Gladbach überrollt vom WAC: "Ein Albtraum"

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Als Mario Leitgeb in der 68. Minute zum vierten Tor einköpfte und jubelnd abdrehte, hatten zahlreiche Fans von Borussia Mönchengladbach genug gesehen. Scharenweise strömten die Anhänger der Deutschen aus dem Stadion.

Rund 35.000 Menschen waren gekommen und wurden Zeugen, wie der Wolfsberger AC aus einer Stadtgemeinde mit gerade einmal 25.000 Einwohnern den zweifachen Europacup-Sieger mit 4:0 aus dem Stadion schoss.

Die „Fohlen“ waren nach dem Schlusspfiff bedient. Eine so hohe Heimniederlage haben sie in ihrer durchaus ruhmreichen Europacup-Geschichte noch nie erlebt. „Das war ein gebrauchter Tag“, war Max Eberl geknickt.

"Vielleicht hat der eine oder andere nicht richtig hingehört"

Eberl über Roses Warnungen

Der Sportdirektor ärgerte sich: „Wir haben versucht, Fußball zu spielen und gedacht, wir könnten Wolfsberg auseinander spielen. Marco Rose hat drei Tage lang auf die Aggressivität der Wolfsberger hingewiesen – er kennt sie wie kein anderer. Vielleicht hat der eine oder andere nicht richtig hingehört und gedacht, dass wir sie schon besiegen werden. Das haben wir nicht getan.“

"Ein Ding der Haltung"

Auch Trainer Rose war sich nicht ganz sicher, ob er im Vorfeld Gehör bei seinen Schützlingen gefunden habe: „Ich habe diese Woche viel erzählt, viel berichtet. Das eine ist, über Dinge zu reden, das andere ist, es tatsächlich zu fühlen. Es ist ein Ding der Haltung.“

Der ehemalige Erfolgscoach von RB Salzburg weiter: „Wir wussten genau, was auf uns zukommt und haben es trotzdem nicht geschafft, die richtigen Wege, die richtigen Lösungen zu finden. Wir müssen aus diesem Spiel die richtigen Schlüsse ziehen und uns Gedanken machen - alle miteinander.“

"Im österreichischen Fußball ist in den letzten zwei, drei Jahren etwas entstanden. Man fährt nicht nur wo hin und schaut sich die Stadien an. Man will auch wirklich etwas erreichen", weiß Rose. 

Nach 53 ungeschlagenen Heimspielen in Serie hat Rose nun übrigens zwei en suite verloren – zunächst das 1:3 gegen RB Leipzig, nun das 0:4 gegen den WAC.

Dass die Niederlage gegen den Underdog aus Kärnten richtig schmerzt, steht außer Zweifel. „Es ist ein Albtraum. Das ist ein herber Dämpfer“, stöhnte Matthias Ginter. Sein Mitspieler Denis Zakaria war ratlos: „Ich kann wirklich nicht sagen, was passiert ist. Wir müssen das aufarbeiten. Wir können dieses Spiel nicht akzeptieren.“

Sportchef Eberl forderte das gesamte Team: „Wir brauchen jetzt nicht einzelne Spieler an die Wand stellen, wir müssen die ganze Mannschaft kritisieren. Wir müssen uns jetzt alle mal richtig schütteln und dann auch die Lehren daraus ziehen - da gibt es einige. Heute war nicht so viel Positives dabei.“

Textquelle: © LAOLA1.at

Europa League: Die WAC-Gala in Gladbach "eine magische Nacht!"

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