David Alaba kritisiert Bayern-Nachwuchs

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Siebenmal deutscher Meister, viermal Cupsieger, Champions-League-Sieger, Klub-WM-Gewinner - David Alaba hat mit dem FC Bayern alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

Im "Bild"-Podcast "Phrasenmäher" sprach der ÖFB-Star nun über seinen Schritt aus dem Nachwuchs in den Profikader der Münchner - etwas, das seit ihm niemand mehr geschafft hat.

Dabei übt Alaba deutliche Kritik an seinen "Nachfolgern". Auch über seine halbjährige Leihe zur TSG Hoffenheim sprach der Wiener, der für die Bayern mittlerweile 335 Pflichtspiele bestritten hat.

"Sehen nicht, was sie erreichen können"

"Ich glaube schon, dass man in den letzten Jahren sehen konnte, dass viele junge Spieler sehr, sehr schnell zufrieden waren mit dem, was sie erreicht haben", erklärt Alaba.

Sie seien sehr schnell zufrieden gewesen, dass sie "oben mittrainieren" hätten dürfen, ist sich der Linksverteidiger der Bayern sicher.

Zuvor hatte es vor allem unter Louis van Gaal einige Kicker des Bayern-Nachwuchs in den Profikader geschafft, beispielsweise Thomas Müller.

In den letzten Jahren zeigten zwar immer wieder einige Nachwuchsspieler großes Potential, zum Sprung in das Starensemble der Bayern reichte es aber bei keinem.

Alaba glaubt, den Grund dafür zu kennen: "Es ist - glaube ich - auf den Punkt gebracht: Sie sehen gar nicht, was sie erreichen können. Was für eine Chance sie da haben. Das sind die Beobachtungen, die ich gemacht habe.



Fieber wegen Hoffenheim

Alaba selbst ging seinerzeit den Umweg einer Ausleihe zur TSG Hoffenheim - wenn auch nicht ganz freiwillig.

"Das war schon ein Schock für mich, weil ich ein oder zwei Tage später nach München gefahren und wir ins Trainingslager geflogen wären. Darauf war ich einfach schon eingestellt", erzählt Alaba, der sich damals in Wien aufgehalten hatte.

Das Geschäft hatte der damalige Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger forciert. "Es ist dann wirklich relativ schnell gegangen. Ich hatte ein paar Stunden Zeit gehabt, um mich zu entscheiden, habe damals gleich auch Fieber bekommen, weil ich so geschockt war", so der Bayern-Star.

Für die Kraichgauer bestritt der damals 18-Jährige schließlich 18 Bundesligaspiele, bei denen ihm fünf Scorerpunkte gelangen.

Ihm sei durch den Kopf gegangen, dass er gar nicht mehr zum FC Bayern zurückkehren bräuchte, wenn er es dort nicht schaffen würde, seine Spiele zu machen, erzählt der ÖFB-Legionär.

In seinem dritten Bundesligamatch für die Bayern waren ihm zwei Fehler unterlaufen, die zu einer 1:2-Niederlage in Frankfurt führten.

"Danach bin ich in ein Loch gefallen, und mir ist es schwergefallen, wieder in Form zu kommen", gibt der Wiener zu.

Diese Zeit ist lange Geschichte. Alaba gilt im Kader der Bayern als annähernd unersetzbar und besitzt noch einen Vertrag bis 2021.

Textquelle: © LAOLA1.at

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