Stankovic schließt zu Neukirchner auf
Für den 30-jährigen Slowenen war die Begegnung eine ganz besondere. Mit seinem 49. Europacup-Spiel für Sturm zog er nun mit Rekordspieler Günther Neukirchner gleich.
Die zweite Pleite aus den letzten vier Spielen konnte der Mittelfeldspieler aber auch nicht verhindern. Und auch wenn die Enttäuschung über die Niederlage groß war, zeigte man sich mit der eigenen Leistung nicht unzufrieden.
"Wir wollten heute vor unseren Fans zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind. Wir haben sehr viel investiert, hatten 29 Schüsse, der Gegner nur acht", so der Cheftrainer.
Nur um dann zu konkretisieren: "Am Ende kommen aber sieben zu sieben aufs Tor und das ist der ausschlaggebende Punkt. Der Gegner hat mehr aus seinen Möglichkeiten gemacht. Bei uns hat die Effizienz und die Konsequenz gefehlt."
Alles eine Frage der Effizienz
Sturm war über weite Strecken die aktivere Mannschaft, hatte noch vor dem 0:1 Chancen durch Oumar Diakite (12.) und Matthias Seidl (23.).
"Wenn du in einem Europa-League-Spiel so viele Chancen hast und nicht gewinnst, dann liegt es nur an dir. Und das ist das Gute. Es kann kein Spieler rausgehen und sagen, dass der Gegner haushoch überlegen war. Zugleich gibt es für uns was zu arbeiten", hielt Ingolitsch fest.
Anders als beim slowenischen Meister fehlte bei den Grazern aber wieder einmal die Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Einzig Stürmer Diakite konnte sich mit seinen Saisontoren Nummer neun und zehn erneut auszeichnen (40./90.+3).
Systemumstellung und ein Rückkehrer
Der 22-Jährige entwickelt sich immer mehr zur Lebensversicherung der Steirer. Aber auch Seidl zeigte vor allem bei Standards seine enorme Gefahr und seinen guten rechten Fuß.
In der Schlussphase versuchte Sturm nach dem 1:3-Gegentreffer in der 73. Minute nochmal alles. Ingolitsch stellte vom 5-2-3 auf ein 4-4-2-System um und brachte mit Jacob Peter Hödl, Belmin Beganovic und Rückkehrer Gizo Mamageisvhili neue Offensiv-Power.
Doch das alles brachte nichts mehr: "Das 1:3 war dann schon ein Nackenschlag, der das Spiel dann leider frühzeitig in ihre Richtung gelenkt hat", so der Coach.
Seiner Mannschaft wollte Ingolitsch dafür keinen Vorwurf machen. "Sie hat alles versucht, alles investiert. Aber wir müssen einfach besser mit unseren Möglichkeiten umgehen. Der Gegner hat es vorgemacht. Wenn du aus sieben Torschüssen drei Tore machst, dann ist das kaltschnäuzig."
Wir bleiben immer positiv. Es bringt nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir haben noch genügend Chancen.
Schweres Restprogramm
Auch aufgrund der fehlenden Kaltschnäuzigkeit steht der SK Sturm nun nach vier Spielen mit vier Punkten da. Die Chancen auf die Top 24 sind durch die Heimniederlage wieder etwas gesunken.
Entschieden ist damit aber noch lange nichts: "Wir bleiben immer positiv. Es bringt nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir haben noch genügend Chancen", stellte Innenverteidiger Paul Koller klar.
Aktuell liegen die "Blackies" auf dem 24. Rang und damit vor dem FC Salzburg, der das schlechtere Torverhältnis hat.
Die kommenden Gegner werden aber keineswegs einfacher: Zuerst geht es auswärts gegen Hoffenheim, dann gastiert man bei AZ Alkmaar, ehe ein Heimspiel gegen Ofi Creta und das Auswärtsspiel bei Dinamo Zagreb im Jänner die Ligaphase abschließen.