Real: Fassungs- und ratlos

 

Der Absturz von Real Madrid findet mit der 0:1-Heimniederlage am 19. LaLiga-Spieltag gegen den FC Villarreal seine Fortsetzung.

Vor allem die mangelnde Chancenverwertung zieht sich wie ein roter Faden durch die Spiele der Königlichen in dieser Saison.

Bezeichnend dafür: Cristiano Ronaldo. Dem Superstar gelangen bisher nur vier Tore in La Liga – gegen Villarreal scheiterte der Portugiese etwa kurz vor der Pause im Fünfer an Schlussmann Asenjo.

Der Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona beträgt nach der vierten Saisonniederlage gewaltige 16 Punkte.

Keine Frage der Einstellung

"Was sich heute ereignet hat, läuft schon die ganze Saison so. Wir spielen gut, aber die Tore fallen nicht. Das andere Team hat eine Torchance und trifft", erklärt ein niedergeschlagener Casemiro.

Teamkollege Nacho versichert:  Es liegt nicht an der Einstellung. Wir haben gut gearbeitet, sind viel gelaufen, haben uns unterstützt. Keiner ist so sehr am Boden wie wir. Ich weiß wirklich nicht, was los ist."

Und Daniel Carvajal ergänzt: "Wenn es zur Halbzeit 2:0 steht, beenden wir das Spiel vielleicht bei 5:0 und alle sind zufrieden. Es fällt uns schwer, den Dosenöffner zu finden und die Partien zuzumachen."

Auch Trainer Zinedine Zidane versucht die Niederlage in Worte zu fassen. "Wir haben alles getan, aber der Ball wollte nicht ins Tor. Dafür gibt es keine Erklärung. Es ist ein negativer Lauf und schwer für meine Spieler. Was sie geleistet haben… Ich kann ihnen nichts vorwerfen. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Wir hatten auch genug Chancen, doch am Ende können wir den Konter nicht verhindern. Das ist beschissen", so der Franzose.

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Zwei Heimpleiten in Serie

Erstmals seit 2009 hat der spanische Rekordmeister zwei Heimspiele in Folge verloren. Damals unterlag man am 2. Mai mit 2:6 gegen Barcelona und am 24. Mai mit 1:4 gegen Mallorca. Heuer war es ebenfalls Barcelona (0:3) und eben gegen Villarreal.

Generell ist der Start ins neue Kalenderjahr misslungen: Lediglich ein Punkte in zwei Liga-Spielen, der einzige Sieg 2018 gelang im Copa-Achtelfinal-Hinspiel bei Zweitligist Numancia.

"Wer nicht an dieses Team glaubt, soll wegbleiben"

Der Druck nimmt daher auch auf Zidane zu. "Ich bin nicht glücklich, aber nicht niedergeschlagen. Wir haben am Mittwoch die Chance, es besser zu machen. Ich bin dazu verpflichtet, positiv zu sein. Auch nach so einem Spiel. Wir werden uns nicht hängen lassen", meint der Welt- und Europameister zu seiner persönlichen Situation.

Carvajal stellt jedenfalls klar, dass das Vertrauen zum Trainer ungebrochen groß ist. "Die Dynamik ist negativ und es ist wie verhext, aber die Mannschaft steht zusammen. Doch wir werden weitermachen und nach vorne blicken. Wer nicht an dieses Team glaubt, soll wegbleiben."

Textquelle: © LAOLA1.at

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