Tränen überschatten Meistertitel des FC Bayern

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Uli Hoeneß ist als eisenharter Präsident des FC Bayern München bekannt.

Nach dem 7. Meistertitel in Folge saß der Klub-Boss aber mit Tränen in den Augen auf der Tribüne, an seiner Seite der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Da war er jedoch nicht der einzige. Tränen überschatteten die groß aufgezogene Meisterparty nach dem 5:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt.

Tränen, die vor allem aufgrund der prominenten Abgänge vergossen wurden. Rafinha verabschiedete sich, und Franck Ribery und Arjen Robben sorgten mit Treffern zum Abschied für den emotionalen Höhepunkt.

Schon bei der Einwechslung von Ribery drückte es Hoeneß, bei seinem Tor war es dann um ihn geschehen. "Mehr übermannt hat mich dann, wie er auch noch das Tor geschossen hat. Die Einwechslung war schon emotonal, aber dass er an so einem Tag dann noch so ein unglaubliches Tor schießt - da konnte ich meine Tränen einfach nicht mehr halten", meint der Bayern-Präsident bei "Sky".

"Unglaublicher Einsatz" von Ribery und Robben

"Ich habe mich für Ribery gefreut. Ich habe mitgekriegt, wie traurig er die letzten Tage war, weil er geht. Er ist dann zum Glück frühzeitig reingekommen, um noch Leistung zu zeigen."

Ribery traf zum 4:1, Robben zum 5:1. Zu einem Zeitpunkt, als längst klar war, dass keiner mehr den Bayern die Butter vom Brot nehmen konnte, obwohl Dortmund das Parallelspiel mit 2:0 gegen Gladbach gewann.

Hoeneß lobte aber auch Robben und war richtig überrascht. "Auch Arjen kam zum frühestmöglichen Zeitpunkt. So konnten die beiden noch länger spielen, mit unglaublichem Einsatz. Arjen war wie aufgezogen, als hätte man ihm am Kopf eine Schraube aufgedreht. Einmal war er auf dem Posten des linken Verteidigers, dann wieder woanders. Teilweise war es so, als wäre er immer dort gewesen, wo der Ball war. Das hat mir ungemein gefallen."

So feiern Alaba, Ribery, Robben und Co. den siebenten deutschen Meistertitel in Folge:

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Auch für Niko Kovac war dieses Spiel der perfekte Schlusspunkt zweier eindrucksvoller Karrieren. "Ich freue mich für sie. Es war so ein bisschen eine Wiederholung vom letzten Jahr. Alex Meier kam rein (Anm.: damals noch als Frankfurt-Trainer) und hat auch ein Tor geschossen. Heute kamen die beiden rein und haben sich hier noch mal belohnt. Besser kann man so ein Finale eigentlich gar nicht schreiben."

Ribery: "Irgendwann kommt die Zeit"

Ribery selbst war emotional, holte seine Familie auf den Platz, nahm aber den Zeitpunkt gefasst zur Kenntnis. Nach 423 Einsätzen für die Bayern inklusive acht Meistertiteln, fünf Pokalsiegen und dem Champions-League-Triumph sagte dieser leise servus.

"Irgendwann kommt die Zeit, das muss man akzeptieren", hielt der Franzose fest. Auch er vergoss Tränen, ließ sich von den Fans feiern und nahm die Glückwünsche der Bayern-Legenden und der Führungsriege entgegen.

Franck Ribery beschrieb den Moment in der Allianz Arena als "speziell, aber schwierig". Der Franzose scharrte bei der Feier auf dem Rasen "meine Kinder, meine Eltern, meine Frau, meine Cousins, meine ganze Familie" um sich. "Das Wichtigste für mich ist aber, dass wir Meister sind", betonte der 36-Jährige, der den Klub nach zwölf Jahren verlassen wird. "Aber das ist das Leben, das ist der Fußball."

Robben und Ribery prägten eine der erfolgreichsten Zeiten des deutschen Rekordmeisters, in Zukunft muss der FCB aber ohne sie auskommen. Obwohl das Thema einige andere überschattete, war die Dramatik im Titelkampf dann aber doch greifbar.

Es war ein Finale, das viele so gar nicht mehr erwartet hätten. Etwa als Dortmund im Herbst bereits neun Punkte Vorsprung auf den Serienmeister hatte und in der Tabelle vorne wegspazierte.

Kovac: "Es war keine einfache Saison"

Die Erleichterung über den siebenten Meistertitel in Folge war Niko Kovac anzusehen. "Wir haben alle gesehen, dass es keine einfach Saison war. Wir sind sehr gut gestartet, hatten dann eine Beule von eineinhalb Monaten und das, was dann die Mannschaft nach all der Kritik geleistet hat, ist alle Achtung wert", lobte der Bayern-Coach seine Mannschaft, die ihm zwischenzeitlich auch den Posten rettete.

"Wir haben uns am Riemen gerissen, wir haben uns zusammengerissen. Wir haben eine eingeschworene Mannschaft gehabt. Es war nicht immer einfach, aber wir haben es geschafft. Das zeigt die Qualität dieser Spieler und dafür möchte ich mich bei den Spielern, bei den Fans, beim Staff und allen bedanken."

Auch Hoeneß war erleichtert, denn so einen engen Titelkampf hat es seit 2009 nicht mehr gegeben, als die Bayern gegen Wolfsburg am letzten Spieltag den Kürzeren zogen.

"Es war nach vielen Jahren wieder mal eine Entscheidung am letzten Spieltag. Nach dem 1:1 von Frankfurt und kurz später dem 2:0 Dprtmunds waren das fünf unruhige Minuten. Aber unsere Mannschaft hat wie aus einem Guss gespielt. Heute wären zehn Tore möglich gewesen, weil so viele hundertprozentige Chancen auf höchstem Niveau, weil Frankfurt hat definitiv hohes Niveau, habe ich nicht gesehen in letzten Jahren. Ich war in der Halbzeit schon nervös, weil wir nur 1:0 geführt haben. Nach so vielen Torchancen ist die Gefahr groß. Dann ist es prompt passiert und dann muss man aufpassen. Mit 2:1 und 3:1 war ich dann aber nicht mehr nervös."

Am Ende ist es so, wie die letzten sechs Jahre auch: Der FC Bayern München ist deutscher Meister! "Das ist das, worauf wir hingearbeitet haben", ist Kovac stolz.

Textquelle: © LAOLA1.at

Dortmund-Sieg in Gladbach reicht nicht zum Meistertitel

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