Zidane zu Real-Misere: "Wir verdienen das nicht"

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Die Stimmung bei Real Madrid hat sich alles andere als verbessert. Coach Zinedine Zidane blickt unbequemen Zeiten entgegen.

Zweimal die Champions League, einmal die Meisterschaft, zuletzt auch zum zweiten Mal die Klub-WM: Zidane hat als Cheftrainer bei Real in den vergangenen zwei Jahren so gut wie alles gewonnen - doch die Vergangenheit zählt nicht mehr.

Nach dem 0:1 gegen Villarreal hat sich der Druck auf den Ex-Weltfußballer stark erhöht. Zidane selbst erklärt: "Wir verdienen das nicht."

Rückstand beinahe uneinholbar

Bei einem Sieg von Barcelona bei Real Sociedad am Sonntagabend läge Real nach 19 Runden bereits 19 Punkte hinter dem Erzrivalen zurück. Dass die Königlichen ein Spiel weniger absolviert haben, ist dabei kein Trost.

"Wir müssen nun von irgendwoher einen Sieg landen. Wir kennen die Situation und jeden Tag wird es komplizierter", meint Zidane. An die Verteidigung des Meistertitels denkt man bei Real nicht mehr.

Schwache Chancenauswertung

Gegen Villarreal schrieb Real 29 Schüsse auf das gegnerische Tor an, Cristiano Ronaldo traf per Freistoß die Latte. Dennoch fand der Ball nicht den Weg ins Gehäuse der Gäste.

Die ganze Saison offenbart das "weiße Ballett" schon Harmlosigkeit. Kein Real-Profi hat mehr als vier Tore in der Liga erzielt, auch Ronaldo (4) nicht. Villarreal liegt als Fünfter nur noch einen Zähler hinter den Madrilenen, die derzeit Spaniens vierten Champions-League-Startplatz besetzten. Atletico als Zweiter und Valencia als Dritter haben schon zehn bzw. acht Zähler Vorsprung auf Real.

"Wir müssen schauen, dass wir uns für die Champions League nächstes Jahr qualifizieren, das muss unser Ziel für den Rest der Saison sein", sagt deshalb Toni Kroos. Teamkollege Marcelo verrät: "Das ist die schlimmste Situation, die ich hier jemals erlebt habe." Der Brasilianer spielt seit elf Jahren für Real.

"Talfahrt ohne Ende"

Spaniens Presse lässt wie nicht anders zu erwarten kein gutes Haar an den Königlichen. Das in Madrid ansässige Sportblatt "Marca" spricht von einer "Talfahrt ohne Ende". Die Zeitung "El Mundo" titelt mit dem "großen Untergang von Real".

Als Schuldiger wird Zidane ausgemacht. "Zidane, Du musst etwas Neues ausprobieren", fordert die "Marca". Dass der Franzose nicht daran denkt, im Jänner auf dem Transfermarkt zuzuschlagen, wird ihm angekreidet.

Als nächste Aufgabe wartet nun das Hinspiel im spanischen Cup bei Leganes. Der Klub aus dem Süden Madrids warf zuletzt Villarreal aus dem Bewerb. Zidane betont: "Bei all dem Negativen müssen wir etwas Positives finden, und am Donnerstag haben wir die Chance, die Dinge zurechtzurücken."

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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