Salzburg-Coach Marsch: "Nicht der ideale Gegner"

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Der FC Salzburg weiß, wie die internationale Reise im Frühjahr weitergeht.

Mit Villarreal haben die Bullen einen attraktiven Gegner mit viel internationaler Erfahrung gezogen. Große Jubelstürme löst das Sechzehntelfinal-Los bei Trainer Jesse Marsch aber nicht aus. "Es ist nicht der ideale Gegner für uns", spricht der US-Amerikaner aber von einem interessanten Gegner.

Der Meistertrainer begründet seine Aussage folgendermaßen: "Weil es ein guter Gegner ist. Ein Vorteil für uns ist, dass wir letztes Jahr zwei oder drei Spiele vor der Serie gegen Frankfurt hatten, diesmal haben wir fünf oder sechs. Diesmal können wir mehr Rhythmus, Fitness und hoffentlich auch unsere Top-Form finden."

"Villarreal wird sehr unangenehm"

Marsch schwärmt vor allem vom Niveau in der spanischen La Liga, das den Salzburgern bereits in der Champions League gegen Ateltico Madrid zum Verhängnis wurde. Auch Villarreal sei nicht zu unterschätzen.

"Für mich ist es ein sehr interessanter Gegner, fußballerisch stark, mit einem Trainer, der sehr viel Erfahrung in dieser Europa-League-Knockout-Phase hat. Sie sind Vierter in La Liga, eine super Liga. Wir haben auch gegen Atletico gelernt, dass viele Gegner aus der Liga sehr gut und auf hohem Niveau sind." Los-Glück oder nicht, "in der K.o.-Phase in der Champions oder Europa League bekommt man nur gute Gegner".

Ähnlich sieht es Andre Ramalho. Der Abwehr-Routinier hat schon Erfahrungen mit Villarreal gemacht - sowohl mit Salzburg als auch mit Bayer Leverkusen, "beide Male nicht so erfolgreich." Der 28-Jährige freut sich auf die neue Herausforderung, weiß jedoch, dass spanische Mannschaften Salzburg bisher nicht so gelegen sind.

"Ich finde schon, dass es sehr unangenehm wird. Spanische Mannschaften sind bekannt für Ballbesitz. Ich kann mich auch erinnern, dass sie alles geben, um ihr Tor zu verteidigen. Sie haben auch sehr viel individuelle Qualität. Das wird sehr schwer, aber wir werden den Gegner genau analysieren, was wir besser machen sollen und auf jeden Fall unsere CL-Erfahrungen mitnehmen. Wir werden versuchen, noch mal alles zu geben. Wir wollen unbedingt weiterkommen, das ist unser Ziel, das muss so sein", gibt Ramalho die Marschroute vor.

Muss Europa-League-Triumph wieder das Ziel sein?

Einen Favoriten will man in diesem Duell nicht benennen. Marsch glaubt nicht, dass Salzburg der Favorit ist, merkt aber an, dass die Entscheidung relativ knapp ist.

Auch der Coach warnt vor Vertretern der spanischen Liga. "La Liga ist eine sehr besondere Liga mit vielen guten Fußballern, das macht es so interessant. Auch taktisch haben sie einen guten Trainer, aber technisch ist das Level von der Qualität her sehr hoch. Ein Teil, der gut sein kann für unser Pressingspiel, aber es ist eine große Herausforderung. Wenn wir das nicht gut schaffen, bekommen wir Probleme in die andere Richtung", betont der Erfolgstrainer.

Am wichtigsten sei es jedoch, die Lehren aus der bisherigen und den vergangenen Europacup-Saisonen zu ziehen. Vor einem Jahr preschte Marsch vor, indem er nach dem Aus in der Champion-League-Gruppenphase verlautbarte, dass Salzburg nun die Europa League gewinnen kann.

Diesmal ist er durchaus kleinlauter: "Schritt für Schritt! Letztes Jahr haben wir gehofft, dass Minamino und Haaland und alle bleiben, die Situation ist anders. Dieses Jahr müssen wir sehen, was passiert mit unserem Kader. Wir bekommen einen guten Spieler mit Brenden Aaronson, einem Amerikaner - das ist gut für uns. Ich glaube, es ist wichtig, nur Spiel für Spiel zu spielen."

"Die Euro League ist jetzt unser Bewerb"

Lehren zu ziehen, wird ein sehr entscheidender Faktor sein. Auch Ramalho betont, dass man die Erfahrungen durchaus mitnehmen muss, um gegen Villarreal eine Chance zu haben.

Dass speziell das Atletico-Spiel ein Vorteil im Hinblick auf Villarreal sein kann, sieht der Brasilianer aber nicht so. "Die Philosophie ist schon anders. Atletico ist eine Mannschaft, die viel ins Verteidigen investiert. Villarreal investiert sehr viel in Ballbesitz, vor allem, wenn man den Trainer kennt. Aber natürlich haben wir schon sehr viel Erfahrung mit spanischen Mannschaften, wir hatten auch schon Real Sociedad. Aber jeder Gegner ist anders, auch wenn sie in der gleichen Liga spielen", analysiert Ramalho.

Was der Verteidiger jedoch bestätigen kann, ist, dass die volle Konzentration bereits der Europa League gilt und das Aus in der Champions League aus den Köpfen verbannt werden muss - wenn nicht jetzt, dann spätestens bis Februar.

"Das muss drin sein in den Köpfen. Es ist Vergangenheit. Es ist schade, wir waren sehr knapp dran, aber das müssen wir schon vergessen. Wir reden jetzt nur über die Euro League, das ist jetzt unser Bewerb. Unser Ziel ist es immer, so weit wie möglich zu gehen. Bis Februar ist noch Zeit genug, um uns auf dieses Spiel zu konzentrieren."

Textquelle: © LAOLA1.at

Villarreal! Machbares Los für FC Salzburg im EL-1/16-Finale

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