Ist RB Leipzig reif für den Titel?
LAOLA1 meint:
RB Leipzig hat sich schneller als von vielen erahnt, ganz oben in der deutschen Bundesliga etabliert. Eine große Eingewöhnungsphase war nicht vonnöten, gleich in der Premierensaison belegte die damalige Hasenhüttl-Elf Platz zwei hinter Bayern und qualifizierte sich für die Champions League, ein Jahr später reichte es mit Rang sechs immerhin für die Europa League und vergangenes Jahr zeigte man die Konstanz mit Platz drei und dem Final-Einzug im DFB-Pokal. Leipzig ist gereift und die Red-Bull-Maschinerie läuft auf Hochtouren - mit System, gut durchdachten Transfers und einem klaren Plan, dem sich alle Spieler zu verschreiben haben. Ob Traditionalisten etwas mit Leipzig anfangen können, ist eine andere Frage. Fakt ist, dass Ralf Rangnick und Co. über die Jahre ein konkurrenzfähiges Team geschaffen haben, dass durchaus das Zeug hat, auf kurze Sicht nach dem Meisterteller zu greifen. Dass es schon dieses Jahr so weit ist, darf bezweifelt werden. Alleine schon wegen der Präsenz und Erfahrung von Bayern München, von kleineren Nebenschauplätzen, die für Unruhe sorgen und möglicherweise auch Nerven, wenn es hart auf hart kommt. Der beste Beweis dafür war zuletzt die "Frisör-Causa". Als wäre es ein großer Skandal, wenn sich Spieler vor einem Spiel die Haare schneiden lassen, gab Rangnick - der eigentlich sonst als Head of Sport and Development Soccer kaum noch an die Öffentlichkeit drängte und möglicherweise bald beim AC Milan anheurt - noch zusätzlich Zündstoff, in dem er die Spieler öffentlich rügte und an den Pranger stellte. Adi Hütter etwa hat es zuletzt bewiesen, dass man Leipzigs Filigrantechniker durchaus entzaubern kann, wenn man das passende Rezept dafür hat. Frankfurt hat den Red-Bull-Code zuletzt zwei Mal hintereinander - einmal in der Meisterschaft, einmal im DFB-Pokal entschlüsselt - da half auch die individuelle Klasse der Leipziger, vorrangig in Person von Timo Werner oder Marcel Sabitzer, nicht weiter. Das könnte der große Unterschied zur Konkurrenz sein. Vor allem Mannschaften wie Bayern können zwar im Kollektiv Grenzen aufgezeigt werden, die Qualität von Einzelspielern wie Robert Lewandowski wird man jedoch wohl nie gänzlich wegwischen können. Die Antwort auf die Frage lautet somit: Nein, der große Coup kommt für Leipzig in diesem Jahr noch zu früh, obwohl sie sich im Herbst schon sehr kompakt und stabil gezeigt haben, jedoch zuletzt das Fundament bröckelte. In der Formtabelle in den letzten fünf Spielen schneidet RBL mit 2 Siegen, 2 Remis und einer Niederlage schlechter als Bayern (5 Siege) und Dortmund (3 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage) ab.
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Wird es ein Zweikampf oder wer bleibt bis zum Schluss im Rennen?
LAOLA1 meint:
Viele Experten prophezeien, dass das Titelrennen bis zum Schluss spannend bleibt. Und die deutsche Bundesliga sehnt sich quasi nach einem Foto-Finish nach Jahren der bayrischen Dominanz mit Ausnahme der vergangenen Saison, wo Dortmund zumindest schnuppern durfte. Bayern und Leipzig wurden eingangs bereits erwähnt. Die Trümpfe liegen einmal mehr beim Serienmeister, der weiß, wie man Meister wird, jedoch bei einem langen, harten Konkurrenzkampf bis zum Saisonende möglicherweise Nerven zeigt. Auf jeden Fall auf dem Zettel haben muss man auch Borussia Dortmund. Denn wenn man die Saison Revue passieren lässt, ist es eigentlich erstaunlich, dass der BVB noch immer nur drei Punkte von der Spitze entfernt ist. Teure Einkäufe im Sommer, der Fehlstart, Lucien Favre wurde bereits angezählt - und trotzdem kämpft Dortmund um den Titel. Bringen die Schwarz-Gelben ein bisschen Konstanz rein und profitieren weiterhin vom lange gesuchten Knipser namens Erling Haaland, dann ist dem BVB sicherlich zuzutrauen, bis zum Schluss mitzuhalten. Und Gladbach? Die "Fohlen" sind weiterhin das Überraschungsteam, Ex-Salzburg-Coach Marco Rose macht es möglich. Die zwischenzeitliche Tabellenführung war die bisherige Krönung, danach hat sich aber schon gezeigt, dass in gewissen Phasen noch die Unerfahrenheit regiert und Roses System noch nicht zu hundert Prozent greift und sich Gegner besser darauf einstellen. Trotzdem ist es eine starke Performance der Gladbacher in diesem Jahr. Kann man noch einmal wie im Herbst den Schalter umlegen und konstant - auch gegen die Großen - die nötigen Punkte einfahren, dann muss man auch auch Gladbach auf dem Zettel haben. Viel deutet jedoch auf einen Dreikampf zwischen Bayern, Leipzig und Dortmund hin.
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Ist Julian Nagelsmann der prädestinierte Bayern-Trainer?
LAOLA1 meint:
Natürlich ist es angerichtet! Machen wir uns nichts vor: Julian Nagelsmann hat sich hochgearbeitet, bei Hoffenheim wurde er über Jahre zu dem entwickelt, was er heute ist und seine Ideen zugelassen. Mit Leipzig hat er nun den nächsten Schritt gemacht, ohne großartig etwas zu überstürzen. Trotz des Interesses der Bayern ist dieser Zwischenschritt für den erst 32-Jährigen möglicherweise Gold wert. Hier sind seine Ideen gefragt, hier kann er anhand einer Basis, großen Möglichkeiten und seinen Fähigkeiten als junger Trainer Großes erreichen, wie die derzeitige Tabellensituation unterstreicht. Irgendwann wird Leipzig allerdings nicht mehr genug sein, einen Langzeittrainer Nagelsmann wird es ziemlich sicher nicht geben. Also was dann? Innerhalb Deutschlands heißt der große Aufstieg dann wohl nur mehr Bayern München. Natürlich könnten ausländische Spitzenklubs dazwischenfunken, doch auch hier könnte die Karriereleiter wieder vorsehen, zuerst national das Top-Level zu erreichen und dann auszuschwärmen. Demnach überrascht es wenig, dass Nagelsmann früh in den Notizblöcken der Bayern stand. Dort kann er nach Großem streben, dort kann er auch international jedes Jahr voll angreifen und ein über Jahre gereiftes System mit dem qualitativ hochwertigen Kader kombinieren. Es würde schon sehr verwundern, wenn die Bayern diesen dicken Fisch nicht an Land ziehen. Wird Nagelsmann mit Leipzig Meister, dann werden sie ihm nicht lange böse sein, denn dann wollen sie ihn nur umso mehr.
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Wie ist die Entwicklung der Österreicher bei RB Leipzig zu bewerten?
LAOLA1 meint:
In diesem Fall ist diese Frage mit einer römischen Eins zu bewerten! Dabei sei erwähnt, dass Hannes Wolf in diesem Fall noch nicht wirklich bewertet kann, da er nach seinem Knöchelbruch erst kurz vor der Winterpause wieder zurückkehrte und bereits jetzt fehlende Spielpraxis bemängelte. Das kommt bei einem Klub wie Leipzig, der seine Spieler meist behutsam an sein System gewöhnt und aufbaut nicht so gut an. Der beste Beweis, wie weit man es schaffen kann, ist Marcel Sabitzer. Der 25-Jährige hat sich in den vergangenen viereinhalb Jahren zum unverzichtbaren Stammspieler gemausert, der spielerisch unheimlich wertvoll ist und sich ein Standing im Verein erarbeitet hat, das zuletzt nicht umsonst mit der Kapitänsschleife belohnt wurde. Darüber hinaus wird Sabitzer als einer der besten offensiven Mittelfeldspieler der deutschen Bundesliga bewertet, für den "kicker" war er sogar der Beste auf seiner Position. Julian Nagelsmann schwärmt von der "Verlässlichkeit" des ÖFB-Teamspielers. All das ist das Ergebnis, wie er bei Leipzig gereift ist, das Talent hatte er ja früher auch schon. Auch Konrad Laimer hatte einen leichteren Einstieg durch die Red-Bull-Schule bei Salzburg, funktionierte aber sofort und wird ebenfalls mit Lobeshymnen überhäuft. Mit seinen 22 Jahren ist er im dritten Jahr bei Leipzig immer einen Schritt nach vorne gegangen. Leipzig ist also sehr wohl eine Plattform, wo österreichischen Spielern auch die Chance gegeben wird, eine entscheidende Rolle zu spielen.
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