Stichwort Kaderhygiene
Ingolitsch hob dabei nochmal die gewonnene Breite, die es Sturm ermöglicht auch in wichtigen Spielen durchzuwechseln, hervor.
"Wir haben einen guten und breiten Kader, wir haben Spieler, die andere ersetzen können und ich glaube, das sieht man momentan auch Spiel für Spiel. Es ist auch gut für die Hygiene in der Mannschaft, wenn jeder das Vertrauen bekommt."
Ruhige erste Hälfte
Durchgang eins hatte jedoch wenig bis gar nichts zu bieten. Sturm spielte vorsichtiger, fokussierte sich auf die eigene Defensive. Rennes wiederum fand kaum Lücken. Einzig in Minute 30 war der wie gewohnt starke Daniil Khudyakov zur Stelle.
Zwei Tore auf beiden Seiten des Feldes wurden nachträglich durch den VAR wegen Handspiels bzw. aktiven Abseits zurückgenommen.
"Man muss auch die Qualität des Gegners sehen. Wir haben unseren Matchplan durchgezogen und ihre Schwächen auch ein wenig neutralisiert. Das gibt uns Auftrieb gegen solche Gegner" lobte Jürgen Heil die Franzosen.
Unterhaltsamer zweiter Durchgang
Im zweiten Spielabschnitt wendete sich das Blatt aber um 180 Grad. Die 13.109 Zuschauer in Graz-Liebenau kamen voll auf ihre Kosten. Sowohl Sturm als auch Rennes spielten mutig nach vorne und hatten Chancen auf die Führung.
"Wir waren der Underdog. Aber es ist uns gelungen, die Fans anzustacheln und Rennes einen harten Fight zu liefern", fasste Heil die Partie nach der Pause zusammen.
Bei Sturm hatte Jacob Peter Hödl nach einem Konter die beste Gelegenheit (54.), bei Rennes scheiterte Esteban Lepaul an Khudyakov (61.).
Es tut schon weh, dass der Lucky-Punch nicht mehr gefallen ist. Trotzdem bin ich richtig stolz auf die Mannschaft.
Kein Lucky-Punch
In den letzten Minuten drückten die Hausherren, angetrieben von den eigenen Fans, nochmal auf den Siegtreffer. Dieser wollte aber nicht mehr fallen.
"Es tut schon weh, dass der Lucky-Punch nicht mehr gefallen ist. Trotzdem bin ich richtig stolz auf die Mannschaft", so Ingolitsch.
Er lobte zudem den Ansatz seiner Mannschaft in den letzten Minuten: "Wir waren mutiger. Auch durch die Einwechslung von Simon Seidl als Wingback haben wir versucht auf Sieg zu spielen und nicht hinten dicht zu machen. Das Momentum ist endgültig gekippt, das Stadion ist gestanden und es lag was in der Luft."
Nichtsdestotrotz blieb es am Ende beim torlosen Remis, das von den Spielanteilen so auch in Ordnung geht. "Ein verdientes Unentschieden. Am Ende haben wir gedrückt, wenn dann einer reingeht, wäre das richtig schön gewesen", sagte Valmir Matoshi.
Was soll besser werden?
Ausbaufähig bleibt in solchen Spielen aber der offensive Output, wie der Cheftrainer bestätigte: "Wir haben viele Offensivmomente in den letzten Spielen verpuffen lassen. Wir treffen oft die falsche Entscheidung oder agieren zu ungenau. Das können wir uns auf jeden Fall steigern."
Vier Punkte gegen den LASK und Stade Rennes. Für Sturm ist die englische Woche gut gestartet, am Sonntag wird sie mit dem Topspiel beim FC Red Bull Salzburg finalisiert.
Dort will man den Erfolgslauf bestmöglich fortsetzen und endgültig wieder in die Spitzengruppe springen.