Beendet
3:3
1:2 , 2:1
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Das ärgert Adi Hütter nach dem verspielten Sieg gegen Union

Eintracht Frankfurt gibt beim Bundesliga-Comeback von Adi Hütter eine 3:1-Führung aus der Hand. Nach Spielende ärgerte den Coach eine Sache ganz besonders.

Das ärgert Adi Hütter nach dem verspielten Sieg gegen Union Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

Adi Hütter verpasste bei seinem Bundesliga-Comeback als Trainer von Eintracht Frankfurt den perfekten Saisonauftakt.

Die Eintracht führt beim 1. FC Union Berlin am ersten Spieltag bereits mit 3:1, muss sich nach einem späten Gegentreffer von Tim Skarke aber mit einem 3:3 begnügen (zum Spielbericht >>>).

Entsprechend groß ist der Ärger beim österreichischen Coach. "Wenn du 3:1 führst, dann musst du das auch über die Ziellinie bringen. Das haben wir nicht geschafft", meinte Hütter im "Sky"-Interview.

Hütter: "Haben unser Spiel nicht durchgezogen"

Dabei sieht der 56-Jährige die Leistung seiner Mannschaft über weite Strecken durchaus positiv. Frankfurt habe das Spiel über 75 Minuten lang "sehr ordentlich" gestaltet, gleichzeitig habe Union mit vielen hohen Bällen für Probleme gesorgt.

Vor allem nach der Pause verlor die Eintracht laut Hütter zunehmend die Kontrolle. "Was mich gestört hat, war, dass wir die Kontersituationen nicht so genutzt haben und dass wir das Spiel auf der anderen Seite nicht unter Kontrolle gebracht haben."

Sein Fazit fällt deshalb trotz des Punktgewinns kritisch aus: "Wir haben unser Spiel nicht durchgezogen, und das ist das, was mich am meisten ärgert."

Auch die beiden Gegentreffer nach Standards beschäftigten den Trainer. Die Eintracht habe zwar unter der Woche an diesen Situationen gearbeitet, verfüge allerdings nicht über die größte Mannschaft. Zudem standen mit Jeremiah Maluze, Keita Kosugi und Elias Baum mehrere junge, beziehungsweise unerfahrene Spieler, in der Defensive.

"Da muss man schon sagen, dass wir es dafür sehr ordentlich gemacht haben, aber nicht gut genug", so Hütter.

Lob für Hattrick-Schützen Ebnoutalib

Einen Lichtblick gab es für Hütter dennoch: Younes Ebnoutalib erwischet einen Traumtag und erzielte alle drei Frankfurter Treffer.

"Besser kannst du dir einen Start als Bundesliga-Stürmer nicht wünschen", schwärmte Hütter. Der Angreifer arbeite zudem "unglaublich viel für die Mannschaft".

Auch Torhüter Noah Atubolu, der erst vor wenigen Tagen leihweise vom SC Freiburg verpflichtet wurde, bekam ein Sonderlob vom Trainer.

Querfeld zwischen Schuld und Wiedergutmachung

Aufseiten der Berliner erlebte Leopold Querfeld derweil eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Der ÖFB-Legionär verschuldete zunächst mit einem folgenschweren Fehler die Frankfurter Führung. Nach dem Anstoß misslang dem 22-Jährigen die Ballannahme, Ebnoutalib ging dazwischen und traf zum 2:1.

"Das sollte nicht passieren. Es hat mir auch extrem leidgetan für die Mannschaft", gab Querfeld im "Sky"-Interview offen zu.

Der Innenverteidiger konnte seinen Fehler allerdings eindrucksvoll korrigieren. In der 79. Minute köpfte er Union zum 2:3-Anschluss und bereitete in der Nachspielzeit auch noch Skarkes Ausgleich vor.

"Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mich nicht beschäftigt hat", erklärte Querfeld. "Solche Fehler dürfen halt trotzdem nicht passieren."

Dass er seiner Mannschaft mit einem Tor und einem Assist noch einen Punkt bescherte, sei deshalb umso schöner. "Dass dann noch ein Tor und ein Assist gelingt, ist natürlich eine Draufgabe. Da bin ich sehr, sehr glücklich darüber, dass ich der Mannschaft dann doch noch was zurückgeben konnte."

Union schöpft Mut aus Aufholjagd

Querfeld hebte vor allem die Moral seiner Mannschaft hervor. Trotz des 1:3-Rückstands habe Union bis zum Ende an die Wende geglaubt.

"Ich glaube, es gibt auch Mannschaften, die nach so einem Gegentor einbrechen. Wir haben bis zum Ende daran geglaubt und hatten natürlich auch ein Stadion, das uns getragen hat", so der Österreicher.

Für beide Teams geht es am kommenden Wochenende in der Bundesliga weiter: Union gastiert bereits am Samstag bei Bayer Leverkusen, Frankfurt empfängt am Sonntag den FC Augsburg.

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