Sonnleitners Appell an Rapid

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In welche Richtung steuert der SK Rapid?

In den vergangenen Wochen war es viel Stückwerk, nach Erfolgen stellten sich neuerliche Rückschläge ein, auf gute Leistungen folgten schwächere.

Nichts wäre in der Situation der Grün-Weißen aktuell wichtiger als die Bestätigung des 2:0-Heimerfolgs zum Europa-League-Auftakt gegen Spartak Moskau - auch wenn dies gegen RB Salzburg am Sonntag besonders schwer wird.

Eine Kampfansage gibt es aber zumindest von Abwehr-Routinier Mario Sonnleitner nicht, viel mehr einen Appell an die eigene Mannschaft.

"Bringt nichts, in EL aufzusteigen, aber im unteren Playoff zu spielen"

"Kampfansage? Nein, sowas mache ich nicht. Wir werden gut regenerieren, wir sind auch nicht in der Lage, eine Kampfansage zu machen vom siebenten Platz in der Liga. Wir müssen schauen, dass wir unsere Probleme – die wir nach wie vor noch haben – in den Griff kriegen. Aber man sieht, im Europacup spielen wir sehr, sehr gut. Das müssen wir auf die Liga umsetzen, wir müssen effizienter werden – so wie gegen Spartak. Dann können wir jeden Gegner schlagen – das sieht man auch, egal ob im Europacup oder in der Meisterschaft."

Bisher war es die Achillesferse der Djuricin-Elf, dass man nach internationalen Heldentaten in der Liga schnell wieder ein anderes Gesicht zeigte und sich somit erarbeitetes Selbstvertrauen selbst wieder zerstörte.


Sonnleitners Appell im VIDEO:


Viele wollen die Frage nach den unterschiedlichen Leistungen im Europacup und in der Bundesliga nicht mehr hören. Sonnleitner hingegen bleibt seiner Linie treu und ist wie gewohnt ein Mann der klaren Worte.

"Schwer zu sagen. Ich glaube auch, dass wir gegen Spartak nicht 90 Minuten nur nach vorne gespielt haben. Wir haben uns auch gut nach hinten fallen lassen, haben auch hin und wieder den Moskauern das Spiel überlassen. Das war in der Meisterschaft auch hin und wieder der Fall, leider passieren dann manchmal Tore oder wir sind zu inaktiv. Das müssen wir halt auch alle 90 Minuten in der Meisterschaft bringen. Sonst wird es gegen jeden Gegner gefährlich – egal ob im Europacup oder in der Meisterschaft. Die Motivation ist im Europacup sehr groß, die müssen wir auch in die Meisterschaft übernehmen. Es bringt uns nichts, wenn wir vielleicht in der Gruppenphase aufsteigen, aber im unteren Playoff spielen. Das will keiner von uns. Wir müssen das genauso angehen, wie die Europacup-Spiele."

"Gemeinsam - das ist der Schlüssel zum Erfolg"

Der Schlüssel zum Erfolg und zur Wende in der aktuellen Saison liegt in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Keine große Überraschung, doch der Groschen dürfte nun auch bei den Teammitgliedern gefallen sein.

Gegen Spartak Moskau setzte man den Gegner dank durchgezogener Strategie außer Gefecht und nützte noch dazu seine eigenen Stärken, um als Sieger vom Platz zu gehen. Weshalb Sonnleitner seine Motivationsrede fortsetzte:

"Überrascht waren wir nicht, wir stellen uns ja auch auf den Gegner ein. Das hat der Trainer sehr gut gemacht. Wir haben gewusst, was uns erwartet. Wir haben als Mannschaft verteidigt. Wenn ich sehe, wie der Deni (Anm.: Alar) Meter macht, Murg reinrutscht und auch Dejan Ljubicic – alle arbeiten nach hinten. Das ist der Schlüssel zum Erfolg, dass wir gemeinsam nach vorne spielen, aber auch gemeinsam verteidigen. Dass sich keiner fallen und hängen lässt. Dann kann man gegen jeden Gegner bestehen, egal wie der heißt und wieviel Marktwert die alle haben. Das ist Kampfgeist, den man jeden Tag auf den Platz bringen muss."

Versöhnung Team, Trainer, Fans: "Wir wachsen enger zusammen"

Diese Momente können auch einen Turnaround bewirken. Nicht nur innerhalb der Mannschaft, sondern womöglich auch im ganzen Verein. Die sensationelle Stimmung und die Zufriedenheit der Fans im Spiel gegen Spartak imponierte Sonnleitner.

Und in gewisser Hinsicht hofft der 31-jährige Steirer auch, dass sich nicht nur das Team findet, sondern es auch wieder eine Annäherung zwischen den Spielern, dem Trainer und auch den Fans gibt, um ein harmonisches Miteinander zu schaffen.

"Natürlich ist es schöner, wenn du 90 Minuten angefeuert wirst, und das war auch die letzten Spiele so. Dass halt nach dem Match oder in der Halbzeitpause Pfiffe kommen, ist klar, wenn man 0:0 spielt gegen den WAC oder andere Partien hat, die nicht so erfolgreich sind. Ich glaube, wir wachsen miteinander wieder enger zusammen, weil es eine Mini-Krise in der Meisterschaft war – es sind ja erst sieben Spiele gespielt. Da wachsen wir natürlich zusammen. Ich glaube auch, dass jeder Fan sieht, dass wir jedes Spiel zu hundert Prozent agieren und alles reinhauen. Das ist auch wichtig und wird uns in Zukunft weitertragen."

Ein Erfolgserlebnis bei RB Salzburg wäre der so wichtige Schritt, den Rapid anstrebt. Deshalb versucht neben Sonnleitner auch Kapitän Schwab zu appellieren: "Das könnte uns einen Schub geben, wir wollen dort was mitnehmen."


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RB Leipzig - FC Salzburg 2:3

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Rapid - Spartak Moskau 2:0

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Rapids Mert Müldür: "Ich will immer mehr"

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