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Last-Minute-"Bullen"? "Die größte Erkenntnis ist..."

Wieder kurz vor Ende, wieder dank eines Jokers - die Salzburger gewinnen gegen Pafos in einer Art und Weise, wie es in den letzten Jahren nur selten gelang.

Last-Minute-"Bullen"? "Die größte Erkenntnis ist..." Foto: © GEPA

Spielerische Dominanz mit wenig Output, defensive Schnitzer und gleich mehrere verletzte Spieler - diese Charakteristiken sind den Fans des FC Salzburg aus vielen Spielen der letzten Krisenjahre bekannt.

Am Donnerstag bekamen sie in der Red Bull Arena deshalb fast schon Gewohntes geboten - allerdings mit gänzlich anderem Ausgang!

Die "Bullen" konnten das Hinspiel der Drittrunden-Partie in der Qualifikation zur UEFA Europa League gegen den Pafos FC dank eines späten Treffers knapp gewinnen (Spielbericht>>>).

Es war dies der zweite Salzburger Last-Minute-Sieg in Folge, nachdem am Samstag zum Bundesliga-Auftakt bereits der TSV Hartberg kurz vor Ende der regulären Spielzeit geknackt werden konnte.

"Die größte Erkenntnis aus den zwei Siegen ist, dass die Mannschaft in jeder Phase in der Lage ist, ein Tor zu erzielen. Das gibt natürlich brutal viel Vertrauen", so Coach Danny Röhl.

Röhl: "Im richtigen Moment wieder ein Jokertor"

Der Deutsche wechselte bei beiden Spielen den Sieg ein. Gegen Hartberg gelang Karim Konate ein Jokertor, diesmal war es Haris Tabakovic, der zum ersten Mal im Salzburger Dress einnetzen konnte und damit sogleich die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen konnte: Zu knipsen.

Röhl freut sich: "Im richtigen Moment wieder ein Jokertor - das spricht für die Qualität der Bank."

"Die Schlüsse, die Marcus (Sportchef Marcus Mann, Anm.) aus der letzten Saison mitgenommen hat, waren, dass wir genau solche Spieler bringen können müssen", weiß der Jungtrainer.

Die Neuzugänge liefern

Flanke von Neuzugang Abubakr Barry, Ablage von Neuzugang Nikolas Veratschnig, Treffer von Neuzugang Tabakovic - Zufall ist diese neu gewonnene Qualität der Salzburger nicht.

Einerseits wurde am Transfermarkt gezielt nach Torgefahr gesucht, andererseits lag in der Vorbereitung genau auf solchen Situationen der Fokus. So war der Ablauf vor dem entscheidenden Tor gegen Pafos mehr oder weniger einstudiert.

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Gelungene erste Wochen im Amt für Salzburg-Trainer Danny Röhl
Foto: ©GEPA

Konzepttrainer Röhl führt aus: "Wenn der Ball von der ballnahen Seite von außen nach innen kommt, wollen wir Diagonalläufe in die Box haben. Wir wollen die letzte Lauflinie immer wieder mit Laufwegen bedrohen, so hat man final zwei, drei Spieler, die den zweiten Ball aufsammeln können."

Spiel-Abbruch stand im Raum

Nach Wunsch lief am Donnerstag aber bei weitem nicht alles. Die "Bullen" kamen zwar gut in die Partie rein, wurden aber nur kurz darauf vom Salzburger Starkregen gestoppt. Erst nach einer gut zweistündigen Unterbrechung konnte mit dem Fußballspielen fortgefahren werden.

"Wir wussten nicht, ob es weitergeht oder nicht. Kurz stand auch im Raum, dass das Spiel abgebrochen wird. Es wurde schon diskutiert, um welche Uhrzeit wir morgen anstoßen", verrät Röhl.

Die lange Pause wurde dafür genutzt, um die 15 bereits absolvierten Spielminuten zu analysieren und kleinere taktische Anpassungen vorzunehmen. Nach Wiederanpfiff machte Salzburg dominant weiter, die Großchancen blieben zwar aus, der Gegner konnte aber komplett ungefährlich gehalten werden.

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Viel Luft nach oben in Halbzeit zwei

Nach Seitenwechsel gelang dies immer weniger. Pafos-Stürmer Lele nützte nach einer guten Stunde beinahe einen Aussetzer von Dominik Schmid, einzig Jungkeeper Christian Zawieschitzky hatte was dagegen.

"Eine überragende Aktion von 'Chris', er löst das hervorragend. Da kann man auch in Rückstand geraten, was zu dem Zeitpunkt nicht verdient gewesen wäre", zieht Röhl den Hut.

Dann sei es darum gegangen, das Risiko abzuwägen und die Defensive wieder zu stabilisieren, so der 37-Jährige. Verletzungsbedingt musste der Deutsche kurz darauf schon vergleichsweise früh mit Konate und Tabakovic seine beiden Edeljoker ziehen. Der Ausgang ist bekannt.

Zawieschitzkys Matchplan fürs Rückspiel: "Am besten drüberfahren"

Nun dürfen die Salzburger mit einer guten, aber keiner überragenden Ausgangslage zum Rückspiel auf Zypern fliegen.

Im Ausweichstadion von Pafos in Limassol biss sich in den letzten Jahren bereits der ein oder andere größere Name die Zähne aus - so konnte Pafos in der Vorsaison in der Champions League Slavia Prag und den FC Villarreal "zuhause" bezwingen, gegen Hajduk Split drehte der zyprische Cup-Sieger erst in der Vorwoche eine 0:2-Hinspielniederlage in einen Aufstieg um.

"Wir wissen, was uns auf Zypern blüht: Ein heißer Tanz. Trotzdem sind wir in der Lage, mit unseren Tools ein Clean Sheet zu erreichen und weiterzukommen", ist Röhl überzeugt.

Goalie Zawieschitzky ergänzt gegenüber "ServusTV" gewohnt selbstbewusst: "Wir dürfen uns auf dem Vorsprung nicht ausruhen. Wir müssen immer weitermachen und am besten drüberfahren."

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