Bayern nach Klassiker-Triumph im Gefühls-Chaos

Bayern nach Klassiker-Triumph im Gefühls-Chaos
 

Der deutsche Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München ist seinem Namen am Samstag wieder gerecht geworden.

In einer packenden Partie mit einigen Höhen und Tiefen auf beiden Seiten war es letztlich der Serienmeister aus München, der mit einem 3:2-Sieg das bessere Ende auf seiner Seite hatte (Spielbericht >>>).

"Man muss sagen, dass das Spiel sensationell gut war. Da war enorm viel Qualität auf dem Platz, daher war es für beide Mannschaften nicht leicht zu verteidigen, daher gab es viele gute Torchancen auf beiden Seiten. Wir waren etwas effizienter, daher war der Sieg verdient", meint Bayern-Cheftrainer Hansi Flick nach dem Spiel gegenüber "Sky".

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

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Neuer: "Alaba-Tor ganz wichtig für uns"

Manuel Neuer streicht kurz nach dem Spiel vor allem den wichtigen Ausgleichstreffer von David Alaba kurz vor dem Pausenpfiff heraus. "Ganz wichtig war natürlich das Tor von David Alaba kurz vor der Halbzeit. Dieses 1:1, mit dem wir dann in die Kabine gegangen sind, war entscheidend, um mit einem positiven Gefühl in Ruhe durchzuschnaufen."

"Die zweite Halbzeit war sehr gut von uns. Wir haben das Spiel im Griff gehabt. Wir haben uns mit knappen Abseitssituationen noch zwei Tore klauen lassen, aber grundsätzlich waren wir die bessere Mannschaft", findet der Bayern-Kapitän.

Auch wenn man laut Aussagen der Bayern-Spieler die bessere Mannschaft war, so können die Münchner dennoch nicht verleugnen, dass Dortmund dennoch genügend Chancen hatte, um das Spiel eventuell sogar zu gewinnen.

Hansi Flick führt die vielen Möglichkeiten der Borussen vor allem auf die eigenen Schwächen zurück. "Dortmund ist gefährlich geworden, wenn wir Fehler gemacht haben. Wir müssen den Ball besser und geduldiger spielen, dann wird es weniger Situation geben wie gegen Dortmund."

"Wir haben alles gegeben, aber man spielt auch gegen richtig starke Spieler. Die sind alle sehr stark am Ball. Es ist natürlich immer schwer zu verteidigen. Grundsätzlich sind wir die Mannschaft, die weniger Gegentore zugelassen hat. Das ist das Entscheidende", so Manuel Neuer.

Kimmich-Verletzung überschattet Triumph

Nur Grund zum Jubeln gibt es beim FC Bayern am Samstagabend aber auch nicht. Hauptgrund dafür ist die Verletzung von Bayern-Staubsauger Joshua Kimmich, der sich in einem Zweikampf mit Dortmund-Stürmer Erling Haaland schwer am Knie verletzt haben dürfte.

Auf alle Fälle musste der deutsche Nationalspieler unter Tränen von zwei Betreuern gestützt vom Platz abtransportiert werden. "Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist. Grundsätzlich ist er ein Leistungsträger und Führungsspieler in der Achse im Zentrum für uns. Man hat gemerkt, dass wir uns erstmal wieder finden mussten nach der Verletzungsunterbrechung", so Bayern-Kapitän Manuel Neuer.

Auch im Lager der Dortmunder macht man sich über den Zustand des Bayern-Spielers sorgen. "Ich hoffe, dass Joshua fit aus dieser Situation raus kommt. Ich drücke ihm die Daumen, dass er schnell zurückkommt, er ist ein großartiger Spieler und ein super Typ", meint Mats Hummels, der Kimmich noch aus seiner Bayern-Zeit bestens kennt.

Bayern-Trainer Hansi Flick kann kurz nach dem Spiel noch keine Auskunft über die Schwere des Verletzungsgrades geben. "Es gibt keinen Grund für Spekulationen. Wir warten ab und gucken, was dabei rauskommt und werden dann dementsprechend darauf reagieren. Er ist auf dieser Position mit unser Schlüsselspieler, ein Ausfall wäre daher nicht leicht wegzustecken."

Favre: "Niederlage schwer zu akzeptieren"

Auf Seiten von Borussia Dortmund ist man sich der großen vergebenen Chance, den Bayern am Samstag zumindest einen Punkt zu klauen, bewusst - umso größer der Ärger nach der Partie.

"Wir hatten so viele Torchancen, das war unglaublich. Die müssen wir besser nutzen. Es ist schwer, solche Spiele zu verlieren. Wir wollten mindestens einen Punkt erreichen. Das ist schwer zu akzeptieren", sagt BVB-Cheftrainer Lucien Favre kurz nach dem Schlusspfiff.

Abwehrchef Mats Hummels schlägt nach dem Spiel in die selbe Kerbe wie sein Trainer. "Heute hat uns die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt. Wir hatten viele riesige Torchancen, die wir leider nicht genutzt haben. Wir haben das Spiel nicht dominiert, aber es war kein schlechtes Spiel von uns."

Neben dem Pech vor dem gegnerischen Tor kam laut Hummels auch noch das Pech vor dem eigenen Tor dazu. "Alle drei gegnerischen Tore sind abgefälscht gewesen, das Glück war heute nicht auf unserer Seite. Glück und Pech sind in den Spitzenspielen oft ausschlaggebend."

Alaba stellt Bundesliga-Rekord auf

Einen ganz besonderen Tag erlebte am Samstag ÖFB-Legionär David Alaba, der nicht nur mit seinem Freistoß-Hammer zum 1:1 maßgeblichen Anteil am Sieg des FC Bayern hatte, sondern obendrein auch noch über einen speziellen Rekord jubeln darf.

Der Abwehrchef der Münchner, der einst vom SV Aspern (2001/02) über Austria Wien (2002 bis 2008) den Weg nach München fand, feierte in Dortmund seinen 200. Bundesliga-Sieg im 272. Spiel - Rekord.

So schnell schaffte es bislang noch kein anderer Spieler, diese Marke zu erreichen. Zuvor hatte Thomas Müller, der für seine ersten 200 Siege 275 Spiele benötigte, diese Bestmarke inne.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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