Sechs Niederlagen in 14. Spielen
Lopetegui trat erst im Juli das Amt bei den "Königlichen" an. Aktuell rangiert Real in La Liga am neunten Tabellenplatz, der Rückstand auf Leader Barca beträgt sieben Punkte.
Das Debakel im Clasico war Lopeteguis 14. Spiel als Real-Chefcoach. Sechs davon hat Spaniens Ex-Teamchef verloren. Zum Vergleich: Barcelonas Trainer Ernesto Valverde coachte am Sonntag zum 73. Mal den Doublesieger – auch er hat insgesamt sechs Partien verloren.
Auf der Pressekonferenz nach der herben Niederlage gab sich Lopetegui noch kämpferisch: „Natürlich habe ich noch die Kraft, um weiterzumachen, ich habe großes Vertrauen in das Team. Einige Spieler sind aufgrund diverser Umstände nicht in bester Verfassung. Die Saison ist noch lang und ich fühle mich stark. Aber ich bin nicht derjenige, der die Entscheidungen trifft. Es liegt nicht in meiner Verantwortung.“
Folgte bereits Verabschiedung bei Spielern?
Rückendeckung erhielt Lopetegui unmittelbar nach Spielende von Casemiro: "Wie wir alle spielen – es ist ein Desaster. Wir sind in keiner guten Form, wir müssen mehr laufen und mehr kämpfen. Dieses 1:5 ist ein Spiegelbild unserer Saison. Über den Trainer können wir nicht reden, denn die Schuldigen sind wir. Wir spielen alle sehr schlecht. Alle!", meinte der Brasilianer.
Und auch Kapitän Sergio Ramos wurde in den Katakomben des Nou Camp über einen möglichen Trainerwechsel angesprochen:
"Das sind Entscheidungen, die nicht wir treffen. Wir stehen bis zum Tod hinter dem Trainer, müssen aber abwarten. Noch wurde uns nichts mitgeteilt. Wir müssen das aufarbeiten und einen kühlen Kopf bewahren. Ich hatte zu allen meinen Trainern eine gute Beziehung. Respekt gewinnt man, er wird einem nicht auferlegt. Die Führung einer Mannschaft ist wichtiger als die Kenntnisse eines Trainers."
Medienberichte zufolge soll sich Lopetegui aber noch vor dem Abflug zurück nach Madrid zur Sicherheit von seinen Spielern verabschiedet haben.
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