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Rapid dreht Partie gegen Genk binnen neun Minuten

Nach Leistungssteigerung gewinnt Rapid EL-Auftakt - auch dank kuriosem Goalie-Patzer:

Rapid dreht Partie gegen Genk binnen neun Minuten

Rapid feiert einen erfolgreichen Auftakt in die Gruppenphase der Europa League.

Die Wiener gewinnen zu Hause gegen Genk 3:2.

Bailey bringt die Gäste per Weitschuss-Traumtor in Führung (29.), nach der Pause dreht Rapid binnen neun Minuten auf: Schwab erzielt erst nach toller Schaub-Vorarbeit den Ausgleich (51.), Joelinton die Führung (59.) und dann fabriziert Colley Sekunden später auch noch ein kurioses Eigentor, weil Goalie Bizot über den Ball schlägt (60.).

Bailey (90./Elfmeter) verkürzt noch.

Parallelspiel: Sassuolo-Bilbao 3:0.

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Strebinger rettet für Rapid

Vor der Pause hatte noch wenig auf einen Rapid-Erfolg hingedeutet. Wirklich gefährlich wurde es im Genk-Strafraum zunächst nur, als Louis Schaub in der 24. Minute nach Vorlage von Stefan Schwab aus rund vier Metern freistehend über das Tor köpfelte. Ansonsten gab es lediglich Halbchancen für Joelinton (8./Kopfball über das Tor) und Schaub (11./Kopfball auf Genk-Goalie Marco Bizot).

Genk kam der Führung in der 22. Minute erstmals nahe, doch Thomas Buffel scheiterte nach einem Konter an Schlussmann Richard Strebinger. Sieben Minuten später jedoch nahm Bailey aus rund 20 Metern Maß und schlenzte den Ball genau ins Kreuzeck. Der auf einen Marktwert von 7,5 Millionen Euro taxierte Jamaikaner hatte 2011 als 14-Jähriger ein Probetraining bei Rapid absolviert und kickte danach fast zwei Jahre in Anif.

In der 43. Minute hätte der Offensivspieler beinahe seinen fünften Europacup-Treffer in dieser Saison absolviert, fand jedoch aus spitzem Winkel in Strebinger seinen Meister.

Kurioses Eigentor

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Erst nach dem Seitenwechsel agierte Rapid viel zielstrebiger Richtung gegnerisches Tor, was sich erstmals in der 51. Minute bezahlt machte. Schaub legte ab für Schwab, der mit einem satten Distanzschuss auf 1:1 stellte. Die Hütteldorfer drückten weiter aufs Tempo und gingen schon acht Minuten später durch Joelinton in Führung - der Brasilianer schloss eine Energieleistung mit einem Schuss ins lange Eck ab. Wenige Sekunden später stand es schon 3:1 für Rapid: Omar Colley spielte einen Rückpass auf Bizot, der Ball sprang äußerst unglücklich auf und der Goalie schlug ein Luftloch, woraufhin der Ball ins Tor kullerte.

Danach hatte Rapid die Partie im Griff - allerdings nur bis zur 90. Minute. Mario Pavelic beging im Strafraum ein unnötiges Foul an Jere Uronen, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Bailey sicher. Die abschließende Drangphase überstanden die Hütteldorfer allerdings unbeschadet, womit sie mit drei Punkten zum Auswärtsspiel in zwei Wochen gegen Athletic Bilbao reisen. Der Gruppenfavorit kassierte auswärts gegen Sassuolo eine überraschende 0:3-Niederlage.

Stimmen zum Spiel:

Mike Büskens (Rapid-Trainer): "Sie haben in der ersten Hälfte gezeigt, dass sie die Qualität haben, über ihre Spieler schnell umzuschalten. Wir hatten nicht so den Zugriff gegen den Ball, sie haben viele zweite Bälle gewonnen. Zur Pause haben wir gesagt, wir gehen da raus und drehen das Ding, das ist der Mannschaft gelungen. Wenn du ein Drehbuch schreiben möchtest für so einen Auftritt, dann ist es komplett und du könntest damit einen Oscar gewinnen. Es war wahnsinnig emotional, der Support war Weltklasse, es war nervenaufreibend und am Ende freuen wir uns über die drei Punkte."

Peter Maes (Genk-Trainer): "Die erste Hälfte war gut, wir haben Chancen kreiert, eine Reaktion gezeigt auf das Spiel gegen Standard Lüttich. Dann kamen aber die 15 Minuten, die alles durcheinandergebracht haben. Rapid hat in der Phase großen Druck ausgeübt, wir haben Ballverluste gehabt. In so einer Situation muss man das Tempo verlangsamen, das haben wir aber nicht gemacht. Dann war alles gelaufen. Ab der 60. Minute haben wir noch einmal Druck ausgeübt, aber es war zu spät. Wir haben eine junge, brave Mannschaft, die oft ihre Aufgaben noch vernachlässigt. Wir waren auch bei den Balleroberungen nicht die Besten, das wird dann bestraft. So ein Gegentor wie das dritte habe ich auch schon einmal erlebt, es ist nicht das erste Mal."

SK Rapid Wien - KRC Genk Endstand 3:2 (0:1)
Wien, Allianz Stadion, 21.800

Torfolge: 0:1 (29.) Bailey
1:1 (51.) Schwab
2:1 (59.) Joelinton
3:1 (60.) Colley (Eigentor)
3:2 (90.) Bailey (Elfmeter)

Rapid: Strebinger - Pavelic, Schößwendter, Dibon, Schrammel - Mocinic, Schwab - Schaub, Szanto (63. S. Hofmann), Traustason (79. Murg) - Joelinton (87. Kvilitaia)

Genk: Bizot - Walsh, Dewaest, Colley, Uronen - Heynen (78. Susic), Ndidi - Bailey, Pozuelo, Buffel (66. Trossard) - Samatta (78. Karelis)

Gelbe Karten: Schwab, S. Hofmann bzw. Pozuelo



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