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Violetter VAR-Ärger: "Schwer zu akzeptieren"

Die Wiener Austria ist nach einem aberkannten Tor sauer und zweifelt die Qualität der TV-Bilder an. Helm ist in Sachen Flaschenwurf indes einsichtig.

Violetter VAR-Ärger: "Schwer zu akzeptieren" Foto: © GEPA

Null Punkte, null Tore – die ersten beiden Runden der ADMIRAL Bundesliga sind für die Wiener Austria alles andere als erfreulich verlaufen.

Nach dem 0:3 beim WAC setzte es diesmal eine 0:2-Heimniederlage gegen den LASK. Die Violetten zieren das Ende der Tabelle.

"Nicht zu früh auf die Tabelle schauen"

Reinhold Ranftl winkt ab: "Man darf nicht zu früh auf die Tabelle schauen. Aber natürlich sind null Punkte zu wenig für unsere Ansprüche."

Im Gegensatz zur sehr schwachen Vorstellung in Wolfsberg hat die Austria diesmal gegen den Titelverteidiger eine recht ansprechende Leistung gebracht.

"Wenn der Spielverlauf ein bisschen auf unserer Seite ist, kann das ganz anders ausschauen. Ich glaube nicht, dass der LASK heute um zwei Tore besser war", findet Johannes Handl.

Sein Trainer, Stephan Helm, pflichtet ihm bei: "Es wäre möglich gewesen, mehr mitzunehmen."

Eine hauchdünne VAR-Entscheidung

Tatsächlich jubelte der FAK in der zwölften Minute über ein Kopfballtor von Ibrahim Buhari. Aber nicht allzu lange, nach einer drei Minuten langen Überprüfung stellte der VAR fest, dass Assistgeber Taeseok Lee im Abseits gestanden sein soll.

Die zur Pause bei "Sky" gezeigte kalibrierte Linie kann diese Erkenntnis weder eindeutig bestätigen noch widerlegen, eine Millimeter-Entscheidung.

"Mir kann hundertmal jemand erzählen, dass das kalibriert ist, ich glaube nicht, dass die Technik in so einem Moment alles abdeckt."

Stephan Helm

Und genau das ärgert die Austrianer. Handl: "Da wirst du einfach ungeduldig, es wird fünf Minuten überprüft und dann auf Abseits entschieden. Wenn es so lange dauert, dann ist es so, dass man es eh nicht gescheit erkennt."

Sind die TV-Bilder gut genug?

Auch Ranftl zweifelt: "Ich weiß nicht, ob wir in Österreich so gute Bilder haben, dass man das sieht. Das ist ärgerlich, aber wir müssen es so hinnehmen."

"Es ist schwer, diese Linie zu akzeptieren. Ich zweifle diese Entscheidung an. Mir kann hundertmal jemand erzählen, dass das kalibriert ist, ich glaube nicht, dass die Technik in so einem Moment alles abdeckt. Da sitzt ja ein Mensch, der die Punkte setzt", ist Coach Helm sauer.

Helms Flaschenwurf

Der violette Trainer sah wenig später die Gelbe Karte, weil er im Ärger über ein nicht geahndetes Foul eine Flasche aufs Feld warf.

Diesbezüglich gibt sich der Burgenländer einsichtig: "Eineinhalb Meter vor mir passiert das Foul. Ich habe zufällig die Flasche in der Hand. Das brauche ich nicht zu machen, so selbstkritisch muss ich sein. Ich habe dem Schiedsrichter auch gesagt, dass das nicht okay war, die Flasche ist drei Meter in die Luft geflogen. Das war im Affekt. Das war ein Fehler. Jeder weiß, dass ich eigentlich an der Seitenlinie ein umgänglicher Mensch bin."

Keine weiteren Diskussionen

Keine Diskussionen gab es wiederum beim zweiten aberkannten Tor der Austria, als der Ball von Kelvin Boatengs Hand ins Tor ging, nachdem ihn LASK-Verteidiger Joao Tornich angeschossen hatte.

Und auch über die Rote Karte gegen Aleksandar Dragovic, der einen Schuss kurz vor dem Tor mit der Hand abwehrte, konnte es keine zwei Meinungen geben.

Den daraus resultierenden Elfer parierte Goalie Samuel Sahin-Radlinger zunächst, doch Moses Usor machte es im Nachschuss dann besser.

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