Daniel Bachmann vor Hit: "Können Rangers schlagen"

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Die Winterpause in der schottischen Liga endet für Daniel Bachmann am Mittwochabend mit einem wahren Schlager.

Der ÖFB-Torhüter-Legionär trifft zu Hause mit Kilmarnock auf die Glasgow Rangers. Es ist ein klassisches Verfolger-Duell: Sowohl Kilmarnock (41 Punkte) als auch die Rangers (42) sitzen Tabellenführer Celtic (42, ein Spiel weniger) im Nacken.

Der Rugby Park in Kilmarnock ist zum "Spiel der Saison" mit rund 18.000 Plätzen ausverkauft.

Bachmann: "Können und wollen die Rangers schlagen"

Die Voraussetzungen für den Hit könnten nicht spannender sein. Kilmarnock FC spielt eine bisher überragende Saison, liegt nur einen Punkt hinter den Rangers und könnte im Falle eines Sieges sogar wieder die Tabellenführung in der schottischen Premier League zurückerobern – falls parallel Celtic Glasgow gegen St. Mirren nur ein Unentschieden holt.

Ende August absolvierte Bachmann im Pokal gegen die Rangers sein erstes Profispiel nach zwei Jahren, seither hat der 24-jährige Leihspieler von Watford FC einen riesigen Karriereschritt gemacht und sich als klare Nummer eins im Tor Kilmarnocks etabliert.

"Das war damals nicht nur für mich persönlich, sondern für den ganzen Klub eine völlig andere Situation. Wir hatten noch nicht den Lauf wie später den ganzen Herbst hindurch. Im Pokal wollten wir gegen die Rangers nur nicht verlieren. Am Mittwoch gehen wir mit der Gewissheit ins Match, dass wir auch die Rangers schlagen können und wollen. Und für mich selbst ist das eine Gelegenheit, mich erneut auf hohem Niveau zu präsentieren. Die kurze Pause im Winter war besonders für den Kopf wichtig, aber ich fühle mich ausgezeichnet und bin bereit", sieht Bachmann dem Spitzenduell mit Spannung entgegen.

10.000 Rangers-Fans werden erwartet

Der Druck, sagt Bachmann, "liegt bei den Rangers. Sie wollen erstmals seit 2008 den Meistertitel holen und haben sich im Winter nochmals verstärkt. Aber auch wir wollen ganz oben bleiben und schenken den Titel sicher nicht kampflos her. Die Rangers werden zwar sicher viel mehr Spielanteile haben, aber Pässe gewinnen keine Spiele. Wenn wir zu Null spielen und unsere Chancen nutzen, dann bleiben die Punkte bei uns", weiß Bachmann, der am Mittwoch nicht wirklich ein Heimspiel bestreiten wird:

10.000 Rangers-Fans reisen in die nur 30 Minuten von Glasgow entfernten Lowlands und besetzen im Rugby-Park ausgerechnet die Sektoren hinter den beiden Toren.

"Das wird ein Hexenkessel, aber ich ein Typ, der damit umgehen kann. Das macht mir keine Angst", so Bachmann.

Kilmarnock verliert Topscorer

Um gegen Celtic und Kilmarnock zu bestehen, holten die Rangers im Jänner den 57fachen englischen Nationalspieler Jermaine Defoe, der zwar mit 36 bereits im Spätherbst seiner Laufbahn, aber immer noch extrem torgefährlich ist.

Insgesamt schoss Defoe 163 Tore in der Premier League, spielte 2017 noch für die Nationalmannschaft. Zweite Neuerwerbung ist Mittelfeldorganisator Steven Davis von Southampton, der im Oktober und November als Kapitän der Nordiren in der Nations League Österreich zweimal unterlag.

Kilmarnock FC musste hingegen im Winter einen schmerzlichen Abgang verzeichnen: Topscorer Greg Stewart (8 Tore, 7 Assists) wurde als Leihspieler am 10. Jänner von seinem Stammklub Birmingham zurückbeordert, um nur wenige Tage später erneut verliehen zu werden – ausgerechnet zum Kilmarnock-Rivalen Aberdeen, der in der Tabelle unmittelbar dahinter liegt.

"Greg war unser Schlüsselspieler in der Offensive, er fehlt natürlich sehr. Wir müssen einfach defensiv noch solider stehen und ständig Nadelstiche setzen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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