Thalhammer: "Hätten uns fast selber gekillt"

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Der LASK erlebte gegen Ludogorets Rasgrad mit dem 4:3-Sieg einen wahren Europacup-Krimi (Spielbericht >>>)!

Dem Blitzstart samt 2:0-Führung folgte der prompte Anschlusstreffer nach 15 Minuten, ehe den Stahlstädtern mit einem griffigen Auftritt das zwischenzeitliche 4:1 gelang. Der Kantersieg - gleichbedeutend auch der erste in dieser Gruppenphase - schien über weite Strecken in trockenen Tüchern.

"Ich denke, dass wir 70 Minuten eine absolute Top-Leistung gezeigt haben", stellt Dominik Thalhammer nach der Partie fest, aber: "Nach dem 4:1 wollten wir aber zu viel und sind in zwei Konter-Situationen gelaufen."

Thalhammer versichert: "Daraus lernen wir"

In beiden dieser Szenen erwiesen sich die Bulgaren vor Alexander Schlager eiskalt. Der hinzukommende Platzverweis von Lukas Grgic garantierte spannende Schlussminuten auf der Gugl.

"Jedes Spiel hat seine eigene Geschichte, bestimmte Situationen drehen eben das Spiel. Beim 4:2 war es ein Torhüterabwurf, beim 4:3 ebenso. Wir haben einfach zu viele Spieler in die Box nach vorne gebracht, weil wir nochmal treffen wollten", deckt Thalhammer die Fehler seiner Mannschaft rasch auf. "Wir wollten den Gegner killen und hätten uns fast selber gekillt. Daraus werden wir lernen."

In eine ähnliche Kerbe schlägt LASK-Kapitän Gernot Trauner. "Über weite Teile des Spiels hatten wir die Kontrolle. Es war eine lange und sehr reife Leistung, obwohl ich mir gewünscht hätte, dass wir nach dem 4:1 den Sieg souveräner nach Hause spielen."

Trauner: "Eine reife Leistung"

(Text wird unter dem Video fortgesetzt.)

Trauner selbst stand beim ersten Gegentreffer im Blickpunkt, als er im entscheidenden Zweikampf zu Boden ging, der Pfiff des spanischen Schiedsrichters Fernadez aber ausblieb.

"Nach einem Einwurf hat sich mein Gegenspieler den Ball mitgenommen. Sein Fuß war dabei sehr hoch hoben und er trifft mich am Arm. Ich glaub da hat der Fuß nichts zu suchen, doch das muss man vielleicht nicht unbedingt pfeifen", macht der Abwehrboss dem Schiedsrichtergespann keinerlei Vorwurf, denn: "Es waren genügend Spieler hinter dem Ball, deswegen darf es nicht passieren, dass der Angreifer dann so frei auftaucht."

Trotz der beiden weiteren Gegentreffer war der LASK laut Trauner gegen "sehr spielstarke" Bulgaren "sehr gut eingestellt". "Es war eine lange und reife Leistung, wo wir uns das Leben selber schwer gemacht haben."

Thalhammer lobt Mentalität

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Linzer aber den siebten Sieg im neunten Heimspiel auf der europäischen Bühne seit der Saison 2019/20 einfahren. Vor allem die Willensstärke in der Schlussphase imponierte Thalhammer.

"In den letzten Minuten konnte das Team in Unterzahl ihre Mentalität zeigen. In dieser Situation haben wir den Sieg stark verteidigt. Wenn man auf das gesamte Spiel schaut, geht der Sieg vollkommen in Ordnung, da sich die Mannschaft gut am Ende gewehrt hat."

Bevor es am kommenden Spieltag zum überraschenden Tabellenführer Royal Antwerpen, das Tottenham Hotspur mit 1:0 biegen konnte, geht, wartet am Sonntag ein schwieriges Auswärtsspiel bei Sturm Graz. Die von Christian Ilzer trainierten "Blackies" sind in der laufenden Bundesliga-Spielzeit noch ungeschlagen und ausgeruhter.

Ob dieser Vorteil den Grazern in die Karten spielt, wird sich zeigen. Dem spusu SKN St. Pölten brachten die vollgeladenen Akkus in der Vorwoche jedenfalls nichts.

Textquelle: © LAOLA1.at

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