Greiml: "Nichts Geileres, als in EL zu spielen"

Greiml: Foto: © GEPA
 

Der SK Rapid Wien steht zum bereits neunten Mal in der Vereinsgeschichte in der Gruppenphase der UEFA Europa League. Damit zählen die Hütteldorfer weiterhin zu den Rekordteilnehmern des Bewerbs, nur Lazio Rom und die PSV Eindhoven kommen ebenfalls auf neun Teilnahmen.

Mit einem 3:2-Sieg im Rückspiel bei Zorya Luhansk (Spielbericht >>>) fixierten die Grün-Weißen ihr EL-Ticket und heimsen damit ein Startgeld von 3,63 Millionen Euro ein. Nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel warnte Coach Dietmar Kühbauer seine Mannschaft noch, sah "keinen Spaziergang" in die Gruppenphase.

Doch früh im Spiel war klar: Es wird doch ein Spaziergang werden. Schon nach 15 Spielminuten war Rapids Aufstieg klar, Neuzugang Marco Grüll und Defensiv-Youngster Leo Greiml sorgten für eine komfortable 2:0-Führung. Für den 20-jährigen Greiml war es ein ganz besonderes Tor, war es doch das erste in seiner Profi-Laufbahn beim SK Rapid.

Der Waldviertler belohnte sich auch für überragende vergangene Wochen. Zu Saisonbeginn noch auf der Bank, lief er Kevin Wimmer in Windeseile dessen Stammplatz ab. Nun steht der Innenverteidiger am Gipfel seiner noch sehr jungen Karriere.

Nach seinem Treffer zum 2:0 war Greiml klar, "dass wir weiterkommen. Für mich als 20-jähriger Bursch gibt es nichts Geileres als in der Europa League zu spielen, außer natürlich in der Champions League, und die wird auch noch kommen", hat der U21-Teamspieler im "ORF"-Interview bereits ein ambitioniertes Ziel für die Zukunft.

Grüll: "Eine sehr geile Erfahrung"

Der Waldviertler geht bestimmt als einer der Gewinner in dieser bisherigen Rapid-Saison in die nach dem kommenden Wochenende anstehende Länderspiel-Pause. Ebenfalls ein Gewinn für die Hütteldorfer war die Verpflichtung von Marco Grüll. Der flinke Außenbahnspieler war wie schon im Playoff-Hinspiel auch diesmal erfolgreich, markierte seinen sechsten Treffer für die Grün-Weißen seit seiner Ankunft.

"Bei meinem Tor war der Winkel nicht sonderlich super, ich habe aber gesehen, dass der Tormann ein bisschen im langen Eck steht, deshalb habe ich den Ball mit dem Spitz ins kurze Eck geschossen", erklärt der 23-Jährige seinen Führungstreffer.

Dass Grüll in dieser Spielzeit überhaupt international spielt, ist keinesfalls selbstverständlich. Vor zwei Jahren spielte der Salzburger noch in der Regionalliga für St. Johann im Pongau, danach sicherte sich die SV Ried die Dienste des U21-Stürmers. Dort war er maßgeblich am Aufstieg und dem späteren Klassenerhalt in der Bundesliga verantwortlich.

Nachdem es mit einem Engagement bei Serienmeister Red Bull Salzburg nichts wurde, schlug Rapid zu - mit großem Erfolg. "International zu spielen ist eine sehr geile Erfahrung", meint Grüll daher.

Der 1:0-Torschütze weiter: "Gesamt gesehen war die Partie im Finish schon entschieden, aber wir wollten auch unbedingt gewinnen, das haben wir mit ein bisschen Glück am Schluss geschafft. Über weite Strecken haben wir aber souverän agiert."

Kühbauer: "Keine Frage, wer die bessere Mannschaft war"

Eine souveräne Leistung sah auch Rapid-Chefbetreuer Dietmar Kühbauer. Der 50-jährige Burgenländer zeigte sich nach dem Spiel rundum zufrieden: "Das war eine Top-Leistung von uns. Wir haben vom Start weg das durchgezogen, was wir uns vorgenommen haben, und hatten mit der schnellen 2:0-Führung auch einen guten Spielverlauf."

Bei diesem Gesamtscore stellt sich nicht die Frage, wer die bessere Mannschaft war.

Nach dem 2:0 schaltete der Rekordmeister einen Gang zurück, ermöglichte so den Anschlusstreffer von Luhansk. Dennoch war die Messe zu diesem Zeitpunkt bereits gelesen, spätestens das 3:1 durch Taxiarchis Fountas machte endgültig alles klar. 

Ein hochumstrittener Elfmeterpfiff gegen Thorsten Schick, der das 2:3 durch Shabab Zahedi bedeutete, tat dem nichts mehr zur Sache. Daraufhin holte sich auch Ersatzkeeper Paul Gartler, der den an der Schulter verletzten Richard Strebinger ersetzte, mit einem gehaltenen Strafstoß nach ebenso fragwürdiger Entscheidung eine Portion Selbstvertrauen.

Für Kühbauer geht das Ticket für die Europa-League-Gruppenphase jedenfalls zurecht an Rapid: "Bei diesem Gesamtscore stellt sich nicht die Frage, wer die bessere Mannschaft war."


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