Marseille hat "Nacht in der Hölle überlebt"

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Nach Marseilles dramatischem Finaleinzug in der Europa League gegen Salzburg feiert die französische Presse vor allem einen Mann. Torhüter Yohann Pele, der die roten Bullen mehrmals zur Verzweiflung brachte und ein Vater des Weiterkommens ist.

"Yohann Pele hat die bösen Zungen zum Schweigen gebracht. Als das Schiff von Marseille am Kentern war, hat der 'Albatros' seine Flügel ausgebreitet", schreibt "Le Figaro".

Laut "L'Equipe" habe man in Salzburg sogar "eine Nacht in der Hölle überlebt" und sei am Worst-Case nur um "wenige Zentimeter" vorbeigeschrammt.

Überblick der Pressestimmen:

Le Figaro: "Marseille hat es trotz der Niederlage gegen Salzburg ins Finale geschafft. (...) Yohann Pele hat die bösen Zungen zum Schweigen gebracht. Als das Schiff von Marseille am Kentern war, hat der 'Albatros' seine Flügel ausgebreitet. (...) Der zweite Tormann von OM war großartig am Donnerstagabend. Nicht nur durch seine Körpergröße (1,96 m), sondern auch durch sein Talent."

Le Parisien: "Nach dem Sieg beim Hinspiel (2:0) hat sich OM dank eines heroischen Torschusses seines Verteidigers Rolando in der Verlängerung in das Finale der Europa League geschossen. (...) Yohann Pele, der den Übernamen 'Albatros' trägt, hat noch einmal ein großes Spiel gezeigt. (...) Man muss bemerken, dass die Fans von OM keine bedeutenden Zwischenfälle in der Stadt hervorgerufen haben. Man muss auch sagen, dass die Fans von Red Bull beinahe unsichtbar waren in der Fußgängerzone."

L'Equipe: "Während der ganzen zweiten Halbzeit hart bedrängt, ist es Marseille dennoch gelungen, sein Schicksal durchzusetzen und sich für das Finale in Lyon zu qualifizieren. (...) Wenn die Angst, alles zu verlieren, die Freude über den Sieg potenziert, dann werden die Anhänger von Marseille lange, lange außer sich vor Freude sein, nachdem sie gestern in Salzburg eine Nacht in der Hölle überlebt haben und einige Zentimeter davon entfernt waren, von der Höhe ihrer Träume herunter zu fallen."

Le Monde: "OM im Finale, Marseille in Ekstase. (...) Ein Moment, auf den Marseille seit vierzehn Jahren und jenem Finale des im Jahr 2004 gegen Valencia (0:2) verlorenen UEFA-Pokals wartet. Ein erstickendes Szenario, das beinahe zum Albtraum wurde. Aber am Ende der panischen Angst, der abgenagten Fingernägel, der verdeckten Blicke, um die österreichischen Chancen nicht zu sehen, eine immense, unbeschreibliche Freude."

Ouest-France: "OM im Finale der Europa-League: Der Wahnsinn hat Marseille ergriffen. Vor dem Riesenbildschirm im Stadion Velodrome (...) haben etwa 18.000 Fans der Mannschaft von Marseille bis zuletzt gezittert. Dann kam die Glückseligkeit der Qualifikation für ein fünftes europäisches Finale, wodurch man endlich die 1:2-Niederlage der Mannschaft in der Verlängerung vergessen konnte."


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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