kommt also mit breiter Brust. "Wir müssen genauso weitermachen. Wir haben eine sehr gute Energie. Es ist ein schwieriges Los, aber wir fahren nach Salzburg, um ins Finale zu kommen.

Es ist eine Riesenchance, die wir nutzen wollen", betonte Zaric, der mit seiner Mannschaft in einem etwaigen Endspiel auf den LASK oder Ried treffen würde. Seine Truppe hat zudem den kleinen mentalen Bonus, dem Ligakrösus in der laufenden Saison beim 2:2 (A) und 1:1 (H) schon zweimal Punkte abgenommen zu haben.

Am vergangenen Sonntag verschafften sich die Altacher mit dem späten Ausgleich beim 1:1 gegen Rapid einen weiteren Moralschub. "Das gibt uns natürlich Mut", bestätigte Defensiv-Routinier Benedikt Zech, der mit Austria Lustenau (2011 gegen Ried) und Pogon Stettin (2024 gegen Wisla Krakau) schon zwei Cupfinali bestritt - aber beide Male unterlag.

Dass man sich am Mittwoch à la Hartberg präsentieren wird, wollte der 35-Jährige nicht bestätigen. "Wir wollen schon höher anlaufen und sie vor Probleme stellen", bekundete Zech.

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