"Vielleicht bin ich schlechtester Serie-A-Coach"

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Große Genugtuung bei Milan-Trainer Gennaro Gattuso nach dem 1:0-Sieg nach Verlängerung im Coppa-Viertelfinale gegen Stadtrivale Inter Mailand.

"Vielleicht bin ich der schlechteste Trainer der Serie A, aber ich will immer gewinnen, sogar wenn ich im Garten gegen meinen Sohn spiele", erklärt der 39-Jährige, der nach zuvor nur zwei Siegen in sechs Spielen als Coach der "Rossoneri" bereits ein wenig unter Druck geraten war.

"Jetzt will ich, dass meine Burschen beweisen, dass das, was ich gesehen habe, kein glücklicher Zufall war, dann gehen wir es Spiel für Spiel an."


Als Trainer erst am Anfang

Das Cup-Derby bezeichnete Gattuso im Vorfeld als WM-Finale. Nach dem Sieg meint er, dass dieser zwar nicht alle Probleme von Milan lösen würde, aber "Luft zum Atmen" verschaffen würde - wohl auch ihm selbst.

Denn zuletzt mehrten sich die Gerüchte, dass sich die Vereins-Verantwortlichen bereits nach einem Nachfolger für den erst vor einigen Wochen installierten Coach umsehen würden, unter anderem soll Roberto Mancini kontaktiert worden sein.

Dass sich Gattuso natürlich nicht für den schlechtesten Coach der Liga hält, liegt auf der Hand. Dass er einiges zu lernen hat, ist ihm jedoch bewusst: "Ich habe als Spieler alles gewonnen, aber ich weiß, dass ich als Trainer erst am Anfang bin. Ich habe auf Zypern und in Pisa gearbeitet und schon einiges gesehen. Jetzt bin ich glücklich bei Milan. Im Jänner werde ich 40 Jahre alt, das bedeutet, dass ich immer noch wie ein Spieler denke und glaube, dass man mit Hunger und Zusammengehörigkeitsgefühl sehr viel erreichen kann."

Cutrone: "Milan ist mein Traum"

Nach dem jüngsten Tief sei der Erfolg gegen Inter fundamental wichtig gewesen: "Ich wusste von Tag eins an, worauf ich mich beim Milan-Job eingelassen habe. Das ist ein großer Klub, der viele Jahre lang gewonnen hat und zuletzt viele Spieler ausgetauscht hat. Wir hatten Probleme, aber diese Mannschaft hat Qualität, die sie zwischenzeitlich nicht abrufen konnte. Wir haben gegen Inter gezeigt, dass wir einen Sieg erkämpfen können. Dann tritt diese Qualität zu Tage."

Der Held des Abends gegen Inter war Patrick Cutrone.

"Mein Traum ist es, hier zu bleiben. Ich liebe Milan und möchte diesem Team angehören", erklärt der 19-Jährige mit Freudentränen kämpfend, "mein Spiel ist geprägt durch meinen Hunger und meine Leidenschaft. Ich bin von der Bank gekommen und wollte unbedingt dieses Tor erzielen."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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