Clasico im Titelkampf! Wer wird La-Liga-Champ?

Clasico im Titelkampf! Wer wird La-Liga-Champ?
 

66 Punkte Atletico Madrid, 65 Punkte FC Barcelona, 63 Punkte Real Madrid - der Titelkampf in La Liga hat in den vergangenen Wochen so richtig Fahrt aufgenommen.

Und in der 30. Runde der spanischen Meisterschaft steht auch noch der Clasico zwischen Real und Barca am Programm! Samstag, ab 21 Uhr, im LIVE-Ticker >>>

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Doch wer hat am Ende der Saison die Nase ganz vorne? Drei LAOLA1-Redakteure, drei Meinungen:


ATLETICO MADRID:

Zugegeben, die vergangenen Wochen waren von Rückschlägen geprägt. Während der Vorsprung der Madrilenen auf den ersten Verfolger FC Barcelona Ende Jänner noch elf Punkte betragen hat, ist er nun auf einen Punkt geschrumpft.

Nur drei Siege aus den vergangenen acht Meisterschaftsspielen waren für Atletico kein Ruhmesblatt, da gibt es nichts zu beschönigen. Fakt ist aber auch, dass die "Rojiblancos" immer noch an der Spitze der Tabelle stehen.

Dass die aktuelle Ergebniskrise dem Team zu sehr zusetzt, ist nicht zu erwarten. Diego Simeone kennt in der spanischen Hauptstadt jeden Stein, hat als Trainer von Atletico schon alles erlebt. Wer, wenn nicht er, kann angesichts der aktuellen Situation die Ruhe bewahren und diese Gelassenheit auch auf sein Team übertragen. Von seinen Motivationskünsten ganz zu schweigen.

Ja, mit Luis Suarez fällt der Top-Torjäger wohl drei Wochen lang aus. Doch seien wir uns ehrlich: Die Offensive ist nicht gerade das Prunkstück dieser Mannschaft. 51 Tore in 29 Spielen sind freilich schwer in Ordnung, für einen Tabellenführer in La Liga dann aber doch eher mager. Atleticos Trumpf ist die Defensive. Und dass in der vorhin beschriebenen Schwächephase in acht Partien nur sechs Gegentore kassiert wurden, belegt, dass die Abwehr der Madrilenen weiterhin gut steht. Insgesamt nur 19 Gegentore in 29 Spielen sind natürlich der beste Wert der ganzen Liga.

Und wie heißt es so schön? Offense wins games, defense wins championships.

FC BARCELONA:

Der FC Barcelona ist heiß und brennt darauf, die Schmach aus dem Vorjahr vergessen zu machen! Damals holte sich Erzrivale Real Madrid den ersten Corona-Meistertitel und vermasselte damit den Titel-Hattrick der Katalanen in Folge. In den vergangenen sechs Spielzeiten ging der Titel vier Mal an Barca, zwei Mal an Real. Davor schummelte sich einmal Atletico in die Siegerliste, doch die Rojiblancos scheinen dem Druck trotz Riesenvorsprungs während der Saison nicht standzuhalten. Bei Barcelona ist genau das Gegenteil zu beobachten.

Das Team von Roland Koeman startete denkbar schlecht, stand früh in der Kritik, auch die Geschicke des Niederländers selbst wurden hinterfragt, zudem mussten erst einmal die Vertragsstreitigkeiten mit Lionel Messi aus der Welt geschafft werden.

Die aktuelle Form des Star-Ensembles spricht Bände: Die Blaugrana sind seit nunmehr 19 Spielen in La Liga ohne Niederlage, gingen davon 16 Mal als Sieger vom Platz und sammelten somit seit Mitte Dezember stolze 51 Punkte. Der Fokus liegt in dieser Saison längst auf dem nationalen Geschäft, in der Champions League verabschiedete man sich ja auf wenig ruhmreiche Art und Weise gegen Paris St. Germain. Die volle Konzentration gilt somit dem Finale der Copa del Rey sowie dem Endspurt in La Liga, der mit dem Clasico endgültig eingeläutet wird und der richtungsweisend sein kann.

Das Werk'l läuft immer besser, auch Spieler wie Ousmane Dembele oder Antoine Griezmann kommen längst besser zur Geltung als noch in früheren Phasen der Saison, zudem machen Jungstars wie Pedri, Sergino Dest, Riqui Puig, Trincao und allen voran der derzeit verletzte Ansu Fati Hoffnung auf den lang angestrebten Neustart bei Barcelona - möglicherweise ab Sommer ohne Messi.

Der Titel wäre ein gehöriges Ausrufezeichen, selbst in einer durchwachsenen Saison der Konkurrenz die Rücklichter zu zeigen. Da Atletico strauchelt und Real international mehr überzeugen kann als national, wäre der 27. Barca-Titel aktuell keine große Überraschung, sollten die Katalanen in der zuletzt gezeigten Verfassung weiterhin von Sieg zu Sieg eilen.

REAL MADRID:

Wie schon Kollege Prantl ein paar Zeilen über den meinigen schreibt, sind 51 Tore in 29 Spielen für einen Titelanwärter wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Allerdings trifft das nicht nur auf Atletico Madrid sondern auch auf Stadtrivale Real zu. Bei ebenso viel eigenen Treffern ließen die Königlichen auch nur vier Gegentreffer mehr zu als die in der Defensive angeblich so dominierende Simeone-Truppe, was sich in der vorläufigen Punkteabrechnung mit drei Zählern weniger bemerkbar macht.

Während Atletico nun allerdings mit Luis Suarez den mit Abstand besten Offensiv-Spieler vorgeben muss – der Uru erzielte mit 19 Treffern fast die Hälfte aller Atletico-Tore – und zuletzt auch ordentlich schwächelte, agiert der Stadtrivale nicht nur deutlich souveräner, er darf sich dafür auch über die baldige Rückkehr von Eden Hazard und Dani Carvajal freuen.

Extrem wegweisend wird mit Sicherheit das Abschneiden am Samstag gegen den FC Barcelona werden. Die kurzfristigen Ausfälle von Sergio Ramos und Defensiv-Kollege Raphael Varane werden Real-Coach Zinedine Zidane sicherlich etwas Bauchschmerzen bereiten. Womit wir aber auch schon beim größten Trumpf der Madrilenen im Titelkampf sind: Begab sich Real mit Coach Zidane in einen Titelkampf, ging der Traditionsverein meist erfolgreich aus diesem heraus. 3 Champions-League-Titel, 2 Meister-Titel, 2 Mal Klub-Weltmeister – Zidane ist für Real ein unvergleichlicher Erfolgsgarant.

Zudem kann der französische Weltstar eine bemerkenswerte Bilanz gegen den Erzrivalen aus Katalonien vorweisen: Nach zehn Duellen gegen den FC Barcelona hält Zidane als Coach bei 5 Siegen, 3 Remis und 2 Niederlagen. Schon im Hinspiel im Nou Camp überzeugte die Zizou-Truppe auf allen Linien und gewann am Ende mit 3:1. Wenn also jemand, die seit 19 Ligaspielen ungeschlagenen, Katalanen stoppen kann, dann ist es Real Madrid. Und dann steht dem 35. Meistertitel nichts mehr im Wege.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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