ÖFB-Teamchef Foda findet bei WM Vorbilder

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ÖFB-Teamchef Franco Foda hat seine Beobachtungsreise zur FIFA WM 2018 nach Russland mit dem Rückflug am Mittwoch um 6:00 Uhr Moskauer Ortszeit beendet.

Mit Belgien gegen Tunesien (5:2), England gegen Panama (6:1) und Frankreich gegen Dänemark (0:0) hat er zwei trefferreiche und eine weniger aufregende Partie live vor Ort gesehen. Dem "Kurier" schildert Foda seine Eindrücke.

Für sich selbst hat der 52-Jährige mitgenommen, dass das In-Game-Coaching hohe Bedeutung besitzt. Den Ansatz von Jogi Löw im Spiel Deutschlands gegen Schweden, schon zur Pause einen weiteren Stürmer zu bringen, "hätte ich auch gemacht."

Dass es kaum Angriffspressing gegeben habe, hat den ÖFB-Coach besonders überrascht, der Grund sei aber nicht klar: "Vielleicht, weil viele schon eine lange Saison hinter sich gebracht haben. Da wurde auf allen Seiten abgewartet. Leidenschaft konnte da noch etwas bewirken."

Mit der nahenden Entscheidung habe sich das geändert, vor allem für die "Kleinen": "Technisch sind sie alle gut, aber wenn sie gewinnen müssen, die Räume größer werden, bekommen sie riesige Probleme in der Defensive." Das sei der Grund für die vielen Tore in den ersten beiden von ihm beobachteten Spielen.

England und Belgien als ÖFB-Vorbilder

Den klassischen Stürmer gebe es nicht mehr, auch Offensiv-Stars wie Romelu Lukaku und Harry Kane würden auf beeindruckende Weise in das Kombinationsspiel eingreifen.

England und Belgien seien aufgrund ihrer Variabilität demnach auch Vorbilder für das ÖFB-Spiel, die grundsätzliche österreichische Spielidee würde sich von dieser Anlage nicht unterscheiden und auf Unberechenbarkeit setzen. "Aus der Dreierkette spielen sie sehr variabel nach vorne und sind defensiv kompakt. Sie können jederzeit umstellen auf eine Vierer-, Fünfterkette oder Raute."

Favoriten würden aber Deutschland oder Brasilien bleiben, die nicht so variabel agieren, aber die entsprechende individuelle Klasse mitbringen. Fodas Geheimfavorit? Uruguay.

Die Organisation der Endrunde beschreibt er als "perfekt. Das hätte ich mir ehrlich gesagt nicht so vorgestellt."

Insgesamt wurden zehn Spiele von ÖFB-Trainern beobachtet.

Textquelle: © LAOLA1.at

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