Juventus' Vize-Präsident Pavel Nedved erklärte hingegen: "Die Entscheidung wurde gemeinsam mit dem Spieler getroffen. Es ist normal. Ronaldo wird zu 100 Prozent bleiben!" Ganz so sicher scheinen sich die Fans der Turiner aber nicht zu sein. Sie bangen inzwischen mehr denn je um CR7, befürchten einen kurzfristigen Abgang ihres Star-Spielers.
Nedved blieb gelassen, machte Fitnessgründe für den anfänglichen Bankplatz Ronaldos veranwortlich: "Der Trainer will aktuell mit der stärksten Mannschaft spielen. Chiellini ist auch auf der Bank gesessen. Wir wollen mit dem wettbewerbsfähigsten Team antreten." Ein wirkliches Dementi ist dabei jedoch nicht herauszuhören.
Auch nicht bei Trainer Massimo Allegri, der lobte stattdessen die Teamplayer-Fähigkeiten des fünffachen Weltfußballers: "Ronaldo begreift, dass die Meisterschaft lang ist. Er kann auch bei einem Einsatz von nur 30 oder 40 Minuten entscheidend sein."
Italiens Gazetten spekulieren und kritisieren
Italiens Gazetten spekulierten nach dem Spiel erst recht über die Zukunft Ronaldos: "Sie bleibt ein Rätsel. CR7 könnte weiterhin eine tödliche Waffe für Juve sein, aber nur, wenn er wirklich bleiben will", schrieb "Tuttosport".
Die "Gazzatta dello Sport" konstatierte: "Superman Ronaldo, der vor drei Jahren wie ein Übermensch in Turin gelandet war, ist jetzt ein normaler Fußballer geworden, der die Saison auf der Bank beginnt."
Die italienische Presse ging derweil auch mit Juventus hart ins Gericht: "Allegri verschwendet einen Sieg. Zwei eklatante Fehler des Juve-Torwarts und Ronaldos aberkanntes Tor ruinieren den Start", kommentierte die "Gazzetta".
"Allegri und Juve werden viel über den Sinn dieses Spiels nachdenken müssen, in dem ein Sieg verschenkt wurde", analysierte der "Corriere dello Sport". "Fehler und Chaos um Ronaldo: Allegris neues Debüt steht unter keinem guten Stern", urteilte "Tuttosport".